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Metastasen (Hirntumore)

Metastasen (Hirntumore)

Strahlentherapie von bösartigen und gutartigen hirneigenen Tumoren (z.B. Glioblastom, Astrozytom, Meningeom) und Hirnmetastasen

Das Glioblastom ist der häufigste bösartige hirneigene Tumor bei Erwachsenen. Die Therapie besteht aus Operation mit anschließender kombinierter Chemo- und Strahlentherapie. Die Strahlentherapie führt zu einer verbesserten lokalen Tumorkontrolle bei guter Lebensqualität. Die Chemotherapie erfolgt nach verschiedenen Schemata, in der Regel werden die Medikamente in Tablettenform eingenommen.

Das Meningeom ist hingegen nur sehr selten bösartig. Es ist der häufigste gutartige Tumor der Hirnhäute. Die Therapie besteht aus Operation und evtl. anschießender Bestrahlung. Diese kann auch bei Inoperabilität oder erneutem Wachstum nach Operation durchgeführt werden. Die Behandlungszeit beträgt ca. 5 Wochen.

Bei kleinen Tumoren kann eventuell die stereotaktische Hirnbestrahlung angewendet werden. Mit dieser hoch präzisen submillimetergenauen Bestrahlungstechnik kann gesundes Gewebe noch besser geschont werden, da geringere Sicherheitsabstände benötigt werden. Dies wiederum ermöglicht eine Dosiseskalation im Zielvolumen, sodass nur wenige Bestrahlungen nötig sind. Evtl. reicht eine hochdosierte Bestrahlung aus, um einen Tumor dauerhaft zu kontrollieren. Die Stereotaxie wird bevorzugt bei kleinen Hirnmetastasen oder auch gutartigen Tumoren wie dem Akustikusneurinom angewendet.

Video Ablauf einer Strahlentherapie

 

Die Behandlung wird an Linearbeschleunigern durchgeführt. Hierbei handelt es sich um Großgeräte zur Erzeugung hochenergetischer Röntgenstrahlen, die die Eigenschaft haben, Tumorzellen zu zerstören. Durch entsprechende Blendenvorrichtungen (Lamellenkollimator) wird das Bestrahlungsfeld individuell auf das zu behandelnde Zielvolumen fokussiert. Die Behandlung erfolgt aus verschiedenen Einstrahlrichtungen, wodurch das umliegende gesunde Gewebe geschont wird (link).

Zur Bestrahlungsplanung wird der Patient in einer Kopfmaske exakt positioniert. Bildgebende Verfahren wie CT (Computertomografie) und/oder MRT (Magnetresonanztomografie) werden miteinander fusioniert und auf den Bestrahlungsplanungsrechner übertragen. Das zu bestrahlende Zielvolumen wird von Fachärzten für Strahlentherapie definiert, die optimale Dosisverteilung anschließend von Medizinphysikern berechnet. Sie führen auch umfangreiche Messungen am ausgewählten Bestrahlungsplan zur Qualitätssicherung durch, bevor die Behandlungsserie für den Patienten beginnen kann. Die Strahlentherapie erfolgt dann in der Regel täglich von Montag bis Freitag über 4-6 Wochen.

Die individuelle Verträglichkeit der Strahlentherapie im Gehirn ist abhängig von der Tumorlage und -größe. In einem ersten Aufklärungsgespräch werden unsere Patienten darüber informiert. Es ist sehr sinnvoll dazu eine Vertrauensperson aus der Familie mitzubringen. In der Regel beginnt die Bestrahlung nach einem ambulanten Vorbereitungstermin unter stationären Bedingungen. Bei guter Verträglichkeit kann ein Großteil der Bestrahlung nach Entlassung auch ambulant absolviert werden. Das Führen eines Fahrzeuges ist nicht erlaubt.

Die prinzipiell erforderlichen Unterlagen für eine Bestrahlung  wie

  • CT-Befund und Bildgebung auf CD
  • MRT-Befund und Bildgebung auf CD (vor und nach Operation)
  • Überweisungsschein
  • Arztbrief mit bisherigem Krankheitsverlauf und Nebendiagnosen
  • (bei Z. n. OP –Epikrise und Histologie im Wortlaut)
  • Operationsbericht
  • aktueller Medikamentenplan

sind, wenn nicht bei uns diagnostiziert, vor der Erstvorstellung an unsere Ambulanz zu übersenden.