Darmkrebsmonat März: Vorsorge zahlt sich aus

Darmkrebsmonat März: Vorsorge zahlt sich aus

Gifhorn

Mit der Diagnose Krebs gerät die Welt oftmals aus den Fugen. Zudem zählt Krebs zu einer der häufigsten Todesursachen in der Bevölkerung. Ein Grund mehr die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Der Darmkrebsmonat März soll zur Aufklärung und Beseitigung von Halbwissen beitragen.

Mit rund 60.000 Neuerkrankungen allein in Deutschland gehört Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und Männern. Doch er kommt nicht von heute auf morgen. Oftmals sind die ersten Anzeichen unauffällig und werden leicht als Befindlichkeitsstörung abgetan. Da es keine zuverlässigen Frühsymptome gibt, ist die Früherkennung umso wichtiger. „Im Kampf gegen Darmkrebs haben wir eine echte Chance“, sagt PD Dr. med. Sven Müller, Chefarzt und Leiter des Darmkrebszentrums am Helios Klinikum Gifhorn. „Die wichtigste Waffe ist die Früherkennung, denn je eher ein Darmkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Aber selbst bei weit fortgeschrittener Tumorerkrankung mit Metastasen (Tochtergeschwülsten) können Patienten noch geheilt werden.“ 

 

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Darmkrebszentrum

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Doch wie entsteht eigentlichen Darmkrebs? 

90% der Darmkrebserkrankungen entwickeln sich aus zunächst gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut, sogenannten Darmpolypen. „Hierbei teilen sich Zellen und wachsen in den Innenraum des Darms“, erklärt der Chefarzt. Dieser Prozess entwickelt sich langsam; es dauert etwa fünf bis zehn Jahre bis aus diesen gutartigen Wucherungen – durch fortgesetzte Genveränderungen – ein bösartiger Tumor entsteht. Erst dann spricht der Experte von Darmkrebs. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. 

Während einer Darmspiegelung können Polypen frühzeitig erkannt und entfernt werden

PD Dr. med. Sven Müller, Chefarzt und Leiter des Darmkrebszentrums

Er empfiehlt Männern und Frauen regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen haben gesetzlich Versicherte ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf einen Stuhltest und ab dem 55. Lebensjahr auf eine Darmspiegelung. Besteht ein familiäres Risiko ist besondere Vorsicht geboten und eine jährliche Darmspiegelung empfohlen.
 

Fakten zum Darm

  • Der Darm ist, mit einer Oberfläche von 300-500m² und einer Länge von acht Meter, das größte und gleichzeitig sensibelste Organ des Menschen. Während er tapfer gegen Eindringlinge kämpft, kann er auf falsche Ernährung oder psychische Belastungen äußerst sensibel reagieren.
  • Als körpereigene Abwehrzentrale ist der Darm das Zentrum unseres Immunsystems. Er beherbergt 70% der Abwehrzellen, mit denen er Gifte und Krankheitserreger, die über die Nahrung aufgenommen werden, unschädlich machen muss.
  • Er nimmt wahr, korrigiert und lernt - als zweites Gehirn agiert der Darm eigenständig. Mit seinen zahlreichen Nervenzellen wird er auch Darm- oder Bauchhirn genannt.
  • Der Darm verarbeitet im Laufe eines durchschnittlichen Lebens 30 Tonnen Nahrung und über 50000 Liter Flüssigkeit.
  • Im Darm leben, mit einem Gewicht von 1,5 -2 kg, ca. 8100 Billionen Bakterien. Das sind zehnmal mehr Bakterien als der Körper an eigenen Körperzellen besitzt.

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Lisa Iffland

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