Leistungen

Funktionelle und ästhetische Operationen

Die meisten Menschen - außer Hals-Nasen-Ohren-Ärzte - schenken der äußeren Ohrenform nur selten ihre Aufmerksamkeit. Um so mehr leiden insbesondere junge Patienten, wenn Ihre Ohren zum täglichen Thema durch andere werden. Häufige Gründe für ein Vorstellungsgespräch in unserem Zentrum sind seitenunterschiedliche Lage, Form oder Größe der Ohrmuscheln, oder beidseits abstehende Ohren. Erfreulicherweise lassen sich die meisten dieser Unterschiede durch eine schonende Operation korrigieren. Die Folgen sind nicht nur eine häufig beobachtete beeindruckende Verbesserung der äußeren Erscheinung, sondern gleichfalls eine Steigerung von Selbstbewusstsein und Lebensqualität. Die Ohrmuschelanlegeplastik zählt zu den häufigsten plastischen Operationen, die bei Kindern im Vorschulalter durchgeführt werden.

Während des ersten Vorstellungsgespräches erfolgt eine ausführliche Untersuchung beider Ohren. Anschließend werden anhand von Fotografien der vorliegende Befund und sämtliche zu korrigierende Aspekte dem Patienten vorgestellt, sowie Vor- und Nachteile verschiedener Operationstechniken mit Bezug auf den individuellen Fall erwogen. Das Ziel der Korrektur ist das Erlangen einer natürlichen Form der Ohrmuschel ohne sichtbare Narben. Hierzu wird häufig eine Schnittführung auf der Ohrmuschelrückseite gewählt, es gibt jedoch auch Fälle, bei denen auf einen Hautschnitt vollständig verzichtet werden kann.

Während der Operation wird der Ohrmuschelknorpel durch präzises Platzieren von Nähten neu geformt. Eine Entfernung von Knorpel versuchen wir bis auf wenige Ausnahmen stets zu umgehen. Der Patient verlässt den Operationssaal mit einem Ohrverband, der für die folgenden Tage getragen wird. Nach Abnahme des Verbandes folgt die Entfernung des Nahtmaterials (bei Kindern verwenden wir selbstauflösendes Nahtmaterial, welches keine Fadenentfernung benötigt). Nach dem Verband muss der Patient etwa eine Woche lang ein schützendes Stirnband tragen, welches im Anschluss für vier weitere Wochen nur nachts zum Einsatz kommt.

Die Rhinoplastik zählt zu den anspruchvollsten Operationen im Bereich der plastischen Chirurgie. Ein gutes Ergebnis hängt von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab. Hierzu zählen ein feines ästhetisches Gespür des behandelnden Arztes, Kenntnis und präzise Ausführung unterschiedlicher Operationstechniken und umfangreiche Erfahrungen mit der Wundheilung der Nase und den unmittelbaren, aber auch langfristigen Einflüssen der einzelnen Operationsschritte auf Form und Funktion.

Im Rahmen der Erstvorstellung erfolgt eine ausführliche Untersuchung der Nase. Wünsche wie die Form, Größe und das allgemeine Erscheinungsbild der Nase verändert werden sollen werden anhand von Patientenfotos im Detail besprochen. Gleichzeitig werden Ursachen funktionaler Einschränkungen beurteilt, denn Gründe für eine mögliche Nasenatmungsbehinderung (z.B. Verkrümmung der Nasenscheidewand) werden bei der Operation ebenfalls korrigiert. Somit ist das Ziel der Rhinoplastik stets eine Verbesserung der Nasenform unter strenger Berücksichtigung der Atemfunktion durch die Nase.

Je nach Indikation wird die Korrektur der Nase entweder von innen oder von außen durchgeführt. Zum Schutz der neuen Nasenform ist häufig eine äußere Schiene für etwa 10 Tage zu tragen. Während des stationären Aufenthaltes erlernt der Patient die Nasenpflege, welche für die folgenden Wochen zu Hause fortzuführen ist. Da sich da endgültige Ergebnis erst nach mehreren Monaten einstellt, empfehlen wir regelmäßige Nachuntersuchungen und bieten eine entsprechende Begleitung in unserem Zentrum an.

Unsere Haut verliert mit zunehmendem Alter an Elastizität und Grundspannung. Durch die täglich einwirkende Schwerkraft kommt es zu einem kontinuierlichem Zug der Gesichtsstrukturen nach unten. Im Falle der Augenlider wird dies durch den Überschuss an Haut deutlich. Diese verursacht im Oberlid eine tiefe, herabhängende Hautfalte, die das Sichtfeld einschränken kann. Die vorgestellten Hautveränderungen sind zum Großteil genetisch vorbestimmt. Da die Augenlider eine besonders dünne Haut haben, altern sie im Schnitt zehn Jahre früher als die Stirn oder der Hals. Häufig ist neben den hängenden Augenlidern auch ein altersbedingtes Herabsinken der Augenbraue zu beobachten. In diesen Fällen sollte die Korrektur der Augenlider mit einem Stirnlifting zum Anheben der Augenbrauen kombiniert werden.

