Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)

Die ESWL stellt ein minimal-invasives Therapieverfahren zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen dar. Dabei werden außerhalb des Körpers erzeugte Schallwellen auf den Stein fokussiert, welcher dann durch die entstehenden Scherkräfte in kleine Teile zerfällt. Um eine ausreichenden Zerfall zu erzeugen, ist manchmal eine zweite Sitzung vonnöten. Direkt nach der Behandlung kann der Urin rötlich verfärbt sein. Bei der etwa eine Stunde dauernden Behandlung werden dauerhafte Kontrollen von Herzfrequenz und Blutdruck durchgeführt.

Die Vorteile des Verfahrens liegen in der möglichen ambulanten Durchführbarkeit und der nur gering notwendigen Beruhigungs- und Schmerzmittelgabe.

Die Nachteile der ESWL liegen in dem Verfahren begründet. Aufgrund des Auftretens von Scherkräften im Zielgebiet können auch kleinere Gefäße einreißen, was bis zu einem Bluterguss in der Niere führen kann. Vor der Behandlung muss daher eine eventuell vorhandene Blutverdünnung pausiert oder umgestellt werden. Weiterhin zerfallen bei diesem schonenden Verfahren die Steine nur, sie werden aber nicht aktiv entfernt und es kann bis zur eigentlichen Steinfreiheit noch einige Zeit dauern, aber auch Koliken und eine Harnabflussstörung können bei der Passage der kleinen Fragmente durch den Harnleiter auftreten.  

Ablauf

  • prästationäre Vorstellung zur Urinkontrolle, Lagekontrolle des Steines und Umstellung Antikoagulation
  • bitte nüchtern am Behandlungstag zur vereinbarten Zeit Vorstellung im OPA (operative Aufnahmezentrum)
  • einige Stunde nach der ESWL kann erneut getrunken und gegessen werden/bitte auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr (2,5-3 l/d) achten,
  • bitte Urin mithilfe der zur Verfügung gestellten Siebe sieben
  • am Tag nach der ESWL erfolgen Röntgen- bzw. Sonokontrollen zur Erfolgskontrolle, ggf. weitere Terminvereinbarung