Die fünf größten Weihnachtsmarktsünden
Achtung Kalorienfalle

Die fünf größten Weihnachtsmarktsünden

Leipzig

Die Weihnachtsmärkte haben geöffnet und locken mit allerlei duftenden und köstlichen Leckereien. Aber aufgepasst: Es lauern echte Kalorienbomben unter ihnen. Wie viel darf man sich gönnen und wie lassen sich die kleinen Sünden wieder ausgleichen? Ernährungsberaterin Pia Salchert vom Helios Park-Klinikum Leipzig klärt auf über kalorienärmere Alternativen zu den größten Dickmachern auf dem Weihnachtsmarkt.

Die kulinarischen Versuchungen lauern zur Weihnachtszeit an jeder Ecke. Stände mit Bratwurst, Reibekuchen und Flammkuchen reihen sich an süße Sünden wie gebrannte Mandeln, Zuckerwatte und Plätzchen. Wir ziehen Kalorienbilanz.

1. Gebrannte Mandeln

Ihr Geruch verströmt sich über den gesamten Weihnachtsmarkt. Süß und Warm sind sie der perfekte Weihnachtssnack. Oft findet man neben den klassischen gebrannten Mandeln jene mit Schoko, Vanille oder Kokos. Mandeln an sich sind sehr gesund, denn sie enthalten wertvolle Fette. Mit Zucker karamellisiert sind sie aber eine echte Kalorienbombe. 100 Gramm haben etwa 500 Kilokalorien und damit fast doppelt so viel wie Pommes Frites. Aber es gibt auch Alternativen, wie Pia Salchert weiß: „Maronen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und das aus gutem Grund: Sie sind nicht nur lecker sondern enthalten weniger Fett, mehr Eiweiß und B-Vitamine. Diese helfen bei der Bildung von roten Blutkörperchen, fördern eine gesunde Haut und unterstützen das Gehirn.“ 100 Gramm haben gerade einmal 210 Kalorien – halb so viel wie gebrannte Mandeln.

Maronen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und das aus gutem Grund: Sie sind nicht nur lecker sondern enthalten weniger Fett, mehr Eiweiß und B-Vitamine. Diese helfen bei der Bildung von roten Blutkörperchen, fördern eine gesunde Haut und unterstützen das Gehirn.

Pia Saclchert, Ernährungswissenschaftlerin im Helios Park-Klinikum Leipzig

2. Bratwurst mit Brötchen

Wo ein Grill ist, ist sie nicht weit entfernt: Die beliebte Bratwurst mit Senf oder Ketchup. Neben den vielen süßen Leckereien sorgt der herzhafte Snack für Abwechslung auf dem Weihnachtsmarkt. Aber wäre hätte gedacht, dass es die gute alte Bratwurst mit Brötchen auf satte 490 Kilokalorien schafft? „Wer auf Fleisch nicht verzichten will, kann alternativ auf ein Steak – oder noch besser Putenfleisch – zurückgreifen. Diese sind weniger fettig und deutlich kalorienärmer“, so die Ernährungsberaterin. Wer keine Lust auf Fleisch hat, kann zu einer Champignonpfanne oder vegetarischem Handbrot greifen.

3. Quarkbällchen

Warm, weich und süß: So unschuldig wie der Name es vermuten lässt, sind Quarkbällchen leider nicht. Quark gehört zwar zu einer ausgewogenen Ernährung, jedoch ist davon nicht wirklich viel in den klassischen Quarkbällchen enthalten, wie wir sie auf dem Weihnachtsmarkt finden. Denn, die Spezialitäten werden in Fett ausgebacken und mit einer üppigen Zuckerschicht versehen. 100 Gramm Quarkbällchen bringen es auf mit gut 420 Kilokalorien. Pia Salchert rät die runden Köstlichkeiten in Maßen zu genießen: „Anstatt die Fünfertüte allein zu vertilgen, sollte man Quarkbällchen besser mit Freunden teilen oder zu einer frischen Waffel greifen.“

4. Lumumba

Wenn es so richtig kalt ist, schmecken heiße Getränke auf dem Weihnachtsmarkt am besten. Neben dem traditionellen Glühwein erfreuen sich Kakao-Heißgetränke wie Lumumba immer größerer Beliebtheit. Wie sich vermuten lässt, hat die dickflüssige Masse aus Milch, Sahne, Schokolade und Zucker leider keine gute Bilanz und kommt schnell auf 400 Kilokalorien – oder mehr, je nach Alkoholgehalt.  „Je mehr Alkohol, desto mehr Kalorien enthalten die Getränke“, weiß Pia Salchert. „Im Vergleich mit Lumumba ist der klassische Glühwein mit etwa 200 Kilokalorien pro Tasse die bessere Alternative“, so die Ernährungsexpertin. Jedoch sollte man auch mit Glühwein nicht über die Stränge schlagen und auch mal zum Kinderpunsch greifen.

5. Nutella-Crêpes

Mit Zucker, Zimt oder doch lieber mit Apfelmus? Nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt findet man den französischen Crêpe, der sich quasi mit allem belegen lässt – besonders beliebt dabei ist die leckere Nougatcreme. Und Sie ahnen es schon: Nutella ist voller Zucker und Fett, womit ein Crêpes schnell 400 Kilokalorien auf dem Konto hat. „Wer Kalorien sparen will, kann lieber zu Apfelmus oder Puderzucker greifen“, rät Pia Salchert.

Aber wo bleibt die Freude am Weihnachtsmarktbesuch, wenn man nur mit Kalorienzählen beschäftigt ist? Auch dafür hat die Ernährungsberaterin eine Antwort: „Wer sich das restliche Jahr gesund und ausgewogen ernährt, darf auch mal auf dem Weihnachtsmarkt über die Stränge schlagen und die Kalorien vergessen. Wer etwas für seinen Körper und seine Gesundheit tun möchte, der kann in körperlicher Bewegung einen Ausgleich finden z. B. bei längeren Spaziergängen.“ Der ein oder andere nutzt vielleicht auch die Feiertage, um gemeinsam mit Familie oder Freunden gemeinsam Sport zu treiben. Dann schmeckt der nächste Lumumba auf dem Weihnachtsmarkt gleich viel besser.