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Echotherapie: Schilddrüsenknotenentfernung ohne Operation und Narben

Echotherapie: Schilddrüsenknotenentfernung ohne Operation und Narben

Bei der sogenannten Echotherapie werden Schilddrüsenknoten mittels hochintensiv gebündeltem Ultraschall (HIFU) behandelt. Die Methode kommt ohne Schnitte und Narben aus und ist für Patienten eine absolut schonende Alternative zur Operation. Deutschlandweit ist die Klinik eine von zehn Einrichtungen und die Einzige in Sachsen, die das Hightech-Verfahren anbietet.

Die Schilddrüse ist ein hormonproduzierendes Organ, das den gesamten Stoffwechsel und Energiehaushalt des Menschen reguliert. Die kleine schmetterlingsförmige Drüse benötigt vor allem Jod, um ihre Funktion ausüben zu können. Kommt es zu Jodmangel, können sich Knoten bilden. Etwa 95 Prozent der Knoten sind gutartig und müssen in den meisten Fällen nur regelmäßig kontrolliert werden. Oft befinden sie sich am Rand der Schilddrüse.

Nicht alle gutartigen Schilddrüsenknoten müssen operativ entfernt werden. Wenn sie jedoch wachsen und Beschwerden wie unangenehmes Druckgefühl, Heiserkeit, Probleme beim Schlucken oder zu einer Veränderung der Schilddrüsenfunktion führen, müssen sie behandelt werden.

Dr. Frank Steinert, Leitender Chefarzt der Klinik für Chirurgie und Orthopädie

Bisher waren größere Knoten nur durch einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose oder durch radioaktives Jod behandelbar. Mit dem nicht-invasiven schonenden Verfahren der Echotherapie steht eine weitere Alternative zur Verfügung.

Der hochfokussierte Ultraschall wird bereits bei verschiedenen Krankheitsbildern als ein mögliches Behandlungsverfahren eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise Prostatakrebs oder Fibroadenome in der Brust.

Informationen zur Echotherapie

Die nichtoperative Behandlungsmethode Echotherapie kombiniert zwei unterschiedliche Verfahren:

  • Ultraschallbilder zur Echtzeitüberwachung während der Behandlung
  • Hochfokussierten Ultraschall (HIFU - high itensity focused ultrasound)
  • Schonende, schmerzfreie Methode ohne Operation
  • keine Narbenbildung
  • ambulante Behandlung unter lokaler Betäubung
  • kurze Behandlungsdauer (20 Minuten bis 1,5 Stunden)
  • Echtzeitkontrolle mittels Ultraschallbilder
  • Keine Hormonmedikamente

Die Ärzte setzen einen sogenannten therapeutischen Ultraschall ein. Die Ultraschallwellen werden ähnlich den Sonnenstrahlen unter der Lupe gebündelt und kommen punktgenau im Inneren des Schilddrüsenknotens an.

Die übertragene Energie erwärmt lokal begrenzt und millimetergenau die Stelle der Gewebsveränderung. Die Wärme "zerschmelzt" das betroffene Knotengewebe. Der Körper baut das zerstörte Gewebe nach und nach ab, der Knoten wird immer kleiner.

Ein Kühlsystem verhindert die Überhitzung der Haut und des angrenzenden Gewebes, das seine volle Funktionstüchtigkeit behält. Während des gesamten Prozesses erfolgt eine Echtzeitkontrolle mittels Ultraschallbildern. 

Je nach Größe des Knotens dauert die Behandlung zwischen 20 und 45 Minuten. Weder ein Schnitt, wie bei der Operation, noch Radioaktivität, wie bei der Radiojodtherapie, sind bei dieser Methode notwendig. Lediglich eine schonende Kurzanästhesie ist von Nöten. Der Patient hat einen kurzen stationären Aufenthalt von etwa einem Tag bevor er die Klinik wieder verlassen kann.

Die Echotherapie ist nicht für alle Schilddrüsenknoten geeignet. Es können ausschließlich gutartige Knoten auf diesem Weg behandelt werden.

Bei bösartigen Knoten ist eine Operation unumgänglich.

Auch die Lage des Knotens ist ausschlaggebend, ob der Ultraschall zum Einsatz kommen kann. Daher ist eine intensive Diagnostik im Vorfeld unabdingbar.

Die kleine schmetterlingsförmige Drüse benötigt vor allem Jod, um ihre Funktion ausüben zu können. Verschiedene Ursachen wie Jodmangel, aber auch zum Teil noch nicht vollständig geklärte Umstände führen zur Entstehung von Knoten in der Schilddrüse. Sie treten bei etwa 20 Prozent der Erwachsenen auf, über 65 Jahre ist sogar jeder Zweite betroffen, bei Frauen bis zu viermal häufiger.

Die Gewebsveränderungen werden in sogenannte „heiße“ und „kalte“ Knoten unterteilt:

"Heiße" Knoten
Die sogenannten "heißen" Knoten produzieren ungehemmt Hormone und entstehen oft durch Jodmangel. Sie sind gutartig.

"Kalte" Knoten
Diese Gewebsänderungen können durch eine Entzündung oder Zyste hervorgerufen werden und bösartige Veränderungen entwickeln.

Alle Informationen im Überblick Finden Sie sämtliche Informationen zur Echotherapie bei Schilddrüsenknoten in unserem Flyer.

Anfragen und Terminvereinbarung

Anna Kühn

Chefarztsekretärin Chirurgie
Anna Kühn

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Leiterin Patientenmanagement
Roswitha Piel

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