Unfallbedingte Schäden im Schultergelenk, Arthrose, Rheuma oder Defekte der Rotatorenmanschette führen oft zu starken Schmerzen und Bewegungseinbußen. Wenn konservative Therapien keine Erfolge erzielen, bedarf es oft einer operativen Versorgung. Wenn die Implantation einer Endoprothese notwendig ist, jedoch große knöcherne Defekte bedingt durch starke Abnutzung oder Voroperationen vorliegen, stößt man mit der Verwendung herkömmlicher Implantate oft an Grenzen. Eine ausreichend sichere Verankerung im Knochen sowie die Wiederherstellung einer gut funktionierenden Gelenkgeometrie ist in diesen Fällen mit Standardprothesen oft nicht möglich. Hier können patientenindividuelle Implantate, welche anhand einer Computertomographie geplant und angefertigt werden, zur Anwendung kommen.
Vor 32 Jahren behandelte Prof. Dr. med. Peter Lamesch erstmals Frau Gerlinde Keil. Gemeinsam mit Kollegen entdeckte der Mediziner bei der damals 33-jährigen Mutter zweier Kinder eine seltene, vererbbare Erkrankung: Multiple Endokrine Neoplasie. Zum Krankheitsbild gehört ein bösartiger Tumorbefall der Schilddrüse sowie gutartige Erkrankungen der Nebennieren und der Nebenschilddrüsen. In Form eines Gendefekts vererbt sich die Krankheit auch auf Familienangehörige. Mutter und Sohn wurden erfolgreich von Prof. Lamesch behandelt. Nun kam es kurz vor Weihnachten zum Wiedersehen im Helios Park-Klinikum Leipzig.