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Respirationstrakt, Anatomie, Lunge

Lungenkrebszentrum

Das Lungenkrebszentrum der Helios Kliniken Schwerin ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Hier arbeiten die Kliniken für Pneumologie und Thoraxchirurgie eng zusammen, um Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs nach aktuellen medizinischen Leitlinien zu versorgen.

Leitung
Unsere Chefärzte stehen gemeinsam mit ihren interdisziplinären Teams für eine umfassende Behandlung von Lungenkrebs – medizinisch auf höchstem Niveau und den Patientinnen und Patienten stets menschlich zugewandt.
Jan Kolarik
Chefarzt der Thoraxchirurgie
Wolfram Grüning
Chefarzt Klinik für Pneumologie & Leiter des Lungenkrebszentrums
Ihr Termin bei uns

Wenn bei Ihnen der Verdacht besteht, an Krebs erkrankt zu sein, sind wir für Sie da. Buchen Sie gerne über unser Patientenportal einen Termin mit uns oder rufen Sie uns an.

 

Chefarztsekretariat Pneumologie: 0385 520-4400

Chefarztsekretariat Thoraxchirurgie: 0385 520-6247

 

Detaillierte Informationen zu unseren Sprechzeiten finden Sie hier:

Unsere Leistungen

Jährlich betreuen wir rund 2.500 Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebserkrankungen. Für Diagnostik und Behandlung nutzen wir moderne medizinische Geräte sowie innovative Therapien – darunter minimalinvasive und robotische Chirurgie sowie medikamentöse Behandlungen. Um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen, beziehen wir bei Bedarf weitere Fachbereiche der Helios Kliniken Schwerin sowie externe Expertinnen und Experten in die Behandlung ein.

Bei einem Verdacht auf Lungenkrebs werden zunächst grundlegende Untersuchungen durchgeführt, dazu zählen:

 

  • eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs
  • eine Lungenfunktionsmessung 
  • sowie eine Computertomografie (CT).

 

Führt dies zur Entdeckung eines Lungentumors, erfolgen ergänzende Untersuchungen, wie:

 

  • eine Bronchoskopie (Lungenspiegelung) 
  • oder ein endobronchialer Ultraschall (EBUS). 

 

Im Zuge dieser Verfahren werden Gewebeproben entnommen, die in der Pathologie untersucht werden, um die Diagnose zu bestätigen und den genauen Tumortyp zu bestimmen.

Um das Stadium der Erkrankung zu erfassen, wird geprüft, ob sich bereits Metastasen gebildet haben. Hierfür nutzen wir moderne Bildgebungsverfahren wie:

 

  • das PET-CT (zur Darstellung von Tumoren)
  • sowie die Magnetresonanztomografie (MRT) des Kopfes oder des gesamten Körpers.

 

Bei speziellen Fragestellungen kann auch eine videoassistierte Thorakoskopie (VATS) eingesetzt werden. Diese umfassende Diagnostik ermöglicht eine genaue Stadieneinteilung und bildet die Basis für eine individuell abgestimmte Therapie.

Die Entscheidung, ob eine Operation, eine medikamentöse Behandlung oder eine Bestrahlung erforderlich ist, hängt von der Art und Ausbreitung des Tumors sowie von der persönlichen Krankengeschichte ab. Dabei fließen auch die Wünsche und Vorstellungen der Patientin oder des Patienten mit ein. Die endgültige Entscheidung wird von einem erfahrenen interdisziplinären Ärzteteam getroffen, um eine individuell abgestimmte und bestmögliche Therapie zu ermöglichen.

Operationen können bei Lungenkrebs ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein. Ziel ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen und dabei so viel gesundes Lungengewebe wie möglich zu erhalten. In Schwerin erfolgen rund 85 Prozent der Lungenoperationen minimalinvasiv über sehr kleine Schnitte im Sinne der sogenannten „Schlüssellochchirurgie“. Das genaue Operationsverfahren wird individuell festgelegt und gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten besprochen.

 

Folgende Operationsverfahren werden bei uns im Lungenkrebszentrum durchgeführt:

 

Roboter-assistierte Lungenresektionen (RATS: Lobektomie, Segmentresektion)

 

Dank modernster Technik können Operationen mit robotisch assistierter Chirurgie besonders präzise und schonend durchgeführt werden. Eine hochauflösende 4K-HD-Kamera mit bis zu zehnfacher Vergrößerung sowie fein steuerbare Instrumente ermöglichen sehr präzise Bewegungen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das häufig kleinere Schnitte, weniger Schmerzen und eine schnellere Erholung.

