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Kardiologie

Kardiologie (Medizinische Klinik I)

Wir untersuchen und behandeln Patientinnen und Patienten mit Herz-, Kreislauf-, Gefäß- und neurologischen Erkrankungen sowie mit internistisch-intensivmedizinischen Organstörungen. 

Leitung des Fachbereiches
Unser Team ist stets persönlich um Ihr Wohlergehen bemüht.
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Sekretariat Kardiologie
Frau Seibel
Telefon: (05371) 87-1132
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Klinische Schwerpunkte
Unser Ärzteteam widmet sich der Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen.

Wenn das Herz nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper pumpen kann, sprechen wir von einer Herzschwäche. In der Kardiologie des Helios Klinikums Gifhorn kümmert sich unser Team unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Niehaus, der die Zusatzqualifikation „Herzinsuffizienz" erworben hat, um die strukturierte Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung. Mittels Echokardiographie (inklusive 3D-Echo), Belastungsuntersuchungen und Langzeit-EKG klären wir die Ursache Ihrer Beschwerden ab – etwa koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck oder eine Rhythmusstörung – und stimmen die medikamentöse Therapie individuell auf Sie ab. Bei fortgeschrittener Herzschwäche prüfen wir zudem, ob eine Device-Therapie, etwa ein spezieller Schrittmacher, sinnvoll ist. Nach der Behandlung begleiten wir Sie in unserer kardiologischen Ambulanz weiter, damit Ihr Herz langfristig stabil bleibt.

Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Die Kardiologie des Helios Klinikums Gifhorn ist deshalb als Chest Pain Unit von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert und hält an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr eines von zwei vollausgestatteten Herzkatheterlaboren für die sofortige Versorgung bereit. Kommen Sie mit akuten Brustschmerzen, Engegefühl oder Luftnot zu uns – über unser Zentrum für Interdisziplinäre Notfallmedizin oder direkt mit dem Rettungsdienst –, übernimmt unser Team die Diagnostik per EKG und Herzkatheter und eröffnet die Behandlung. Im Anschluss betreuen wir Sie auf unserer kardiologischen Station 2.3 oder, bei Bedarf, auf unserer kardiologischen Intensivstation weiter.

Schlägt Ihr Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig, sind Sie in der Rhythmologie in guten Händen. Prof. Dr. med. Michael Niehaus verfügt über die Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie" sowie langjährige Erfahrung in der invasiven Elektrophysiologie. Nach genauer Diagnostik mit Ruhe- und Langzeit-EKG sowie Ereignisrecorder bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum moderner Behandlungsmethoden: 

 

  • Elektrophysiologische Untersuchung
  • Ablation/ Pulmonalvenen-Isolation (PV)
  • 3D-Mapping
  • Implantation eines Herzschrittmachers
  • Implantation eines Defibrillators/ CRT-Defibrillators

 

Auch nach dem Eingriff sind Sie bei uns gut aufgehoben: In unserer Device-Sprechstunde kontrollieren wir Schrittmacher und Defibrillatoren regelmäßig und passen die Einstellungen bei Bedarf an.

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck bleibt oft lange unbemerkt, schädigt aber Herz und Gefäße. In unserer Kardiologie klären wir zunächst per Langzeitblutdruckmessung und ergänzender Diagnostik die Ursache ab.

 

Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir dann ein Therapiekonzept aus individuell abgestimmter Medikation und konkreten Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion. Bei schwer einstellbarem Bluthochdruck ziehen wir bei Bedarf weitere Fachbereiche unseres Hauses hinzu, etwa die Radiologie für eine erweiterte Gefäßdiagnostik, um auch komplexe Fälle zuverlässig in den Griff zu bekommen.

Für kritisch kranke Herzpatientinnen und -patienten steht unser Team rund um die Uhr bereit. Auf unserer kardiologischen Intensivstation behandeln wir schwere Herzinfarkte, akutes Herz-Kreislauf-Versagen und Komplikationen nach Rhythmusstörungen mit kontinuierlichem Monitoring und den Möglichkeiten unserer beiden Herzkatheterlabore.

