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Extrakorporale Photopherese

Die extrakorporale Photopherese (kurz: ECP) ist eine immunmodulierende Therapie. Hierbei werden bestimmte Blutzellen dem Blut entnommen, außerhalb des Körpers (extrakorporal) behandelt und dann wieder dem Körper zugeführt.

Durchführung eines ECPs

Das Verfahren ähnelt einer Blutwäsche (Dialyse): Das vom Patienten entnommene Blut wird mit einer Zentrifuge in seine Bestandteile getrennt. Die dadurch isolierten weißen Blutkörperchen (Leukozyten, Zellen unseres Immunsystems) werden mit einem lichtsensibilisierenden Medikament behandelt und durch UVA-Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt (Phototherapie). Danach wird das behandelte Blut dem Patienten wieder zugeführt.

Welche Erkrankungen werden behandelt?

Die ECP beeinflusst das Immunsystem günstig und lässt Erkrankungen abklingen. Hierzu gehören zum Beispiel

  • kutane T-Zell-Lymphome (bösartige Neubildung des Immunsystems)
  • Graft-versus-Host-Disease (Abstoßungsreaktion bei  Transplantationen)
  • systemische Sklerodermie (eine sehr seltene Bindegewebserkrankung, die mit einer Verhärtung der Haut einhergeht)
  • atopische Dermatitis

Zusätzlich kann die ECP dabei mit Immunmodulatoren, also auf das Immunsystem wirkenden Medikamenten, kombiniert werden. Die Behandlung erfolgt stationär und wird zu Beginn alle zwei Wochen, danach seltener durchgeführt.

Jährlich führen wir an unserer Klinik ca. 400 extrakorporale Photopherese-Behandlungen durch. Ein speziell geschultes Team von Ärzten und Pflegepersonal betreut und überwacht unsere Patienten dabei engmaschig. Als zertifiziertes Hautkrebszentrum mit Schwerpunkt kutane Lymphome können wir unseren Patienten eine große Expertise bei der ECP-Therapie und der darüber hinaus gehenden Behandlung ihrer Erkrankung anbieten.