Auch komplexe Eingriffe – etwa mit Rekonstruktionen der Bronchien oder Lungengefäße – können so oft minimalinvasiv durchgeführt werden. Aufgrund unserer großen Erfahrung wurde unser Zentrum seit 2024 als robotisches Schulungszentrum für Thoraxchirurgie ausgezeichnet.

 

Thorakoskopische Lungenresektionen (Uniportal VATS: Lobektomie, Segmentresektion)

 

Bei dieser minimalinvasiven Methode wird über einen einzigen etwa drei Zentimeter großen Schnitt mit einer Kamera (Thorakoskop) operiert. So kann erkranktes Lungengewebe gezielt entfernt werden – häufig mit schnellerer Genesung und einem kürzeren Krankenhausaufenthalt.

 

Erweiterte Resektionen (broncho-angioplastische Verfahren, Herzinfiltration, Wirbelsäule)

 

Als Maximalversorger können wir auch sehr komplexe Lungenoperationen durchführen. Wenn ein Tumor in das Herz einwächst, erfolgt die Operation in enger Zusammenarbeit mit der Herzchirurgie und – wenn erforderlich – unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine. Eingriffe in unmittelbarer Nähe zur Wirbelsäule werden gemeinsam mit der Neurochirurgie geplant und durchgeführt.

 

Wächst ein Tumor in die Nähe von Bronchien oder Blutgefäßen, kommen spezielle Operationstechniken zum Einsatz, mit denen diese wichtigen Strukturen erhalten werden können, während der Tumor sicher entfernt wird. In unserem Zentrum führen wir viele dieser Eingriffe auch minimalinvasiv und robotisch assistiert durch.

 

Laserresektionen bei Tochtergeschwülsten (Metastasen)

 

Bei Metastasen in der Lunge kann betroffenes Gewebe mithilfe moderner Lasertechnik sehr präzise entfernt werden. Dabei bleibt möglichst viel gesundes Lungengewebe erhalten.

Neben Operationen und Bestrahlung spielt auch die medikamentöse Behandlung eine wichtige Rolle in der Therapie von Lungenkrebs. Moderne Medikamente können das Tumorwachstum bremsen, das Immunsystem aktivieren oder gezielt bestimmte Veränderungen in den Tumorzellen blockieren. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von der Art des Tumors und der individuellen Situation der Patientin oder des Patienten ab.

Folgende medikamentöse Therapieoptionen bieten wir an unserem Lungenkrebszentrum an:

Chemotherapie

Die Chemotherapie ist eine wichtige Säule der medikamentösen Behandlung bei Lungenkrebs. Sie kann das Wachstum bösartiger Zellen bremsen oder stoppen. Da auch gesunde Zellen betroffen sein können, können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Schmerzen auftreten. Diese lassen sich heute jedoch meist gut behandeln, sodass die Therapie häufig ambulant durchgeführt werden kann.

Immuntherapie

Diese Therapie aktiviert das Immunsystem und befähigt die körpereigenen Abwehrzellen, Tumorzellen gezielt zu erkennen und zu zerstören. Zum Einsatz kommen sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. Diese heben die „Schutzschilde“ der Krebszellen auf, die das körpereigene Immunsystem sonst daran hindern, sie zu erkennen und anzugreifen. Die Immuntherapie wird häufig mit einer Chemotherapie kombiniert.

Zielgerichtete Therapie  

Eine zielgerichtete Therapie ist eine spezielle medikamentöse Behandlung, die gezielt in die Abläufe und Wachstumsmechanismen von Krebszellen eingreift. Damit die Therapie erfolgreich ist, müssen die Krebszellen bestimmte molekulare Merkmale aufweisen, die vorab durch eine molekularpathologische Untersuchung analysiert werden. Deshalb eignet sich diese Therapieform nicht für alle Patientinnen und Patienten. Zielgerichtete Therapien wirken oft gezielter und schonender als herkömmliche Chemotherapien, da sie vor allem die Krebszellen angreifen und gesunde Zellen weitestgehend verschonen. Dadurch können unerwünschte Nebenwirkungen reduziert werden und die Lebensqualität erhalten bleiben.

Die Strahlentherapie kann entweder als alleinige Behandlung oder in Kombination mit einer Chemotherapie verabreicht werden. Durch moderne Techniken wie die computergestützte Bestrahlungsplanung erfolgt die Behandlung heute sehr zielgenau und wird individuell an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasst.


Stereotaktische Verfahren ermöglichen zudem eine präzise Behandlung kleiner Lungentumoren sowie von Metastasen im Gehirn oder anderen Organen. Diese Methode stellt eine schonende Alternative zur Operation dar, insbesondere wenn eine Operation aufgrund von Begleiterkrankungen nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

 

Die Bestrahlung erfolgt in der Regel ambulant bei uns im Haus in der Klinik für Strahlentherapie oder auf Wunsch heimatnah. Falls erforderlich, ist aber auch eine stationäre Behandlung möglich.

