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Das wichtigste Mittel im Kampf gegen Darmkrebs

Früherkennung

Bis zu 90 Prozent aller Dickdarmkrebserkrankungen entstehen aus gutartigen Gewebswucherungen, den sog. Darmpolypen. Da sich der Dickdarmkrebs in der Regel langsam entwickelt, bleibt genug Zeit, diese Vorstufen durch eine Dickdarmspiegelung zu entfernen und den Boden für die Entstehung von Dickdarmkrebs zu beseitigen.

Darmpolypen führen nur selten zu Beschwerden, können aber mit zunehmender Größe entarten (maligne Transformation). Dieser Prozess dauert bis zu zehn Jahren und wird als Adenom-Karzinom-Sequenz bezeichnet. Bei etwa bei sieben Prozent der normalen Bevölkerung finden sich Polypen im Darm, wobei das Risiko ab dem 50. Lebensjahr zunimmt. Dies ist auch der Grund warum die Vorsorgekoloskopie im Normalfall ab dem 50. Lebensjahr empfohlen wird.

Risikogruppen

Personen, die aufgrund einer besonderen Prädisposition ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines kolorektalen Karzinoms im Vergleich mit der Normalbevölkerung aufweisen, gehören in der Regel zu einer von drei definierten Risikogruppen:

  1. Personen mit einem familiär gesteigerten Risiko für ein kolorektales Karzinom, dessen genetische Grundlagen z. Zt. noch nicht umfassend bekannt sind.
    1. So haben Verwandte ersten Grades von Patienten mit einem kolorektalen Karzinom, insbesondere bei denen ein kolorektales Adenom vor dem 50. Lebensjahr nachgewiesen wurde, ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken.
    2. Verwandte zweiten Grades haben ein gering erhöhtes Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken.
    3. Jedes histologisch nachgewiesene gutartige Polypen (Adenom) stellt ein erhöhtes Risiko für ein kolorektales Karzinom dar. Dies gilt insbesondere für: multiple ( ≥3)  bzw. große ( >1 cm ) Adenome.
  2. Nachgewiesene oder mögliche Anlageträger für ein vererbbares (hereditäres) kolorektales Karzinom.
  3. Risikopersonen auf dem Boden einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung.

Bei Riskogruppen wird eine frühere Vorsorgekoloskopie empfohlen. Die genauen Empfehlungen kann Ihnen Ihr Arzt im Darmzentrum für Ihr persönliches Riskoprofil darlegen.

Die Vorsorgekoloskopie im Darmzentrum

Die Vorsorgekoloskopien werden in der Regel von unseren kooperierenden niedergelassenen Gastroenterologen mit den neuesten Videoendoskopen und größter Sicherheit durchgeführt. Durch eine kontrollierte Schlafspritze ist die Untersuchung nicht unangenehm oder belastend. Das Risiko einer Komplikation ist äußerst gering. Bei schwierigen Befunden, z.B. einem sehr großen oder schwer zugänglichen Polypen, kann die Untersuchung in unserer Klinik fortgeführt werden. Die Med. Klinik II hat eine sehr erfahrene Endoskopieabteilung und führt mit dem speziell ausgebildeten und zertifizierten Team aus Ärzten und Schwestern über 12.000 Endoskopien/Jahr, hiervon mehr als 4.000 Koloskopien durch, so dass wir die größte in unserer Region vorhandene Endoskopieabteilung sind. Wenn die Untersuchung unauffällig war oder ein gutartiger Polyp abgetragen wurde, brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Sie werden umgehend informiert und befundabhängig zu einer Kontrolluntersuchung eingeladen.