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Wissenswertes zum Weißen Hautkrebs

Wissenswertes zum Weißen Hautkrebs

Der weiße Hautkrebs ist der häufigste Hauttumor. Er wird auch heller Hautkrebs genannt. Es gibt zwei Tumorformen, das Spinaliom und das Basaliom.

Spinaliom

Das Spinaliom ist der eigentliche weiße Hautkrebs. Er entsteht aus sogenannten Lichtschwielen (Aktinischen Keratosen). Er kommt fast ausschließlich an lichtexponierten Körperregionen und an den Schleimhäuten vor. Er wächst zerstörend und kann in die Lymphknoten, seltener auch in Organe, streuen.

Basaliom

Das Basaliom ist ein bösartiger Tumor, der in der Basalzellschicht der Oberhaut entsteht und verdrängend sowie zerstörend wächst. Er breitet sich aber so gut wie nie, nur in weniger als ein Prozent der Fälle, in die Lymphknoten oder in Organe aus.

Was ist weißer Hautkrebs?

Beide Tumorformen entstehen im Wesentlichen durch Sonnenschädigung, wobei die im Leben gesammelte UV-Belastung eine Rolle spielt. Hierbei sind hellhäutige Menschen sehr viel mehr gefährdet, da das genetische Material ihrer Zellkerne nicht genügend Schutz durch Pigmente hat. Beim Spinaliom sind, neben der Sonnenbelastung, auch Viren bei der Tumorentstehung beteiligt. Ein gesundes Immunsystem ist in der Lage einen Teil der bösartigen Zellen zu bekämpfen. Ist es jedoch geschwächt, versagt dieses Kontrollsystem.

Sie sollten immer bei neu auftretenden Hautveränderungen einen Hautarzt aufsuchen. Die sogenannten Lichtschwielen, Vorläufer des Spinalioms, sind meistens gerötet und fühlen sich sehr rau, ähnlich wie Schmirgelpapier an. Es ist Aufgabe des Dermatologen diese Lichtschwielen so zu behandeln, dass kein Hautkrebs aus ihnen entsteht.

Hat sich der weiße Hautkrebs bereits entwickelt, kann dieser sehr unterschiedlich gestaltet sein: Er kann die Form eines Knotens oder einer Narbe annehmen. Ab einer gewissen Größe können die Tumoren zu einer Blutung neigen.

Beim Spinaliom kommt es ganz besonders darauf an, dass man diesen frühzeitig entfernt, solange er noch keine fortgeschrittene Tumordicke erreicht hat. Dann ist eine Heilung relativ wahrscheinlich. Hat der Tumor allerdings bereits gestreut, gestaltet sich die Behandlung in den meisten Fällen schwieriger.

Da das Basaliom in der Regel nicht streut, ist es meistens chirurgisch oder strahlentherapeutisch behandel- und somit auch heilbar.

In Deutschland sind schätzungsweise 2 bis 3 Mio Beschäftigte durch eine arbeitsplatzbedingte hohe Sonnenlichtexposition gefährdet an einem weißen Hautkrebs oder an seinen Vorläuferläsionen (Lichtschwielen/aktinische Keratosen) zu erkranken. Außenbeschäftigte haben im Vergleich zur übrigen Bevölkerung ein doppelt so hohes Risiko.

Entsprechend wurden mit dem 1. Januar 2005 der weiße Hautkrebs und die aktinischen Keratosen mit in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Bei begründetem Verdacht ist somit jeder Arzt verpflichtet diesen Verdacht an den zuständigen Unfallversicherungsträger zu melden. Dies gilt auch, wenn der Betroffene bereits im Ruhestand ist.

Voraussetzung ist das Auftreten eines weißen Hautkrebses (Spinaliom) oder eine gewisse Anzahl von Lichtschwielen (aktinischen Keratosen) an sonnenexponierten Körperarealen und eine entsprechende Tätigkeit im Freien (Landwirtschaft, Seefahrt, Baugewerbe etc.). Die berufsbedingte Lichtdosis wird im weiteren Verfahren ermittelt. Wird die Berufskrankheit anerkannt, übernimmt der Unfallversicherungsträger die Kosten der Behandlung einschließlich der Kosten für den Sonnenschutz (Lichtschutzcremes).  Auch stehen dem Arzt mehr Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen würden. In fortgeschrittenen Fällen wird eine BK Rente bezahlt, auch an Hinterbliebene eines an einem weißen Hautkrebs verstorbenen Patienten.  

Der weiße Hautkrebs wird vollständig durch einen chirurgischen Eingriff entfernt. Anschließend wird er einer feingeweblichen Kontrolle unterzogen. Ist der Tumor bei der ersten Operation nicht vollständig entfernt worden, erfolgen weitere Eingriffe. Die betroffene Stelle wird durch plastische Deckungen, also durch Verschiebung der vorhandenen Haut oder durch Transplantation verschlossen.

Je nach Situation (wie z.B. höheres Alter des Patienten, betroffene Körperregion, Begleiterkrankungen) kommen auch andere Therapien zum Einsatz, insbesondere die Strahlentherapie.

Lichtschwielen und sehr flache Basaliome können auch nicht operativ behandelt werden.

