PET-CT gestützte Bestrahlungsplanung

PET-CT gestützte Bestrahlungsplanung

Computertomographische Erstellung von Schnittbildern für die Bestrahlungsplanung

Für eine optimale Planung der Bestrahlung wird vorab eine Computertomographie durchgeführt.

Dies ist eine völlig schmerzfreie Bestrahlungstechnik bei der mittels Röntgenstrahlung Schnittbilder von Patienten erstellt werden. Ja nach Art der Erkrankung müssen die Patienten für die Bestrahlung unterschiedlich gelagert werden. Dazu stehen uns verschiedene Lagerungshilfen und –mittel zur Verfügung. Bei einem CT des Kopfes werden spezielle Masken passend und individuell für Sie vor der Bildaufnahme mit dem CT angefertigt.

 

Markierungen die wir auf Ihrer Haut anbringen dienen der Orientierung und werden für die tägliche Lagerung am Bestrahlungsgerät benötigt. Während der Computertomographie sind sie alleine im Untersuchungsraum, werden aber durch unsere MTRAs überwacht. Für eine optimale Qualität bitten wir Sie während des CTs ruhig liegen zu bleiben.

Grundlage der Computertomographie ist eine Röntgenröhre die sich um den Patienten dreht. Dabei durchleuchten schmale, fächerartige Röntgenstrahlen den Körper. Dabei wird die Röntgenstrahlung je nach Dichte unterschiedlich stark geschwächt. So hat die Luft zum Beispiel in der Lunge die geringste Intensitätsminderung. Diese Bereiche wirken im CT schwarz. Die stärkste Schwächung erzeugen die Knochen oder Fremdkörper wie beispielsweise Hüftprothesen.

Gegenüber der Röntgenröhre befinden sich die Detektoren. Beide drehen sich während der Bildaufnahme um den Patienten. Dabei werden die unterschiedlichen Ansichten, sogenannte Projektionen aufgenommen. Aus diesen Projektionen berechnet der Computer die Querschnitte der verschiedenen Körperebenen. Durch die unterschiedliche Schwächung bekommen alle Organe, alle Knochen und das restliche Gewebe gewisse Graustufen zugeordnet. Damit lässt sich ein genaues Bild des inneren des menschlichen Körpers erlangen.

Im heutigen medizinischen Alltag werden Spiral- und Mehrzeilen-CTs verwendet. Bei einem Spiral-CT fährt der Patient auf dem Untersuchungstisch kontinuierlich durch die CT-Öffnung. Währenddessen rotieren die Röntgenröhre und die gegenüberliegenden Detektoren kontinuierlich um den Patienten. Der Röntgenstrahl beschreibt somit eine kontinuierliche Spirale um den Körper des Patienten – daher der Name Spiral-CT.

Mehrschicht- oder Mehrzeilen-CTs arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie das Spiral-CT. Der Unterschied ist, dass Sie nicht nur eine Detektorzeile haben sondern mehrere nebeneinander liegende Detektorzeilen. Damit werden pro Umlauf der Röntgenröhre gleich mehrere Schichten aufgenommen. Dies verkürzt die Untersuchungszeit.

PET bezeichnet die Abkürzung Positronen-Emissions-Tomographie und ist ein nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren. Diese medizinische Diagnosetechnik macht Stoffwechselprozesse mit Hilfe von radioaktiv markierten Teilchen im Körper sichtbar. Damit ist ein PET besonders geeignet für die Beurteilung von Tumorerkrankungen, sowie der Diagnostik von Metastasen. Dabei wird ein schwach radioaktiv markierter Wirkstoff (zum Beispiel markierter Traubenzucker) in eine Vene gespritzt. Dieser sogenannte Radiotracer gelangt über die Blutbahn in die verschiedenen Organe und Zellen und wird vollständig im Körper verteilt.

Nach ungefähr 50 bis 75 Minuten beginnt die eigentliche PET-Untersuchung. Spezielle Detektoren ermitteln die Strahlung die der Körper aussendet. In Abhängigkeit des Energieverbrauches der Zellen wird unterschiedlich viel Traubenzucker (normaler als auch markierter) in den Zellen umgesetzt bzw. verstoffwechselt. Krebszellen haben üblicherweise einen sehr hohen Energieverbrauch und heben sich in der Bildgebung durch ein starkes Signal (starkes Leuchten) vom Normalgewebe deutlich ab. In der modernen Therapie wird das PET mit einem CT kombiniert. Das ermöglicht eine genaue Zuordnung zwischen stark leuchtenden Bereichen und der entsprechenden Körperregion.

Die Entwicklung des CTs beruht auf dem Elektrotechniker Godfrey Hounsfield und dem Physiker Allan M. Cormack. In den 1960ern Schuf Cormack die theoretischen Grundlagen für die Computertomographie. 1968 baute Houndsfield einen ersten Prototyp und 3 Jahre später wurde das erste Mal ein Gehirn eines lebenden Menschen mit dieser Technik untersucht. Beide erhielten für diese herausragende Technik den Medizin-Nobelpreis im Jahre 1979. Heutzutage ist die Computertomographie aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken und ist die diagnostische Grundlage zahlreicher Therapien.