Oberarmstraffung

Oberarmstraffung

Nach massivem Gewichtsverlust kann es auch zu einem Verlust der Oberarmform kommen. Es resultiert häufig ein schlaffes Erscheinungsbild der Oberarmhaut. Durch die Beseitigung der unelastischen, überschüssigen Haut und des darunterliegenden geschwächten Gewebes kann durch diese Maßnahme ein schlankeres und natürlicheres Erscheinungsbild geschaffen werden.

Die Gründe für die Gewichtsreduktion können gewollt sein oder ungewollt wegen schwieriger Lebensumstände bzw. aufgrund von Erkrankungen. Der ungewollte Gewichtsverlust wird gemeinsam mit uns abgeklärt. 
Andere Gründe für eine gewünschte Oberarmstraffung können das Erscheinungsbild mit alters- und genetisch bedingten Hautveränderungen und die Schwerkraft sein.

Der Verlust der Hautelastizität als Folge der Gewichtsabnahme, des Alters oder der erblichen Veranlagung führt typischerweise zu sogenannten „Fledermausarmen“ („bat wings“). Diese Veränderungen betreffen vor allem die Innenseite der Oberarme, die als Folge des Überschusses an Haut- und Fettgewebe als überdimensioniert, disproportioniert und hängend erscheinen. Durch gezieltes Work-out der Arme wird zwar die Muskulatur gestärkt und vergrößert, es hat aber keinen Einfluss auf die Qualität der Haut, die deutlich Elastizität eingebüßt hat, und auf die Fettpolster, die gemeinsam das unerwünschte Erscheinungsbild der Oberarme verantworten. 

Bei der Oberarmstraffungsoperation werden die Oberarme deutlich konturiert. Überschüssige und hängende Haut wird von der Innenseite des Oberarms entfernt und die Form dieser Region zwischen Achselhöhle und Ellenbeuge neu geformt. 

Operationsverlauf bei der Oberarmstraffung

Die Oberarmstraffung wird in unserer Klinik in Vollnarkose durchgeführt. Der Operateur markiert vor der Operation mit einem Stift das zu straffende Areal, in Abhängigkeit von der zu entfernenden Menge an Haut und Fettgewebe. Üblicherweise wird durch eine spindelförmige Entfernung der Haut an der Oberarminnenseite das überschüssige Gewebe entfernt, sodass die Narbe an der unscheinbarsten Stelle des Oberarms liegt. Bei extremem Hautüberschuss kann der Schnitt „fischförmig“ sein und bis in die Achselhöhle erweitert werden. Mehrschichtig wird die Haut mit inneren Nähten verschlossen.
Wie auch bei den anderen körperstraffenden Operationen sollte neben dem signifikanten Hautüberschuss ein stabiles Körpergewicht über einen Mindestzeitraum von sechs Monaten vorliegen. Eine Straffungsoperation sollte nicht vorzeitig erfolgen, denn eine weitere deutliche Gewichtsabnahme führt möglicherweise wieder zu schlaff hängender Haut an den Oberarmen und beeinflusst das Operationsergebnis negativ. 

Sehr selten kommt es zu Komplikationen oder unerwünschten Vorfälle nach einer Oberarmstraffung. Um dem zwangsläufigen oberflächlichen Hämatom entgegenzuwirken, wird der entstandene Hohlraum durch Drainagen mit einem Vakuum verringert. Gelegentlich kann es in den ersten Tagen nach der Operation zu einer vorübergehenden Schwellung und Verfärbung der Haut im Unterarm- und Handbereich kommen. Durch die Kompression der speziellen Verbände bzw. durch die Kompressionswäsche wird diesem Verlauf zusätzlich begegnet und die Konturierung der Oberarmform unterstützt. Zeitweilige Gefühlsstörungen können auftreten, die in der Folge meist zügig wieder abklingen.

Auf einen Blick:

  • Fachbegriff: Oberarmdermolipektomie, Oberarm-Lift, Brachioplastik
  • Art der Narkose (Anästhesie): Vollnarkose
  • Eingriffsdauer (Operationszeit): 1–2 Stunden
  • Klinikaufenthalt: 1-2 Übernachtungen (je nach Ausmass der Operation)
  • Nachbehandlung: Kompressionskleidung für 6-8 Wochen
  • gesellschaftsfähig: nach ca. 1 Woche
  • arbeitsfähig: nach ca. 1–2 Wochen (je nach körperlicher Belastung)
  • Schonzeit: ca. 6-12 Wochen (je nach Sportart)
  • Kosten: ab 4.000,00 Euro