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Wenn Pickel nicht verschwinden: Was gegen Akne hilft

Einen Pickel hier oder da hat fast jeder einmal. Hormonelle Veränderungen, Stress oder bestimmte Kosmetikprodukte können Hautunreinheiten begünstigen. Wenn sich jedoch dauerhaft Mitesser, entzündliche Pickel oder Pusteln bilden, kann Akne dahinterstecken. Erfahren Sie, wie Akne entsteht, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was Sie selbst für Ihre Haut tun können.

28.10.2026 Lesedauer: - Min.
Medizinisch geprüft von Alexander Kreuter
Young woman with acne problem near mirror in bathroom
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste im Überblick

  • Akne ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der Mitesser, Papeln, Pusteln und bei schweren Verläufen entzündliche Knoten entstehen können.
  • Die Behandlung richtet sich nach Akneform und Schweregrad. Zum Einsatz kommen unter anderem Retinoide, Benzoylperoxid, Azelainsäure, Antibiotika oder Isotretinoin.
  • Auch neuere beziehungsweise neu bewertete Wirkstoffe erweitern die Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehören Trifaroten, Spironolacton und Clascoteron.
  • Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, Aknenarben vorzubeugen. Besonders bei schwerer Akne ist eine dermatologische Behandlung wichtig.

Was ist Akne und wie entsteht sie?

Akne ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung der Talgdrüsenfollikel. Bei ihrer Entstehung spielen unter anderem männliche Geschlechtshormone, sogenannte Androgene, eine Rolle. Diese werden in geringeren Mengen auch von Frauen gebildet. Deshalb kann Akne beide Geschlechter betreffen.

Dass die Talgdrüsen Talg (Sebum) produzieren und dieser auf die Hautoberfläche abfließt, ist ein normaler Vorgang. Hormonelle Veränderungen, etwa während der Pubertät oder der Wechseljahre, sowie bestimmte Medikamente können die Talgproduktion beeinflussen.

Kommen eine Verhornungsstörung und Veränderungen bei der Besiedlung der Talgdrüsenfollikel hinzu, kann der Talg nicht mehr wie gewohnt abfließen. Die Poren verstopfen und es bilden sich Mitesser. Das Bakterium Cutibacterium acnes, das natürlicherweise auf der Haut vorkommt, ist an Entzündungsprozessen beteiligt. So können entzündliche Pickel, Pusteln und Knoten entstehen.

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Symptome: Akne erkennen

Typisch für die Erkrankung sind sogenannte Komedonen, also offene und geschlossene Mitesser, sowie Papeln und Pusteln. Papeln sind kleine, entzündliche Hautknötchen. Pusteln sind mit Eiter gefüllte Hautveränderungen. Bei schweren Formen können auch tiefer liegende entzündliche Knoten entstehen. Im weiteren Verlauf können Narben zurückbleiben.

Akne tritt vor allem an Hautstellen mit vielen Talgdrüsen auf:

  • Gesicht
  • Rücken
  • Dekolleté

Die Diagnose wird in der Regel anhand des Hautbildes gestellt. Fachärztinnen und Fachärzte für Dermatologie beurteilen dabei, welche Hautveränderungen vorliegen und wie ausgeprägt die Erkrankung ist.

Welche Akneformen gibt es?

Acne vulgaris ist der Überbegriff für verschiedene Formen der gewöhnlichen Akne. Die Erkrankung tritt besonders häufig in der Pubertät auf. „Während Jungen und Männer in der Pubertät häufiger von schweren Verläufen betroffen sind, leiden Frauen vergleichsweise häufig auch im Erwachsenenalter unter Akne“, sagt Prof. Dr. med. Alexander Kreuter, Chefarzt der Dermatologie, Venerologie und Allergologie in den Helios Kliniken Oberhausen und Duisburg.

Tritt die Erkrankung nach dem 25. Lebensjahr neu auf oder bleibt sie über dieses Alter hinaus bestehen, wird sie als Acne tarda (Spätakne) bezeichnet.

Zur Acne vulgaris gehören verschiedene Verlaufsformen:

  • Acne comedonica: Eine meist leichtere Form der Akne, vor allem mit offenen oder geschlossenen Mitessern (Komedonen). Sie treten insbesondere auf Stirn, Nase, Wangen und Kinn auf.
  • Acne papulopustulosa: Neben Mitessern treten entzündliche Papeln und Pusteln auf. Diese Form kann leicht, mittelschwer oder schwer verlaufen.
  • Acne conglobata: Bei dieser schwereren Akneform bilden sich zahlreiche entzündliche Knoten, Papeln und Pusteln. Zwischen den Entzündungsherden können Verbindungsgänge, sogenannte Fisteln, entstehen. Häufig sind neben dem Gesicht auch Hals, Rücken und Dekolleté betroffen.
  • Acne fulminans: Diese sehr seltene, besonders schwere Form geht mit ausgeprägten Hautentzündungen und teilweise mit Allgemeinsymptomen wie Fieber, Gelenkbeschwerden oder Krankheitsgefühl einher. Sie muss umgehend fachärztlich behandelt werden.