 

Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Magdeburg arbeiten wir dabei eng mit den übrigen Fachbereichen unseres Hauses zusammen, etwa mit unserer Neurologie bei Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall. So stellen wir sicher, dass Sie in jeder Akutsituation von der Aufnahme bis zur Stabilisierung durchgehend kardiologisch betreut werden.

Kardiologische Diagnostik und Therapie
Unseren Ärzten stehen modernste Ausstattung und Technik zur Verfügung.

Leiden Sie unter Herzrhythmusstörungen, können wir mit verschiedenen Messungen Ihre elektrische Herzaktivität aufzeichnen. Dazu dient in erster Linie das EKG und das Langzeit-EKG sowie, bei sehr seltenen Herzrhythmusstörungen, der sogenannte Ereignisrecorder. Auf diese Weise können wir Rückschlüsse auf Art und Schwere der Störung ziehen und den exakten Entstehungsort der Rhythmusstörungen – im Herzvorhof oder in der Herzkammer gelegen – identifizieren und therapieren.

 

Ein Langzeit-EKG wird über 24 Stunden durchgeführt. Ein implantierter Ereignisrecorder kann den Herzrhythmus sogar über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren aufzeichnen. Auf diese Weise können wir auch nur sporadisch auftretende Unregelmäßigkeiten in Ihrem Herzrhythmus aufdecken. Ein Langzeit-EKG wenden wir beispielsweise auch an, wenn Sie sich bereits in einer medikamentösen Therapie befinden: Dank der detaillierten Aufzeichnung Ihrer Herzfrequenz können wir die Medikamentengabe nach der Auswertung der Daten gezielt anpassen.

Bei der modernen echokardiographischen Diagnostik gewinnen wir Ultraschall-Bilder Ihres Herzens. Man spricht daher auch von einem Herzultraschall oder einem Herzecho. Dank dieses Verfahrens können wir beispielsweise Defekte der Herzklappen sowie Entzündungen oder Flüssigkeitsansammlungen im Herzen und Herzbeutel diagnostizieren. Darüber hinaus gewinnen wir Erkenntnisse über die Pumpleistung Ihres Herzens mit Bestimmung der linksventrikulären Pumpfunktion.

Das Blutdruckmessen mit einer Manschette ist eine Standarduntersuchung, mit der Patienten in der Regel vertraut sind. Jedoch ist eine Blutdruckmessung immer nur eine Momentaufnahme und gibt keinen Aufschluss über Veränderung und Unregelmäßigkeiten Ihres Blutdrucks. Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit, Ihren Blutdruck mit einem mobilen Blutdruckmessgerät über eine Zeitspanne von bis zu 24 Stunden aufzuzeichnen. Das Messgerät pumpt die Manschette dabei in regelmäßigen Abständen auf und wieder ab. Während der Untersuchung müssen Sie sich nicht im Klinikum aufhalten. Die Messungen geben Aufschluss darüber, wie sich Ihre Blutdruckwerte im Lauf des Tages und der Nacht verändern. Unsere Ärzte können anhand dieser Werte beispielsweise eine medikamentöse Bluthochdrucktherapie festlegen oder auch überprüfen.

Unsere Ärzte führen verschiedenartige Belastungsuntersuchungen durch. Man unterscheidet physikalische Belastungsuntersuchungen, bei denen eine körperliche Aktivität des Patienten erfolgt, und medikamentöse Belastungsuntersuchungen, bei denen wir gezielt ein Medikament verabreichen, um eine mögliche Minderversorgung des Herzens mit Blut aufzudecken. Darüber werden Sie in einem Aufklärungsgespräch umfassend informiert.

Wenn eine medikamentöse Therapie oder eine Katheter-Ablation für die Behandlung Ihrer Herzrhythmusstörungen nicht hinreichend oder nicht geeignet sind, kann die Implantation eines Herzschrittmachers, eines Defibrillators oder eines Defibrillator-CRT-Systems angeraten werden. Wir beraten Sie im Vorfeld ausführlich, führen die entsprechenden Operationen durch und übernehmen auch die komplette Nachsorge.

