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Die penile Inversionsplastik ist das geläufige, älteste Verfahren zur Geschlechtsangleichung von Mann zu Frau. Erste Publikationen über diese Technik finden sich seit den 1960er Jahren.

Es gibt zwei Techniken:

  • Penile Inversionsplastik
  • "kombinierte Methode" nach Schaff mit Inversion der gespaltenen Harnröhre

Generell erfolgt die Operation in zwei Schritten.

Anatomische Angleichung

Entfernung von

  • Hoden
  • Samenstrang (bis zum Leistenkanal)
  • Schwellkörper
  • überschüssige Haut
  • Teile der Eichel (Wichtig: Gefäß-Nervenbündel wird beibehalten)
  • Teile der Harnröhre (je nach OP-Verfahren)

Schaffung von

  • Vaginalkanal im Dammbereich zwischen Harnröhre und Enddarm
  • Auskleidung mit Penisschaft- und ggf. Hodensackhaut
  • Klitoris
  • große und kleine Schamlippen

Funktionale und optische Korrekturen

Beispiele

  • Anpassung von Ungleichheiten der äußeren Schamlippen
  • Resektion von Restschwellkörper um die Harnröhre
  • Neueinnaht der Harnröhre (bei bestehenden Beschwerden beim Wasserlassen)

Bei diesem Verfahren wird die Penisschafthaut belassen, die Schwellkörper und die Harnröhre werden abgesetzt (die Harnröhre ca. auf Hautniveau, die Schwellkörper so tief wie möglich), die Penisschafthaut wird umseitig in den Vaginalkanal eingebracht und bildet so die neue Vaginalwand. Für die Harnröhre und die Neoklitoris werden zwei Öffnungen in die Schafthaut geschnitten, diese werden daraufhin damit vernäht.

Bei der kombinierten Methode wird ebenfalls die Penisschafthaut belassen, die Schwellkörper werden analog zur Inversionsplastik entfernt. Jedoch wird die Harnröhre in der Länge belassen, aufgeschnitten, sodass eine Fläche besteht, welche in die gepaltene Penisschafthaut eingenäht und mit in den Neovaginalkanal verbracht wird, um hier das Vaginaldach zu bilden und eine höhere intravaginale Sensibilität sowie eine eigenständige Befeuchtung zu gewährleisten.
Ferner reduziert sich das Risiko für Harnröhrenengen, da nur der obere Teil im Hautniveau eingenäht wird.