Die Nachsorge bei Lungenkrebs umfasst regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um ein mögliches Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) frühzeitig zu erkennen und Folgeerkrankungen oder Nebenwirkungen der Behandlung zu behandeln. In den ersten zwei Jahren nach Abschluss der Therapie finden die Kontrollen meist vierteljährlich statt, danach halbjährlich und ab dem fünften Jahr jährlich, solange das Rückfallrisiko relevant ist. Zu den Untersuchungen gehören Anamnese, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests, CT-Aufnahmen und gegebenenfalls weitere bildgebende Verfahren. Zusätzlich kann eine Rehabilitation sinnvoll sein, um körperliche und psychische Belastungen zu mindern, zum Beispiel durch Atemtraining, Physiotherapie sowie psychoonkologische Betreuung. Die Nachsorge beginnt meist einige Wochen nach Therapiebeendigung und wird individuell auf die jeweilige Behandlung und die Symptome des Patienten abgestimmt.

Eine zusätzliche fachliche Einschätzung bei Lungenkrebs kann Ihnen wichtige Orientierung und Sicherheit vermitteln. Sie ermöglicht es Ihnen, Ihre Diagnose sowie den vorgeschlagenen Behandlungsplan von unabhängigen Fachärzten überprüfen zu lassen. Dadurch gewinnen Sie mehr Sicherheit bei wichtigen Therapieentscheidungen und können alle verfügbaren Optionen in Ruhe abwägen.

Unsere erfahrenen Experten des Lungenkrebszentrums stehen Ihnen jederzeit für eine umfassende, kompetente und einfühlsame Zweitmeinung zur Verfügung. Wir nehmen uns Zeit, um Ihre individuelle Situation genau zu verstehen und gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Behandlungsstrategie zu entwickeln.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind für Sie da und begleiten Sie auf Ihrem Weg zu einer bestmöglichen Behandlung.

Rauchen ist die wichtigste Ursache für die Entstehung von Lungenkrebs und vielen anderen schweren Erkrankungen. Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter: Er steigert die Lebenserwartung, verbessert die allgemeine Gesundheit und vermindert das Risiko für Folgeerkrankungen.

Auch wenn bereits eine Lungenkrebserkrankung vorliegt, bringt der Verzicht auf Tabak entscheidende Vorteile: weniger Komplikationen während der Therapie, bessere Heilungschancen nach Operationen und eine höhere Lebensqualität.

Wir unterstützen Sie dabei, mit dem Rauchen aufzuhören. Unser Angebot umfasst:

 

  • Motivationsgespräche zur individuellen Unterstützung
  • Raucherberatung
  • Medikamentöse und nikotinersetzende Therapien, Akupunktur
  • Einzeltherapie zur Tabakentwöhnung

 

Ansprechpartner:

 

Suchtambulanz der Helios Kliniken Schwerin

Wismarsche Straße 393 – 397, 19055 Schwerin

Haus 11, Ebene 0

Telefon: (0385) 520 34 32

Sprechzeiten: Montag – Freitag 07:30 – 15:30 Uhr

 

Telefonische Beratung – Rauchfrei-Info

(Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Telefon: (0800) 8 31 31 31

Montag – Donnerstag 10:00 – 22:00 Uhr

Freitag – Sonntag      10:00 – 18:00 Uhr

Schulungszentrum für robotische Thoraxchirurgie

Unser Lungenkrebszentrum ist seit 2024 als Schulungszentrum für robotische Thoraxchirurgie ausgezeichnet. Thoraxchirurginnen und Thoraxchirurgen aus anderen Kliniken hospitieren in Schwerin, um robotische Lungenoperationen kennenzulernen. Unser Chefarzt MUDr. Jan Kolarik begleitet als Proktor zudem die ersten Eingriffe in den jeweiligen Kliniken.

Einblicke in unser Zentrum
Blick über die Schulter einer Person auf ihren Laptopbildschirm. Person ruft auf ihrem Laptop das Bildportal mit ihren Röntgenbildern ab.

Helios Bilddatenportal

Upload von medizinischen Bildern

Hier können Sie Ihre medizinischen Bilddaten wie Röntgen, MRT- oder CT-Daten hochladen. Sollten Fragen auftreten, finden Sie auf unserer Supportseite Unterstützung.

Helios Kliniken Schwerin
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Kontakt
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Fax: 0385 520-20 08