In unserem Klinikum verfügen wir über zwei voll ausgestattete Herzkatheterlabore. Hier werden Sie von Interventionellen Kardiologen und in der kardiologischen Intensivmedizin geschulten Mitarbeitern betreut. Es besteht eine 24-Stunden-Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr zur notfallmäßigen Behandlung von Herzinfarkt-Patienten.

 

Die Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) dient der optimalen Darstellung der Herzkranzgefäße. Die Herzkatheteruntersuchung wird meistens dann durchgeführt, wenn eine bedeutsame Einengung (Stenose) der Kranzgefäße besteht oder vermutet wird. Solche Einengungen können sich oftmals durch ein Engegefühl in der Brust (Angina pectoris) oder Luftnot bemerkbar machen.

Einblicke in unsere Klinik
Unsere kardiologische Station
Unsere kardiologische Station verfügt über eine moderne medizinische Ausstattung, so dass Sie als Patient:in sicher versorgt sind.
Station 2.3
Ebene 2
Telefon:

(05371) 87-1223

Veranstaltungen

Unsere nächsten Veranstaltungen

NOV 05 2026
Vortrag: Herz aus dem Takt - Vorhofflimmern erkennen und handeln
18:00
Helios Klinikum Gifhorn
Neuigkeiten
Helios Klinikum Gifhorn | 24.10.2025
Herzwochen 2025: Helios Klinikum Gifhorn lädt zu Vortrag ein

Jedes Jahr im November ruft die Deutsche Herzstiftung die bundesweiten Herzwochen aus, um über Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufzuklären, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und Betroffenen sowie Angehörigen Wege der Vorsorge und Behandlung aufzuzeigen. Das diesjährige Motto lautet: „Gesunde Gefäße – gesundes Herz. Den Herzinfarkt vermeiden.“ Im Fokus stehen Herzrhythmusstörungen und die koronare Herzkrankheit. Das Helios Klinikum Gifhorn beteiligt sich mit einem kostenfreien Vortrag am Mittwoch, 5. November 2025, ab 18:00 Uhr, in den Konferenzräumen 1 und 2.

Helios Klinikum Gifhorn | 19.03.2025
Zertifiziert: Chest Pain Unit bietet optimale Notfallversorgung für Brustschmerzpatienten

Die kardiologische Abteilung am Helios Klinikum Gifhorn wurde mit dem begehrten "Chest Pain Unit" (CPU)-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DKG) ausgezeichnet. In der CPU werden rund um die Uhr rasch und zielgerichtet akute oder neu aufgetretene unklare Brustschmerzen untersucht.

Helios Klinikum Gifhorn | 21.10.2024
Vortrag zur Herzschwäche – erkennen und behandeln

Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Herzschwäche. Weshalb eine frühe Diagnose wichtig ist und wie eine Herzschwäche behandelt werden kann, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Michael Niehaus in seinem Vortrag zum Anlass der alljährlichen Herzwochen am 05. November 2024 im Helios Klinikum Gifhorn.

Helios Klinikum Gifhorn | 08.10.2024
Vorhofohrverschluss – eine Alternative zur Blutverdünnung

Vorhofflimmern ist mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten eines schweren Schlaganfalls verbunden. Ursächlich hierfür ist die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) im linken Vorhofohr. Üblicherweise wird deshalb eine Blutverdünnung (Antikoagulation) durchgeführt, die jedoch mit einem erhöhten Risiko für schwere Blutungskomplikationen einhergeht. Eine mögliche Alternative hierzu ist das Einsetzen eines Vorhofohrverschlusses. Dieses Verfahren wird seit dem Frühjahr erfolgreich im Helios Klinikum Gifhorn gemeinsam mit Dr. Christian Wilken-Tergau durchgeführt.

Helios Klinikum Gifhorn
Campus 6
38518 Gifhorn
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Tel: 05371 87-0
Fax: 05371 87-1126