Helios Klinikum Aue

Selbstbestimmt und würdevoll sterben – Auch in den Weihnachtstagen ein wichtiges Thema

Selbstbestimmt und würdevoll sterben – Auch in den Weihnachtstagen ein wichtiges Thema

Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, bedürfen einer besonderen palliativen Versorgung. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei stationäre Hospize ein. Seit der Fertigstellung 2010 arbeitet das Auer Klinikum eng mit dem Erzgebirgshospiz in Erlabrunn zusammen, dem einzigen stationären Hospiz im Erzgebirgskreis.

Erzgebirgshospiz in Erlabrunn

Dort werden schwerkranke, sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet, gepflegt und versorgt. Es geht dabei weder um die Verlängerung noch um die Verkürzung des Lebens. Vordergründige Ziel ist es, ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen, ohne unerträgliche Schmerzen und Ängste erleiden zu müssen. Seelische und auch spirituelle Bedürfnisse bekommen Platz und Raum.


Dr. Imke Wirth, Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation ist dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Erzgebirgshospiz:

Wenn ein Mensch im Krankenhaus austherapiert ist und sterben wird, dann ist das für uns alle eine schwierige Situation. Wir Ärzte müssen gemeinsam mit den Angehörigen entscheiden, wie weit wir mit unseren medizinischen Möglichkeiten gehen wollen und an welcher Stelle wir den Tod akzeptieren. Das kann sehr belastend sein. Aber jeder sollte selbstbestimmt und würdevoll sterben. Das bedeutet neben der richtigen Medikation auch, den nötigen Rahmen zu schaffen. Das Erzgebirgshospiz bietet genau diesen Rahmen und wir sind dankbar, wenn Patienten übernommen werden können"

, sagt Dr. Imke Wirth.
Ältere Dame streichelt einen Hasen im Hospitz

Im Mittelpunkt der stationären Hospizversorgung stehen die schwerstkranken Patientinnen und Patienten in ihrer Einzigartigkeit mit ihren Wünschen und Bedürfnissen. Eine ganzheitliche, einfühlsame Pflege und Versorgung wird durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes in Zusammenarbeit mit palliativmedizinisch erfahrenen Ärztinnen und Ärzten gewährleistet.

In der Zeit eines sehr schweren Verlustes, der Zeit der Trauer stehen die Mitarbeiter ebenfalls verständnisvoll und unterstützend zur Seite. Sie schaffen Möglichkeiten einer individuellen Verabschiedung und Abschiednahme und begleiten auf dem Weg des Vergehens und Neubeginns.

Normalerweise nehmen Mitarbeiter des Klinikums am jährlich stattfindenden Hospiz-Spendenlauf teil. Da dieser in diesem Jahr leider nicht stattfinden konnte, erhält das Hospiz in den Vorweihnachtstagen eine Spende, welche der im Vorjahr erlaufenen Summe entspricht.

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Im ehemaligen Stadtkrankenhaus von Aue vereinen wir Tradition und Geschichte mit innovativer, hochmoderner Medizin.