Helios Weißeritztal-Kliniken

Hoffnung für kleine Patienten

Hoffnung für kleine Patienten

Die Helios Weißeritztal-Kliniken behandeln regelmäßig Kinder über die Aktion Friedensdorf. Dabei werden Familien in Ländern unterstützt, in denen eine medizinische Betreuung aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist.

Seit 1967 hilft die Organisation „Friedensdorf International“ Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten auf der ganzen Welt. Da in deren Heimatländern die Möglichkeiten für medizinische Behandlungen fehlen, organisiert das Friedensdorf mehrmals im Jahr Charterflüge und vermittelt die kleinen Patienten in europäische Krankenhäuser, wo sie kostenlos versorgt werden. Seit über 20 Jahren unterstützen auch die Helios Weißeritztal-Kliniken die Organisation Friedensdorf International und übernehmen die Behandlungskosten.

Toba aus Afghanistan

Oft müssen die Kinder mehrere Monate bleiben, aber solange wie Toba* aus Afghanistan war noch kein Kind im Klinikum Freital. Fast zwei Jahre hat das kleine Mädchen abwechselnd im Freitaler Klinikum und im Friedensdorf International verbracht. Im Februar 2018 traf sie mit einer großen offenen Wunde am rechten Unterschenkel im Klinikum ein. Das Bein lag in einer Gipsschiene. „Ab einem bestimmten Punkt konnte es im Herkunftsland nicht mehr versorgt werden“, sagt Daniel Stadthaus, Chefarzt der Kinder und Jugendmedizin. Auf seiner Station sind die kleinen Patientinnen und Patienten untergebracht. Im Falle der kleinen Toba versuchte das Team um Dr. Lars Thomaschewski, Chefarzt der Klinik für Unfall-,Wiederherstellungs- und Orthopädische Chirurgie alles, um das Bein zu retten. Etwa 30x wurde das tapfere Mädchen bereits operiert. „Bald wird sie wieder sehr gut laufen“, versichert Dr. Thomaschewski. „Sie tanzt sogar schon leicht für sich“, sagt Schwester Elisa. Die etwa 10jährige ist zu einem festen Bestandteil der Kinderstation geworden. Und ihren Berufswunsch hat sie uns auch verraten: Ärztin.

Samira* aus Afghanistan

Fast ein Jahr lang hat Samira* aus Afghanistan im Freitaler Krankenhaus verbracht. Samira hatte eine schwere Unterschenkelentzündung infolge einer alten Verletzung. Die Ursache war wohl sicher eher banal, aber ohne die Eingriffe und eine spezielle Antibiotikatherapie hätte die Amputation gedroht.

Das Bein wurde vom Chirurgenteam unter der Leitung von Herrn Chefarzt Dr. Thomaschewski insgesamt 8x operiert. Nach einem langen Aufenthalt zuerst im Bett und dann im Rollstuhl bekam Samira Orthesen. Die Orthesen waren mit Schmetterlingen bedruckt und halfen dem kleinen Mädchen zum Wiedererlernen des Laufens.

Samira beherrschte am Ende ihres Aufenthaltes ein perfektes Freitaler Sächsisch. Ihr Alter konnte man nur anhand der verlorenen Milchzähne schätzen. Allerdings war die Zahnfee mehrmals zu Besuch. Ihren Namen und den ihrer betreuenden Schwestern zu schreiben, das hatte Samira neben sächsisch schon gelernt.

Ist die Behandlung abgeschlossen, werden die Kinder im Friedensdorf in Oberhausen auf die Heimreise vorbereitet.

*Die Namen wurde aus Sicherheitsgründen geändert.

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