Was wir tun

Die Problematik von Krankenhausinfektionen wird in unseren Krankenhäusern sehr ernst genommen. Alle am Behandlungsprozess beteiligten Mitarbeiter werden alles tun, um nicht leichtfertig neben der eigentlich zu behandelten Krankheit Infektionen zu fördern. Ebenso werden die resistenten Bakterien, wie z.B. MRSA als ernstzunehmende Infektionserreger betrachtet und deren Entstehung und Ausbreitung durch gezielte Maßnahmen verhindert. Was wir als Krankenhaushygiene konkret tun, werden wir im Folgenden darstellen.

Wesentliche Schaltstellen sind die im Unternehmen gegründeten Fach-und Arbeitsgruppen, die unter verschiedenen Aspekten die neuesten wissenschaftlichen Studien und Empfehlungen diskutieren und die wichtigsten Maßnahmen in den Alltag der Kliniken einbringen.

Händedesinfektion

Im Jahr 2008 wurde eine nationale Kampagne, die „Aktion saubere Hände“ gestartet, um die Händehygiene im Alltag der Patientenbetreuung wieder in das rechte Licht zu rücken. Diese Aktion geht  auf die WHO-Aktion aus dem Jahr 2005 zurück: „Clean Care is Safer Care“ und hat die Patientensicherheit im Fokus. Auch wir arbeiten mit verschiedensten Mitteln und Methoden  daran, die Händedesinfektion in unseren Krankenhäusern in Häufigkeit und richtigem Einsatz zu verbessern.

Die Hände sind unser aller wichtigstes Alltagsinstrument  und damit auch häufigster Überträger von Krankheitserregern. Das muss tagtäglich ins rechte Licht gerückt werden.

Antibiotic Stewardship (ABS)

Eine wichtige Aufgabe in der Behandlung von Infektionen ist es, diese ganz gezielt nach auslösendem Erreger zu behandeln im Sinne einer sinnvollen Antibiotikaverordnungspraxis. Mit ABS ist ein programmatisches, nachhaltiges Bemühen einer medizinischen Institution um Verbesserung und Sicherstellung einer rationalen Antiinfektivaverordnungspraxis gemeint. Darunter werden Strategien bzw. Maßnahmen verstanden, die die Qualität der Antiinfektivabehandlung bezüglich Auswahl, Dosierung, Applikation und Anwendungsdauer sichern, um das beste klinische Behandlungsergebnis unter Beachtung einer minimalen Toxizität für den Patienten zu erreichen.

In diesem Auftrag arbeitet das ABS-Team der Klinik, das sich zusammensetzt aus einer Mikrobiologin, einer klinisch-pharmazeutisch erfahrenen Apothekerin und einem Intensivmediziner unterstützt durch die Kollegen der Krankenhaushygiene. Diese Kollegen führen auf verschieden Stationen der Klinik gezielte Antibiotika-Visiten durch und beraten die behandelnden Kollegen diesbezüglich.

Surveillance

Um einen Überblick über die in unserer Klinik vorhandenen multiresistenten Bakterien und andere Krankheitserreger mit schneller Ausbreitung zu haben, bekommen wir tagtäglich die Laboruntersuchungsergebnisse zu diesen und bewerten sie in einem Intranetbasierten Programm. Zusätzlich werden die Stationen zu notwendigen Hygienemaßnahmen beraten.

Im Weiteren werden  bestimmte Infektionsarten, wie z.B.Infektionen nach Operationen, nach Katheteranlagen ganz gezielt in Modulsystemen erfasst  und über die nationale Datenbank am Nationalen Referenzzentrum(NRZ) erfasst und bewertet. Treten Abweichungen auf, wird nach Lösungsansätzen zur Optimierung gesucht. Das ist das Ziel der aufwendigen Surveillance.

Schulungen, Beratungen und Begehungen

Ganz regelmäßig werden alle Mitarbeiter in allen Berufsgruppen zu hygienerelevanten und somit infektionspräventiven Themen geschult. Auch werden alle Bereiche der Klinik regelmäßig  auf Infektionsrisiken beurteilt.

Gern beraten wir auch Patienten zu resistenten Keimen oder anderen für sie wichtigen Hygienemaßnahmen.