Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Operative Therapie

Damit man eine vollständige Heilung von Darmkrebs erreichen kann, ist es nötig den gesamten Tumor zu entfernen. Um sicher zu gehen, dass keine Krebszellen zurück bleiben, wird das kranke Gewebe immer mit einem Sicherheitsabstand entfernt und anschließend von einem Pathologen bewertet. So kann im Zweifelsfall eine zweite Operation zur vollständigen Tumorfreiheit nötig sein. Abhängig vom Operationsverfahren kann es teilweise notwendig sein, dass vorübergehend oder auch dauerhaft ein künstlicher Darmausgang angelegt werden muss. Auch wenn es nicht immer möglich ist, den gesamten Krebs zu entfernen, kann es von Vorteil sein, Tumorgewebe zu entfernen, um Komplikationen zu vermeiden und Beschwerden zu lindern.

 

Medikamentöse Therapie (Chemotherapie)

Ein Chemotherapeutikum ist ein Medikament, das die Tumorzellen in ihrem Wachstum hemmt bzw. diese Zellen zerstört. Abhängig vom Tumorstadium kann es erforderlich sein, eine entsprechende Chemotherapie durchzufuhren.

Man unterscheidet hier drei Typen:

  • Die „neoadjuvante Chemotherapie“ wird vor einer Operation durchgeführt. Sie soll die Krebsmasse verkleinern, so dass die Operation leichter gelingt oder überhaupt erst möglich wird.
  • Die „adjuvante Chemotherapie“ wird nach einer Operation durchgeführt und dient der Vorbeugung eines Rückfalles.
  • Schließlich gibt es noch die „palliative Chemotherapie“. Sie dient der Linderung von Schmerzen und Komplikationen, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist.

 

Strahlentherapie

Um die Heilungschancen zu erhöhen, kann beim Krebs des Mastdarmes eine Bestrahlung durchgeführt werden. Dieses Behandlungskonzept basiert auf einer gemeinsamen Entscheidung von Chirurg, Internist und Strahlentherapeut.

 

Supportive Therapie

Neben Operation, Bestrahlung und Medikamenten sind auch andere Behandlungen bei Dickdarmkrebs von Bedeutung. Dazu gehören vor allem Schmerztherapie, Hilfe bei der häuslichen Versorgung und auch die ausreichende psychosoziale Unterstützung.