Von der gewöhnlichen Akne abzugrenzen ist Akne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt. Dabei handelt es sich um eine eigenständige chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit wiederkehrenden Entzündungen und Abzessen, insbesondere in den Achselhöhlen, Leisten und im Genitalbereich.

Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen

Chefarzt Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leiter Hauttumorzentrum

Während Jungen und Männer in der Pubertät häufiger von schweren Verläufen betroffen sind, leiden Frauen vergleichsweise häufig auch im Erwachsenenalter unter Akne.

Akne behandeln: Was hilft wirklich?

Welche Behandlung bei Akne sinnvoll ist, hängt von der Verlaufsform und dem Schweregrad ab. Auch die betroffene Körperregion, das Risiko für Narben und die persönliche Belastung spielen eine Rolle.

Schwere Formen der Acne vulgaris sollten dermatologisch behandelt werden. Ziel ist es, Entzündungen zu verringern, das Hautbild zu verbessern und einer Narbenbildung vorzubeugen. Bei vielen Betroffenen trägt eine erfolgreiche Behandlung auch dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern.

Wie wird leichte Akne behandelt?

Bei leichter Akne können Cremes oder Gele mit Wirkstoffen wie Retinoiden, Azelainsäure oder Benzoylperoxid eingesetzt werden.

  • Topische Retinoide: Diese Vitamin-A-verwandten Wirkstoffe wirken Verhornungsstörungen entgegen und helfen, die Entstehung von Mitessern zu verhindern. Zu ihnen gehören unter anderem Adapalen, Tretinoin und das neuere Trifaroten. Trifaroten kann auch bei Akne am Rücken oder an der Brust eingesetzt werden.
  • Azelainsäure: Der Wirkstoff wirkt unter anderem entzündungshemmend und kann die Entstehung von Mitessern reduzieren.
  • Benzoylperoxid (BPO): Der Wirkstoff wird gegen an der Akne beteiligte Bakterien eingesetzt und reduziert entzündliche Hautveränderungen.
  • Clascoteron: Der neue Wirkstoff hemmt die Wirkung männlicher Geschlechtshormone lokal in der Haut und wird als Creme angewendet. Er ist für Erwachsene mit Acne vulgaris zugelassen. Bei Jugendlichen ab zwölf Jahren ist die Anwendung auf Akne im Gesicht beschränkt.

„Clascoteron erweitert die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten. Da der Wirkstoff aber erst seit Juni 2026 in Deutschland verfügbar ist, spricht die aktuelle Leitlinie noch keine konkrete Empfehlung für seinen Stellenwert im Therapieablauf aus“, sagt Professor Kreuter.

Wichtig: Manche Wirkstoffe können die Haut vorübergehend reizen oder austrocknen, Benzoylperoxid kann zudem Textilien entfärben.

Welche Behandlung hilft bei entzündlicher Akne?

Bei papulopustulöser Akne werden häufig verschiedene äußerlich anzuwendende Wirkstoffe kombiniert, beispielsweise Retinoide und Benzoylperoxid.

Bei mittelschwerer bis schwerer entzündlicher Akne können zusätzlich Antibiotika in Tablettenform infrage kommen. Als Mittel der ersten Wahl empfiehlt die aktuelle Leitlinie den Wirkstoff Doxycyclin.

Um die Entstehung von Antibiotikaresistenzen zu begrenzen, soll die Behandlung möglichst kurz erfolgen, typischerweise höchstens drei Monate. Diese sogenannten systemischen Antibiotika werden meist mit einer geeigneten äußerlichen Therapie kombiniert.

Auch Antibiotika in Creme- oder Gelform können bei der Behandlung von entzündlicher Akne zum Einsatz kommen. Sie sollten nicht allein, sondern in geeigneter Kombination eingesetzt werden.

Bei ausgewählten Formen der entzündlichen Akne können auch Licht-, IPL- oder bestimmte Laserbehandlungen sinnvoll sein. Sie kommen infrage, wenn äußerliche Therapien nicht ausreichend helfen oder eine systemische Behandlung nicht gewünscht wird oder nicht möglich ist. Welches Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem vom Schweregrad und Hautbefund ab.

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Welche hormonell wirksamen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bei Frauen können bestimmte hormonelle Verhütungsmittel mit antiandrogener Wirkung das Hautbild verbessern. Sie hemmen die Wirkung männlicher Geschlechtshormone.

