Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Bei sehr kleinen und weniger aggressiven Befunden kann die engmaschige Überwachung („Active Surveillance“) sinnvoll sein. Der Tumor wird im ersten Schritt gar nicht behandelt. Sie kommen in regelmäßigen Abständen zur PSA-Kontrolle, zum Ultraschall oder zum MRT ins MVZ oder in die Klinik. Erst wenn die Untersuchungen zeigen, dass der Tumor aktiver wird, beginnen wir mit einer Therapie. So gewinnen Sie oft viele Jahre Lebensqualität ohne die Nebenwirkungen einer Behandlung.
Bei dieser Operation wird die Prostata mitsamt dem Tumor vollständig entfernt. In unseren Zentren wird dies meistens minimal-invasiv und roboterassistiert (z. B. mit dem DaVinci-System) durchgeführt. Das bedeutet für Sie: winzige Schnitte, weniger Schmerzen, ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und maximale Schonung der feinen Nerven, die für Kontinenz und Potenz wichtig sind.
Hierbei werden die Tumorzellen durch hochenergetische Strahlen von außen (oder manchmal über kleine Strahlenquellen direkt in der Prostata) so geschädigt, dass sie absterben. Moderne Bestrahlungsgeräte arbeiten millimetergenau, sodass das umliegende Gewebe (wie Blase und Darm) bestmöglich geschützt wird. Die Behandlung erfolgt ambulant über mehrere Wochen.
Prostatakrebs braucht das männliche Geschlechtshormon Testosteron, um zu wachsen. Bei der Hormonentzugstherapie (meist durch regelmäßige Spritzen) entziehen wir dem Tumor die Nahrungsgrundlage, wodurch er schrumpft oder das Wachstum über Jahre hinweg gestoppt wird. In fortgeschrittenen Stadien kann diese Therapie durch eine Chemotherapie oder moderne Medikamente in Tablettenform ergänzt werden, um den Krebs effektiv im gesamten Körper zu bekämpfen.
Die Auswahl der passenden Therapie ist immer eine maßgeschneiderte Entscheidung. Die Empfehlung der Experten ist die Basis – das letzte und wichtigste Wort haben jedoch Sie. In einem ausführlichen Beratungsgespräch stellen wir Ihnen die vorgeschlagenen Behandlungswege mit all ihren Vor- und Nachteilen vor. Gemeinsam gleichen wir diese mit Ihrer aktuellen Lebenssituation, Ihrem Alter und Ihren persönlichen Wünschen ab.
Übersicht: Alle zertifizierten Zentren
- Aue: Zentrum am Helios Klinikum Aue
- Bad Saarow: Zentrum am Helios Klinikum Bad Saarow
- Berlin: Zentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch
- Bonn/ Rhein-Sieg: Zentrum am Helios Klinikum Bonn/ Rhein-Sieg
- Dachau: Zentrum am Helios Amper Klinium Dachau
- Erfurt: Zentrum am Helios Klinikum Erfurt
- Krefeld: Zentrum am Helios Klinikum Krefeld
- Niederberg: Zentrum am Helios Klinikum Niederberg
- Schwerin: Zentrum an den Helios Kliniken Schwerin
- Wiesbaden: Zentrum an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
- Wuppertal: Zentrum am Helios Universitätsklinikum Wuppertal
Doc Caro besucht das Helios Klinikum Krefeld und taucht ein in die Welt der modernen Urologie.
Die Diagnose Prostatakrebs verunsichert viele Männer sehr. Gleichzeitig gilt: Nicht jeder Tumor muss sofort behandelt werden. Häufig gibt es mehrere medizinisch sinnvolle Wege, die sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Wir erklären, wie die Behandlung geplant wird und welche Therapie wann sinnvoll ist.
Das Stadium spielt bei Prostatakrebs eine wichtige Rolle für die Therapieplanung und Prognose. Es definiert, wie weit der Krebs fortgeschritten ist, wie aggressiv er wächst und ob bereits Nachbargewebe außerhalb der Prostata befallen ist. Erfahren Sie mehr über die einzelnen Stadien und was diese konkret bedeuten.
Die Diagnose Prostatakrebs löst bei vielen Männern und Angehörigen Sorgen und Ängste aus. Wichtig zu wissen: Prostatakrebs verläuft nicht bei allen Betroffenen gleich. Es zeigt sich ein großer Unterschied zwischen dem Erkrankungsrisiko und dem Risiko, an dem Tumor zu versterben. In den meisten Fällen sterben Betroffene nicht an, sondern mit Prostatakrebs. Doch was bedeutet das konkret für Prognose und Lebenserwartung?
Ist die Prostatakrebsbehandlung abgeschlossen, schließt sich eine Nachsorge an. Diese folgt klaren medizinischen Empfehlungen und ist zugleich an Ihre individuelle Situation angepasst. Ziel ist, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Beschwerden zu lindern. Doch was genau erwartet Sie als Patient in der Nachsorge? Wir erklären es Ihnen.