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Klinikclowns

Lachen hilft heilen!

Lachen hilft heilen!

Endlich wieder Donnerstag, endlich wieder Klinikclowns. Wenn die zwei fröhlichen Gestalten die Station betreten, herrscht sofort freudige Aufregung. Was auf den ersten Blick nur wie eine nette Abwechslung wirkt, ist tatsächlich eine wirksame Therapieergänzung.

Seit 25 Jahren besuchen die Klinikclowns unsere kleinen Patienten auf verschiedenen Stationen der Kinderklinik. Im Duo veranstalten sie wöchentlich ihre Clownsprechstunde. Sie bringen Leichtigkeit, Freude und Spaß mit in den Krankenhausalltag. Doch es geht nicht nur um ein paar Albernheiten und bunte Luftballons. Der außergewöhnliche Besuch gehört mit zur Therapie der Kinder und Jugendlichen.

Die Klinikclowns haben alle einen speziellen Abschluss an einer professionellen Clownsschule. Jeder Clown hat unterschiedliche Schwerpunkte in Bereichen wie Tanz oder Musiktherapie. Deutschlandweit gibt es circa 30 Klinikclown-Vereine. Die Mitglieder trainieren, nehmen ständig an Fort- und Weiterbildungen teil, geben Workshops und stehen sogar mit ihren internationalen Kollegen im Austausch. Denn Klinikclown zu sein, ist kein Hobby. Es ist ein Beruf. Für die Arbeit im Helios Klinikum Berlin-Buch hat sich eine Gruppe von fünf Klinikclowns zusammengefunden. Sie sind ein eingespieltes Team und wissen worauf es ankommt. „Wir wollen berühren.“ Das ist die klare Zielsetzung, wie Clown Kalli erklärt. Das Team organisiert zusätzlich zur Clownsprechstunde einmal im Monat eine Theateraufführung und verschiedene Feste. Gesponsert werden sie vom ICKE Verein.

Bevor die Clowns loslegen, findet ein intensives Gespräch mit dem zuständigen Psychologen und einer betreuenden Schwester statt. Dort wird besprochen, welche Kinder heute auf der Station sind, wie ihr körperlicher und psychischer Zustand ist und ob auf etwas spezifisch geachtet werden soll.

Nachdem alle Informationen ausgetauscht wurden, wird leise an die erste Tür geklopft. „Dürfen wir reinkommen?“ fragt Clown Kalli vorsichtig, während er den Kopf durch die Tür steckt. „Ja.“ antwortet der kleine Tim im Patientenzimmer leise. Bei ihm wurde vor zwei Jahren Krebs und vor kurzem Diabetes diagnostiziert. Von der Schwester wissen die Clowns, dass Tim keinen Bluttest mehr machen möchte. Er versteckt seine Hände. Tim möchte nicht mehr gepiekst werden. Mit dieser Information im Hinterkopf betreten die zwei den Raum. Nach nur zehn Minuten wirkt der anfangs so müde und stille Tim wie ausgewechselt. Er zappelt zur Musik, klatscht in die Hände und lacht. Die Klinikclowns haben mit ihrem Humor Tim erreicht. Sie lassen ihn für einen Moment vergessen, dass er krank ist. 

Nun erzählt Kalli eine Zirkusgeschichte von der Elefantenkuh Elli mit Schnupfen. Alle Veranstaltungen müssen abgesagt werden. Ein Arzt kommt, um Elli Blut abzunehmen. Doch sie will sich nicht pieksen lassen. Nun diskutieren Tim und die zwei Clowns, wie die Elefantenkuh sich am besten entscheidet. Am Ende geht Tim von ganz allein zur Schwester und sagt man könne ihm nun doch Blut abnehmen. Nach einem letzten gemeinsamen Lied verabschieden sich die Clowns wieder.

Auch nach jedem Besuch besprechen die Clowns und das Klinikpersonal ihre Beobachtungen und Eindrücke. Immer wieder fällt auf, dass die Clowns einen völlig anderen Zugang zu den Kindern finden als andere Erwachsene. Für die Kinder sind sie Freunde und Vertrauenspersonen. Die Wirkung der Klinikclowns beschränkt sich nicht nur auf die Kinder. Die Eltern der kleinen Patienten spüren, dass es ihren Kindern in diesen Momenten gut geht. Also entspannen auch die Eltern und kommen zur Ruhe.

Sprechen Sie uns an!

Für Fragen rund um Kinderkrankheiten stehen wir Ihnen in unseren Sprechzeiten zur Verfügung.

PD Dr. med. Patrick Hundsdörfer

Chefarzt Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
PD Dr. med. Patrick Hundsdörfer

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(030) 94 01-54500

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