Unfallbedingte Schäden im Schultergelenk, Arthrose, Rheuma oder Defekte der Rotatorenmanschette führen oft zu starken Schmerzen und Bewegungseinbußen. Wenn konservative Therapien keine Erfolge erzielen, bedarf es oft einer operativen Versorgung. Wenn die Implantation einer Endoprothese notwendig ist, jedoch große knöcherne Defekte bedingt durch starke Abnutzung oder Voroperationen vorliegen, stößt man mit der Verwendung herkömmlicher Implantate oft an Grenzen. Eine ausreichend sichere Verankerung im Knochen sowie die Wiederherstellung einer gut funktionierenden Gelenkgeometrie ist in diesen Fällen mit Standardprothesen oft nicht möglich. Hier können patientenindividuelle Implantate, welche anhand einer Computertomographie geplant und angefertigt werden, zur Anwendung kommen.
Bisher waren Patientinnen und Patienten dazu angehalten, ab sechs Stunden vor einer OP nichts mehr zu essen und ab zwei Stunden vorher nichts mehr zu trinken. Diese Regel belastete gerade ältere Menschen, bei denen Durst, Trockenheit im Mund und Kreislaufbeschwerden das allgemeine Befinden vor der OP verschlechterten. Nach einer erfolgreichen Pilotphase seit Herbst 2023 setzen das Helios Park-Klinikum Leipzig und das Herzzentrum Leipzig nun auf ein neues Nüchternheitskonzept: Patientinnen und Patienten dürfen nun bis zur Fahrt in den OP Wasser, Tee, klare Säfte oder Kaffee mit einem Schluck Milch trinken.