Besuchsverbot!

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen und im Interesse der Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht in unserer Klinik ein Besuchsverbot!

 

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Stressbedingter Schmerz

Stress an sich ist nicht unbedingt negativ belegt, denn er ist schlichtweg nur eine, oft auch notwendige Form der Anspannung. Stress darf man durchaus haben, durch ihn werden wir leistungsfähiger. Was ihn zur Krankheit werden lässt, ist die fehlende Regeneration. Wir haben verlernt, uns zu regenerieren, obwohl uns unsere Lebenswelt und Lebensbedingungen zunehmend unter Druck setzen. Für viele führt dies zu einer chronischen Stressreaktion. Darunter versteht man ständige, kleine Konflikte – oft im Arbeitsumfeld – die ungeklärt bleiben. Eine weitere Gruppe ist sogenannter Biografie-bedingter, „alter“ Stress, der Energie entzieht.

Stressbedingte chronische Schmerzen sind oft körperlicher Ausdruck länger andauernder und sich einschleichenden Belastungssituationen. Der Schmerz kommt dann nicht in Form eines akuten Alarmsignals, sondern verstärkt sich stufenweise über längere Zeiträume. Wir reagieren zwar auf die eigentliche psychosoziale Belastung, bringen sie aber nicht mehr in einen direkten Zusammenhang zum Schmerz. Menschen mit hohem Leistungsanspruch, oder mit einer perfektionistischen Grundhaltung sind dann besonders gefährdet. Ein Schmerzmedikament bringt oftmals nur kurzfristige Linderung. An der eigentlichen Ursache ändert das nichts.

Stressbedingte Schmerzen können jede erdenkliche Form annehmen. Häufig klagen die Patienten über Spannungskopfschmerzen – vor allem Migräne –, Rückenschmerzen oder dem Fibromyalgie-Syndrom (Schmerzen am ganzen Körper in Verbindung mit Muskelverspannungen, Schlafstörungen und anderen körperlichen Symptomen).

In den meisten Fällen erfolgt Therapie erst nach einer langen Krankengeschichte durch Überweisung durch einen Facharzt oder den Hausarzt. Die Behandlungen erfolgen in der Regel ambulant, manchmal ist aber auch eine stationäre oder teilstationäre psychosomatische Behandlung erfolgversprechender, vor allem dann, wenn man den Betroffenen zunächst einmal aus einer aktuellen Belastungssituation „herausnehmen“ muss.

Unsere Patienten werden mit verschiedenen Methoden der Stressbewältigung vertraut gemacht. Neben psychologischen Methoden, die auf Geduld und Achtsamkeit abzielen, sind viele Arten von Entspannungsübungen zu empfehlen, angefangen von Yoga über Tai Chi oder Qi Gong. Aber ohne ein körperliches Training geht nichts voran. Wir empfehlen Tanzen, Schwimmen, Nordic Walking oder sogar Krafttraining. Auf den Punkt gebracht: Fitness hilft, besser mit Stress umzugehen.