Eine weitere Möglichkeit ist der Wirkstoff Spironolacton. Er hemmt ebenfalls die Wirkung männlicher Geschlechtshormone und kann insbesondere bei hormonell beeinflusster oder anhaltender Akne bei Frauen eingesetzt werden.

„Spironolacton wird in Deutschland unter anderem als harntreibendes und blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt und ist nicht offiziell zur Behandlung von Akne zugelassen. Die Anwendung im sogenannten Off-Label-Use, sprich außerhalb des zugelassenen Anwendungsgebietes, ist aber in der neuen Leitlinie verankert“, sagt der Hautexperte.

Für Spironolacton besteht anders als für Isotretinoin kein verpflichtendes Schwangerschaftsverhütungsprogramm. Während einer Schwangerschaft darf der Wirkstoff dennoch nicht eingesetzt werden, weil er die hormonelle Geschlechtsentwicklung eines männlichen Fötus stören kann.

Wann kommt Isotretinoin zum Einsatz?

Bei schwerer Akne, insbesondere bei ausgeprägten entzündlichen Knoten oder einem erhöhten Narbenrisiko, kann der Wirkstoff Isotretinoin verordnet werden. Er kann zudem bei weniger schweren Verlaufsformen infrage kommen, die nicht ausreichend auf andere Therapien ansprechen und bei denen das Risiko für eine bleibende Narbenbildung hoch ist. Die Behandlung mit Isotretinoin erfordert jedoch eine sorgfältige ärztliche Begleitung.

„Isotretinoin gehört zu den wirksamsten Behandlungsmöglichkeiten bei schwerer Akne. Es kann aber schwere Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen und darf deswegen während einer Schwangerschaft nicht angewendet werden. Patientinnen, die schwanger werden können, müssen sicher verhüten“, sagt Chefarzt Kreuter.

Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen

Chefarzt Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leiter Hauttumorzentrum

Isotretinoin gehört zu den wirksamsten Behandlungsmöglichkeiten bei schwerer Akne. Es kann aber schwere Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen und darf deswegen während einer Schwangerschaft nicht angewendet werden. Patientinnen, die schwanger werden können, müssen sicher verhüten.

Wie lassen sich Rückfälle nach der Behandlung vermeiden?

Nach einer Behandlung mit Isotretinoin tritt bei vielen Patientinnen und Patienten eine anhaltende Besserung auf. Dennoch kann sich das Hautbild im Zeitverlauf bei allen Therapieoptionen auch wieder verschlechtern, sodass eine weitere Behandlung nötig wird. Die sogenannte Erhaltungstherapie soll verhindern, dass Akne erneut aufflammt. Zum Einsatz kommen dafür beispielsweise Retinoide, Azelainsäure oder Benzoylperoxid.

Akne: Wann sollte ich zum Arzt?

Wenn Akne länger anhält, sich verschlimmert, tiefe, schmerzhafte Entzündungen auftreten oder die Hautveränderungen als belastend empfunden werden, ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll.

Besonders wichtig ist der Arztbesuch, wenn in der Familie bereits schwere Akneverläufe bekannt sind oder sich erste Narben bilden.

Was tun gegen Narben?

Genau wie Pickel können Narben das Selbstwertgefühl der Betroffenen beeinträchtigen. Sie entstehen vor allem durch stärkere oder länger anhaltende Entzündungen der Haut. Werden Pickel unsachgemäß ausgedrückt, kann sich das Risiko zusätzlich erhöhen.

Je nach Art und Tiefe der Narben kommen unterschiedliche Behandlungen infrage:

  • Chemisches Peeling: Mit bestimmten Säuren werden oberflächliche Hautschichten behandelt. Das Verfahren kann bei ausgewählten oberflächlichen Hautveränderungen helfen, die Hautstruktur zu verbessern.
  • Laserbehandlung: Bestimmte Laser können eingesetzt werden, um die Hauterneuerung anzuregen und eingesunkene Narben weniger sichtbar zu machen.
  • Mikroneedling: Bei diesem Verfahren wird die Haut mit feinen Nadeln behandelt. Dadurch sollen Reparaturprozesse und die Kollagenbildung angeregt werden.
  • Dermabrasion: Hierbei werden Hautschichten kontrolliert mechanisch abgetragen, um Unebenheiten zu reduzieren. Die klassische Dermabrasion ist von der oberflächlicheren Mikrodermabrasion zu unterscheiden.

Nicht jede Methode eignet sich für alle Hauttypen oder alle Narben. Und nicht immer ist eine vollständige Entfernung der Narben möglich.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Akne?

