Harmlos oder bedrohlich? Wenn Halsschmerzen zur Gefahr werden
Pressemitteilung

Harmlos oder bedrohlich? Wenn Halsschmerzen zur Gefahr werden

Dachau

Halsschmerzen lassen sich nicht immer auf Virus- oder bakterielle Infekte zurückführen. Halten die Symptome an, sollte ein Arzt konsultiert werden. Beim Gesundheitsforum Dachau weisen zwei HNO-Oberärztinnen vom Helios Amper-Klinikum Dachau auf mögliche Gefahren hin: die Entstehung von Abszessen sowie bösartigen Tumoren im Hals- und Rachenraum.

Wer kennt das nicht – man wacht morgens auf und beim ersten Schlucken fühlt man ein Kratzen im Hals. Meist vergehen solche Symptome nach kurzer Zeit wieder – dem Einsatz von Schmerzmitteln, Salbeitee oder Salzwasser zum Gurgeln sei Dank. „Diese leichteren Halsschmerzen entstehen oft durch Virusinfekte“, sagt HNO-Oberärztin Dr. med. Aleksandra de Nigris. „Aber auch eine Mandelentzündung oder Pfeiffersches Drüsenfieber können dahinterstecken.“

Bei den bakteriellen Infekten des Mund- und Rachenraums wird je nach Schwere der Erkrankung ein Antibiotikum verschrieben. Doch nicht immer lassen sich Halsschmerzen auf Virus- oder bakterielle Infekte zurückführen. Beim Gesundheitsforum Dachau zeigen die HNO-Oberärztinnen am Helios Amper-Klinikum Dachau, Dr. med. Aleksandra de Nigris und Dr. med. Suna Schmitz, die Gefahren von Halsschmerzen auf – die mögliche Entstehung von Abszessen und bösartigen Tumoren.

Symptome erkennen und behandeln lassen
Entscheidend ist, die Symptome richtig zu deuten. „Halsschmerzen bei einem grippalen Infekt klingen in der Regel innerhalb von wenigen Tagen wieder ab“, sagt Dr. med. Suna Schmitz. „Sind die Beschwerden jedoch nach zwei Wochen nicht verschwunden, sollte der Betroffene ärztlichen Rat einholen.“ Schnelle Hilfe ist bei einer akuten Verschlimmerung der Beschwerden erforderlich – bei Engegefühl im Hals, Schluckunfähigkeit, Atemnot oder der sogenannten Kieferklemme, die dazu führt, dass der Patient den Mund nicht mehr öffnen kann. „Bei solchen Symptomen muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, es könnte sich ein Mandel- oder Halsabszess gebildet haben“, raten die HNO-Oberärztinnen.

Solch gravierende Erkrankungen erfordern in den meisten Fällen eine stationäre Behandlung. Im Klinikum werden verschiedene Untersuchungen wie Ultraschall, Computertomographie oder Kernspin gemacht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass sich bedrohliche Abszesse einhergehend mit einer Schwellung des Halses und einer Einengung der Atemwege gebildet haben, wird dieser Notfallpatient umgehend operiert: „Der Abszess wird geöffnet und gespalten, so dass die Eiterhöhle gespült werden kann“, so Dr. med. Aleksandra de Nigris. „Ohne die entsprechende Behandlung sind die Risiken hoch, dass sich die Atemwege verschließen oder Bakterien ins Blut gelangen und sich eine Blutvergiftung entwickelt.“

Schwieriger zu entdecken ist eine bösartige Erkrankung in der Mundhöhle oder im Rachenraum. „Der Patient bemerkt diese Krankheit nicht sofort“, sagt Dr. med. Schmitz. Typische Symptome sind Schluckbeschwerden über eine längere Zeit hinweg, eine ungewollte Gewichtsabnahme, Fieber und Schweißausbrüche. Bei solchen Anzeichen sollte sich der Patient in einer Klinik untersuchen lassen, um auszuschließen, dass es sich um eine Krebserkrankung handelt. Auch schmerzlose, neu aufgetretene Veränderungen – wie zum Beispiel ein vergrößerter Halslymphknoten – können auf Krebs hinweisen.

Zertifiziertes Kopf-Hals-Tumorzentrum in Dachau
Entsprechende Untersuchungen und Therapien werden im Kopf-Hals-Tumorzentrum durchgeführt. Das zählt zu den 17 Kompetenzzentren des Helios Amper-Klinikums Dachau. Im Jahr 2017 wurde das Zentrum als erstes außeruniversitäres Kopf-Hals-Tumorzentrum Bayerns von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Zur Feststellung von Krebserkrankungen im Mund- und Rachenbereich werden dort eine endoskopische Untersuchung, ein Ultraschall, eine Computertomographie oder ein Kernspin sowie bei Bedarf eine diagnostische Endoskopie unter Vollnarkose vorgenommen. Sollte das Resultat auf Krebs hindeuten, sind verschiedene Therapiemaßnahmen möglich. „Je nach Krebsart und Stadium der Erkrankung wird eine operative, eine Chemo- oder eine Strahlentherapie veranlasst“, berichtet Dr. med. de Nigris.

ACHTUNG: Änderung des Veranstaltungsorts!
Die Veranstaltung „Harmlos oder bedrohlich? Wenn Halsschmerzen zur Gefahr werden“ findet ausnahmsweise im Konferenzraum (EG) des Bildungszentrums (Krankenpflegeschule), Zugang über Dr.-Hiller-Straße, statt. Sie beginnt am Mittwoch, 25. September 2019, um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Im Anschluss an den Vortrag bleibt ausreichend Zeit für Fragen der Besucher.

 


Das Helios Amper-Klinikum Dachau versorgt jährlich rund 22.000 stationäre Patienten, die Helios Amper-Klinik Indersdorf rund 700 akutstationäre sowie 1.200 stationäre Reha-Patienten. Weitere rund 36.000 Patienten werden ambulant von den über 1.200 Mitarbeitern der beiden Klinikstandorte medizinisch versorgt. Die 14 Fachabteilungen in Dachau verfügen zusammen über 435 Betten. Die Klinik in Markt Indersdorf ist spezialisiert auf Altersmedizin und verfügt mit der Akutgeriatrie sowie der stationären und ambulanten geriatrischen Rehabilitation über insgesamt 95 Betten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von neun Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.


Pressekontakt:
Pia Ott
Pressesprecherin
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: (08131) 76-533
E-Mail: pia.ott@helios-gesundheit.de

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Pressebild zum Download (JPG) Bildunterschrift: Dr. med. Aleksandra de Nigris, Oberärztin HNO-Heilkunde am Helios Amper-Klinikum Dachau. © Helios

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Pressebild zum Download (JPG) Bildunterschrift: Dr. med. Suna Schmitz, Oberärztin HNO-Heilkunde am Helios Amper-Klinikum Dachau. © Helios