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Persönlichkeitsstörungen umfassen tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktion auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Dabei findet man bei Personen mit Persönlichkeitsstörungen gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil beziehen sich auf vielfältige Bereiche von Verhalten und psychischen Funktionen. Häufig gehen sie mit persönlichem Leiden und gestörter sozialer Funktions- und Leistungsfähigkeit einher. Persönlichkeitsstörungen beginnen in der Kindheit oder Adoleszenz und dauern bis ins Erwachsenenalter an. Sie beruhen nicht auf einer anderen psychischen Störung oder einer Hirnerkrankung, obwohl sie anderen Störungen voraus- und mit ihnen einhergehen können.

 

Die Behandlung erfolgt in unserer Klinik überwiegend auf den Stationen 25 und 10. Letztere verfügt über ein besonderes Behandlungskonzept für Patienten/innen mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung. Bei dieser Störung besteht eine deutliche Tendenz, impulsiv zu handeln - ohne in ausreichender Weise die Konsequenzen zu bedenken. Die Stimmung ist sehr wechselhaft, Ausbrüche intensiven Ärgers führen zu negativen Folgen in den persönlichen Beziehungen. Oft sind das eigene Selbstbild, Ziele und innere Präferenzen unklar und wechselnd. Meist besteht ein chronisches Gefühl innerer Leere, es kann auch  - vor allem im Zusammenhang mit früheren Traumatisierungen – zu dissoziativen Zuständen („Aussetzern“) kommen. Die Neigung zu intensiven, aber unbeständigen Beziehungen kann zu wiederholtem emotionalen Krisen führen, auch Suizidversuche und selbstschädigenden Handlungen gehören zum Störungsbild.