Studien weisen auf mögliche Zusammenhänge zwischen Akne und Lebensmitteln hin, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen („hochglykämisch“). Dazu zählen beispielsweise zuckerhaltige Getränke oder stark verarbeitete kohlenhydratreiche Produkte. Aber auch Milchprodukte oder Molkenprotein können womöglich die Haut beeinflussen. „Molkenprotein, das häufig in Proteinshakes enthalten ist, steht im Verdacht, Akne bei manchen Menschen zu verstärken“, sagt Professor Kreuter.

Eine spezielle Akne-Diät wird nicht pauschal empfohlen. Es kann aber sinnvoll sein, stark verarbeitete, hochglykämische Lebensmittel sowie Molkenprodukte zu reduzieren und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

Leben mit Akne – Tipps für den Alltag

Das Leben mit einer Hautkrankheit ist oft sehr belastend. Sätze wie „Die Haut ist der Spiegel der Seele“ wirken bis heute stigmatisierend und geben Jugendlichen oder Erwachsenen mit Akne das Gefühl, selbst für ihr Hautbild verantwortlich zu sein.

Auch die vielfach noch vorhandene Ansicht, mangelnde Hygiene würde zu Akne führen, ist falsch. Im Gegenteil: Häufig reinigen Betroffene ihre Haut besonders gründlich und schaden damit auch ungewollt der natürlichen Hautbarriere.

Für die tägliche Hautpflege sind einige Punkte wichtig:

  • Sanfte Reinigung: Haut mit milden Produkten reinigen und auf aggressives Schrubben verzichten.
  • Geeignete Pflege: Bei Bedarf feuchtigkeitsspendende, nicht komedogene Produkte verwenden, die die Poren nicht zusätzlich verstopfen.
  • Abschminken: Make-up am Abend schonend, aber gründlich entfernen.
  • Pickel nicht ausdrücken: Entzündungen können sonst verstärkt und die Narbenbildung begünstigt werden.
  • Keine aggressiven Hausmittel: Zahnpaste, alkoholische Desinfektionsmittel oder reizende Pflanzenmasken sind zur Behandlung von Akne ungeeignet.

Bis eine medikamentöse Behandlung hilft, können mehrere Wochen vergehen. Wer Hautveränderungen in dieser Zeit abdecken möchte, kann ein dafür geeignetes, nicht komedogenes Make-up verwenden.

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FAQ

Eine erste Verbesserung zeigt sich bei vielen Aknebehandlungen nach etwa sechs bis acht Wochen. Bis sich das Hautbild deutlich verbessert, können auch mehrere Monate vergehen. Der genaue Zeitraum hängt unter anderem vom Wirkstoff und dem Schweregrad der Akne ab. 

 

Manche Präparate können zu Beginn Hautreizungen verursachen. Setzen Sie die Behandlungen deshalb nicht eigenständig ab, sondern besprechen Sie anhaltende Beschwerden oder ausbleibende Verbesserungen mit Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt. 

Ja. Nach einer Entzündung können rötliche oder bräunliche Hautverfärbungen zurückbleiben. Während Narben mit Veränderungen der Hautstruktur verbunden sind, handelt es sich bei solchen Flecken häufig um vorübergehende Farbveränderungen. Besonders bräunliche Verfärbungen können sich durch UV-Strahlung verstärken.

 

Bis die Flecken verblassen, können mehrere Monate vergehen. 

Ja, Sonnenschutz ist während einer Aknetherapie wichtig. Insbesondere bei der Anwendung von Retinoiden kann die Haut empfindlicher reagieren. Zudem kann UV-Strahlung dunkle Flecken verstärken, die nach abgeheilten Entzündungen zurückbleiben. 

 

Für die unbedeckte Haut empfiehlt die Leitlinie einen ölfreien Sonnenschutz mit LSF 50+.  

 

UV-Strahlung ist auch an bewölkten Tagen sowie im Herbst und Winter vorhanden. Ob und wie intensiv Sonnenschutz erforderlich ist, hängt vom UV-Index, der Aufenthaltsdauer im Freien und der individuellen Hautempfindlichkeit ab. 

 

Bei Medikamenten mit besonderen Lichtschutzvorgaben sind die ärztlichen Hinweise zu beachten.

Eine Gesichtspflege mit Lichtschutzfaktor kann ausreichend sein, wenn sie einen geeigneten UVA- und UVB-Schutz bietet und in ausreichender Menge aufgetragen wird. 

Da Tagescremes häufig nur dünn aufgetragen werden, wird der angegebene Lichtschutzfaktor im Alltag nicht immer erreicht. Bei längeren Aufenthalten im Freien ist ein separates Sonnenschutzprodukt deshalb oft praktischer, insbesondere wenn es wasserfest ist und regelmäßig nachgetragen wird. Sonnenschutz sollte im Freien etwa alle zwei Stunden sowie nach starkem Schwitzen oder Wasserkontakt erneuert werden.

 

Für zur Akne neigende Haut eignen sich möglichst leichte, nicht komedogene Produkte.