Bei der Blepharoplastik wird überschüssige Haut entfernt und sich vorwölbende Fettpolster verkleinert. Der Hautschnitt erfolgt in der natürlichen Hautfalte des Oberlides. Häufig kann dieser Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Wunde wird mit feinem Nahtmaterial verschlossen, welches nach fünf Tagen entfernt wird. Aufgrund der geringen Hautdicke, hat die postoperative Schwellung bereits am ersten Tag nach der Operation ihr Maximum erreicht. Während die Schwellung sich innerhalb der ersten Tage nach der Operation zurück bildet, können kleine Hämatome noch etwa ein bis zwei Wochen sichtbar bleiben. Eine Kühlung der Augenlider mit kalten Kompressen und eine erhobene Kopfposition im Liegen verbessern die Heilung und Mindern die Beschwerden. In den ersten Tagen kann es zu Tränenlaufen, Lichtempfindlichkeit oder einer verwaschenen Sicht kommen. Es empfiehlt sich daher etwa eine Woche nach der Operation Urlaub einzuplanen. Nach den ersten Tagen, ist leichte Arbeit von zu Hause aus wieder möglich. Kontaktlinsen können nach einer Woche wieder getragen werden. Volle Arbeitsfähigkeit ist nach einer Woche wieder gegeben.

Der alterbedingte Verlust der Hautelastizität und Grundspannung im Bereich der Stirn führt in Kombination mit der Einwirkung der Schwerkraft zu einem Absinken der Augenbrauen. Dies kann nicht nur einen ernsten oder verärgerten Blick imitieren, sondern gleichfalls das Sichtfeld stark einschränken. So ist es nicht selten, dass Patienten von der Notwenigkeit einer Blepharoplastik ausgehen, jedoch eher ein Stirnlifting benötigen. Häufig korrigieren Betroffene dieses Absinken durch kontinuierliches Hochziehen der Augenbrauen. Neben einem verwunderten Gesichtsausdruck und einer ausgeprägten Faltebildung auf der Stirn kann der dauerhafte Einsatz der Stirnmuskulatur zu starken Kopfschmerzen führen.

Im Falle einer Gesichtsnervenlähmung, kann ein Augenbrauentiefstand auch nur einseitig auftreten. Durch gezieltes Anheben der betroffenen Seite gewinnt das Gesicht wieder an Symmetrie und die Lähmung ist weniger auffällig.

Der Einriff erfolgt endoskopisch über 2 bis 3 kleine Hautschnitte oberhalb der Stirn, versteckt im Bereich der behaarten Kopfhaut. Bei der Operation wird der Effekt der Stirnmuskulatur nachgeahmt und die Augenbrauen nach oben verlagert. Nach Abnahme des Verbandes sind die Effekte gleich zu sehen: die Anhebung hängender Augenbrauen und eine Glättung der Falten auf der Stirn. Eine nicht schmerzhafte Schwellung klingt nach wenigen Tagen ab.

Auffällige Narben im Kopf-Hals-Bereich stellen für die meisten Patienten eine besondere Belastung dar. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit die Narbe zu verstecken, fühlen sich Betroffene häufig stigmatisiert, was zu einer Verschlechterung der Lebensqualität führen kann.

Es bestehen zur Zeit zahlreiche Verfahren, mit welchen man das Erscheinungsbild einer Narbe verbessern kann. Hierzu zählen verschiedene chirurgische Techniken, eine oberflächliche Glättung der Haut (Dermabrasio), injizierbare Substanzen (Fillers), Laser, oder mikrofollikuläre Haartransplantationen in zum Ersatz von Barthaaren.

Eine erfolgreiche Narbenkorrektur setzt eine realistische Zielsetzung voraus. Sehr selten ist das vollständige Verschwinden einer auffälligen Narbe erreichbar. Ein realistischer Ansatz ist vielmehr, eine Verbesserung des Erscheinungsbildes, so dass die Narbe weniger auffällt. Mit der vorliegenden Skala können sie Ihre Narbe bewerten.

Diese Bewertung hilft uns ihre persönliche Empfindung einzuschätzen, sie dient aber auch dazu, gemeinsam mit dem Arzt die Möglichkeiten einer Korrektur fallbezogen und realistisch vorher zu sagen. So kann man mit einer alleinigen operativen Korrektur eine Verbesserung von 1 bis 2 Stufen erreichen. Weitere Optimierungen benötigen zusätzliche Verfahren.

Im Rahmen der Erstuntersuchung bekommen Sie Gelegenheit die unterschiedlichen Techniken der Narbenkorrektur kennen zu lernen und so gemeinsam mit dem Arzt ein realistisches Behandlungsziel fest zu legen.

Da jede Narbe einzigartig ist, umfasst eine ausführliche Untersuchung nicht nur die Beurteilung der Narbe sondern gleichfalls des umgebenden Gewebes und ihrer Lokalisation im Kopf-Hals-Bereich. Nicht jede Narbenkorrektur bedarf einer Operation, in manchen Fällen reicht ein oberflächliches Abschürfen der Haut unter örtlicher Betäubung (Dermabrasio), der Einsatz von Laser zur oberflächlichen Hautbehandlung oder die Injektion von Fillern. Auffällige Narben setzen häufig eine Operation voraus, hierbei kann das Narbengewebe entfernt werden, instabile Gewebe (z.B. Nasenflügel) kann durch Einbringen von Knorpeltransplantaten wieder aufgebaut werden, Verhärtungen durch Lösen der Verwachsungen im Bereich der darunter liegenden Haut oder Muskeln gelöst, und Narbenzug durch Verlagerung der Haut aufgehoben werden.

Im Rahmen des ersten Patientengespräches werden alle relevanten Aspekte der Narbe und der darunterliegenden anatomischen Strukturen mit Ihnen besprochen. Erst dann kann ein individueller Behandlungsplan vorgestellt werden, welcher einen Eingriff oder einen ganzen Behandlungsplan umfassen kann um schrittweise ein möglichst unauffällige Narbe zu erreichen.