Mit großem Applaus und emotionalen Worten verabschiedeten Mitarbeitende aus sämtlichen Bereichen des Helios Klinikums Gifhorn ebenso wie zahlreiche ehemalige Kolleginnen und Kollegen Frau Dr. med. Claudia Zink-Wohlfart in den Ruhestand. Seit dem 1. September 2015 leitete sie die Pneumologie als Chefärztin, zuvor war sie leitende Oberärztin in der Kardiologie und insgesamt 28 Jahre am Klinikum tätig. Unter ihrer Führung entwickelte sich die Pneumologie aus der Kardiologie zu einem eigenständigen Fachbereich mit klarer Profilierung und hoher Fachkompetenz.
Ein Weg mit strategischer Weitsicht
Nach ihrer medizinischen Ausbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zur Internistin, Pneumologin und Intensivmedizinerin wurde genau passend vor 28 Jahren eine Oberarztstelle für Intensivmedizin und Pneumologie im damals noch Kreiskrankenhaus Gifhorn ausgeschrieben. Für sie die entscheidende Chance, ihren medizinischen Fokus oberärztlich zu intensivieren. Als sie als Frau die Oberarztposition übernahm, galt dies noch als ungewöhnlich.
In ihrer Abschiedsrede plädierte Frau Dr. med. Zink-Wohlfart für einen weiterhin starken Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden und betonte, dass das Personal das wichtigste Gut eines Klinikums sei und daher immer im Vordergrund stehen müsse. Sie hob den Teamgeist im Helios Klinikum Gifhorn ebenso wie die enge Vernetzung mit anderen Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Helios Kliniken hervor.
Wertschätzung durch die Klinikleitung
Klinikgeschäftsführer Matthias Hahn sprach bei der Abschiedsfeier von einem „Abschied, der definitiv schmerzt“ und würdigte Frau Dr. med. Zink-Wohlfarts strategische Weitsicht und ihren wirtschaftlichen Sachverstand. Sie sei eine verlässliche Partnerin für Kolleginnen, Kollegen und Klinikleitung sowie eine Lebensretterin für Patientinnen und Patienten; er zollte ihr „allergrößten Respekt“ für ihre Lebensleistung. Herr Hahn hob zudem hervor, dass Frau Dr.med. Zink-Wohlfart mit großer Bescheidenheit agierte, ihre Chefarzttätigkeit sorgfältig an Herrn Dr. med. Harms übergab und nicht zuletzt dafür sorgte, dass aktuell sämtliche Oberarztstellen in der Abteilung besetzt sind.
Vorbildliche Führung auch in herausfordernden Zeiten
Der Ärztliche Direktor Dr. med. Marc Holzgraefe bezeichnete die Verabschiedung in den Ruhestand als „traurigen oder fröhlichen Anlass – je nachdem, wie man es sehen will“. Der maßgebliche Aufbau der Abteilung Pneumologie sei ihr Verdienst; sie habe die Abteilung jederzeit vorbildlich geführt. Die Pandemie war sicher die größte Herausforderung für die Abteilung, aber Dank der Leistung der Abteilung Pneumologie gemeinsam mit der Leistung der gesamten Klinik konnte „er auch ruhiger schlafen“. Dabei habe sie eine „Prise norddeutschen Humors“ entwickelt, obwohl sie gebürtig aus Franken stammt. Pflegedirektor Jens Bosenick würdigte ihren konsequenten Einsatz für die Aus- und Weiterbildung des Pflege- und ärztlichen Personals.
Oberarzt Dr. med. Mark Stelzner betonte, wie sehr sie fachlich wie menschlich geprägt habe. Ihr großes medizinisches Wissen sei immer mit ausgeprägter Menschlichkeit und echter Fürsorge für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende verbunden gewesen.
Übergabe an Dr. Claus-Peter Harms
Zum 27. Juli übernimmt Dr. med. Claus-Peter Harms, bisher leitender Oberarzt in der Abteilung und seit 2020 in dieser Funktion tätig, die Position des Chefarztes der Pneumologie am Helios Klinikum Gifhorn. In seiner Ansprache zollte er ihr größten Respekt für den Aufbau der Pneumologie. Er habe keine bessere Chefärztin erlebt. Herr Dr. med. Harms gab unumwunden zu, sie gern noch länger an seiner Seite gehabt zu haben. Mit der neuen leitenden Oberärztin Frau Dr. med. Luisa Henrike Kreuzer und dem gesamten pneumologischen Team, das zum Teil seit der ersten Stunde dabei ist, freue er sich jedoch auf die Herausforderung.
Fresenius Helios ist der führende private Gesundheitsdienstleister in Europa und versorgt mit rund 140 Kliniken und zahlreichen ambulanten Einrichtungen jährlich rund 27 Millionen Menschen. Zusammen mit Fresenius Kabi, Anbieter von Gesundheitsprodukten für kritisch und chronisch Kranke, gehört Fresenius Helios zum Gesundheitskonzern Fresenius. Mit seinen rund 130.000 Mitarbeitenden der Helios Gruppe in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika erzielte Fresenius Helios 2025 einen Gesamtumsatz von mehr als 13,5 Milliarden Euro.
In Deutschland betreibt Helios mehr als 80 Kliniken, rund 200 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 30 arbeitsmedizinische Zentren. Helios behandelt im Jahr 2025 rund 5,6 Millionen Menschen in Deutschland, davon mehr als 4 Millionen ambulant. Seit seiner Gründung setzt Helios auf messbare, hohe medizinische Qualität und Datentransparenz und ist bei über 90 Prozent der Qualitätsziele besser als der bundesweite Durchschnitt. In Deutschland beschäftigt Helios rund 80.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 8,1 Milliarden Euro. Helios steht mit 35 eigenen Bildungszentren für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.
Quirónsalud verfügt über 57 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, rund 130 ambulante Gesundheitszentren sowie über 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 22 Millionen Patient:innen behandelt, davon mehr als 20 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 50.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von mehr als 5,4 Milliarden Euro.
Die Schmerzklinik des Helios Klinikums Gifhorn beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz am Dienstag, 2. Juni 2026. Chefarzt Dr. med. Sascha Szoltysik und sein Team informieren über moderne Behandlungsmethoden und öffnen ihre Station für Besucher.