Folgende Therapiemöglichkeiten gibt es:

  • Kryotherapie (Kältetherapie) mit flüssigem Stickstoff
  • Laserabtragung oder Flachabtragung
  • Photodynamische Therapie (PDT)
  • Salben, die eine starke Entzündung oder Immunantwort hervorrufen

Nach der Behandlung bei beiden Tumortypen (Spinalion und Basaliom), ist eine Nachsorge notwendig. Das Risiko einen weiteren Hautkrebs an einer anderen Körperstelle zu entwickeln, besteht weiterhin, da auch die übrige Haut einer kontinuierlichen UV-Belastung ausgesetzt war oder ist.

Gibt es Risikofaktoren für den weißen Hautkrebs?

Die 10 häufigsten Fragen zum weißen Hautkrebs (Spinaliom/Plattenepithelkarzinom)?

Zum einen hängt das Risiko von Ihrem Photohauttyp ab. Je heller Sie sind und desto schneller Sie einen Sonnenbrand bekommen desto geringer ist Ihr körpereigener Schutz und desto höher Ihr persönliches Risiko.

Zum anderen hängt das Risiko von der Exposition ab, das heißt je häufiger Sie sich ungeschützt in der Sonne aufgehalten (Freizeit und Arbeit) haben, desto höher ist das Risiko zu erkranken.

Der Hautkrebs nicht, aber der Photohauttyp. Sind beide Eltern blond und haben sehr helle Haut sind auch die Kinder hellhäutig. Entsprechend besteht hier ein höheres Risiko an weißem Hautkrebs zu erkranken als bei dunkelhäutigen Menschen.

Der eigentliche weiße Hautkrebs ist das Spinaliom/Plattenepithelkarzinom. Dieses geht aus Vorstufen (Lichtschwielen /aktinische Keratosen) hervor und kann, wenn es fortgeschritten ist, streuen (Metastasen/Tochtergeschwulste).

Ein weiterer Tumor, der zum weißen Hautkrebs zählt ist das Basaliom. Dies wächst ebenso zerstörend, kann aber nicht in den Körper streuen.

Der weiße Hautkrebs (Spinaliom) beginnt mit einer Vorstufe. Diese so genannte Lichtschwiele (aktinische Keratose) findet sich an unbedeckt getragenen Körperarealen (Gesicht, unbehaarte Kopfhaut, Handrücken) und tastet sich wie Schmirgelpapier. Das ist leicht durch den Laien zu ertasten.

Das Basaliom hat sehr unterschiedliche Erscheinungsformen, mal erscheint es als glasiges Knötchen, mal als narbige Struktur.

Wichtig ist, dass Sie einen Hautarzt aufsuchen, wenn eine Hautveränderung auftritt und nicht abheilt oder sogar zu Blutungen neigt.

Wie bei jedem Krebs steigen die Heilungschancen je früher der Krebs entdeckt und behandelt wird. Der weiße Hautkrebs ist biologisch weit ungefährlicher als der schwarze Hautkrebs. Das Basaliom ist immer heilbar, da es nicht streut. Beim Spinaliom hängt es davon ab wie fortgeschritten der Tumor gewachsen ist. Allerdings gibt es sowohl chirurgische, strahlentherapeutische und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

In erster Linie chirurgisch. Der Tumor muss in Gänze entfernt werden. Alternativ oder ergänzend wird eine Strahlentherapie eingesetzt. Beim Spinaliom müssen ggf. auch Lymphknoten zusätzlich entfernt werden. Seit diesem Jahr ist für das fortgeschrittene Spinaliom ein neues Medikament zugelassen, so dass auch hier neue und bessere Heilungschancen bestehen.

Ja. Je heller Ihre Haut ist und je stärker Sie zu Sonnenbränden neigen desto mehr müssen Sie sich in der Freizeit und im Beruf schützen. Hierzu gehört die Meidung der Mittagssonne, das Eincremen mit hohem Lichtschutzfaktor und der textile Schutz durch Hut und langärmlige Kleidung.

Am Besten Sie gehen direkt zu einem Facharzt für Hautkrankheiten. Falls Sie keinen Termin bekommen, kann Ihr Hausarzt einen Termin vermitteln oder Sie wenden sich an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung. Zudem gibt es geregelte offene Sprechstunden bei jedem Hautarzt. In unserer Klinik haben wir speziell für diese Fragestellung eine Blickdiagnose Sprechstunde eingerichtet, zu der Sie jeden Montag zwischen 8 und 10 Uhr ohne Termin kommen können. Hier bekommen Sie eine Einschätzung Ihrer Beschwerden und die Einleitung notwendiger Maßnahmen.

Ja. Wenn Sie genügend Berufsjahre im Freien und damit eine hohe arbeitsbedingte Lichtdosis haben oder hatten und zudem unter Lichtschwielen (Aktinischen Keratosen) oder einem weißen Hautkrebs (Spinaliom) leiden, dann kann und muss jeder Arzt eine Ärztliche Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit stellen. In der Folge wird geprüft ob in Ihrem Fall die Bedingungen zur Anerkennung vorliegen. Der Unfallversicherungsträger übernimmt dann ab der Anerkennung die Kosten der Behandlung einschließlich des Sonnenschutzes. Auch bezahlt er mehr Therapieverfahren als die gesetzlichen Krankenkassen. In fortgeschrittenen Fällen wird sogar eine Rente bezahlt. Auch wenn Sie sich schon in Rente befinden, kann ein solches Verfahren eingeleitet werden.

Wie oft sollte ich zum Hautarzt gehen, wenn ich schon ml an einem weißen Hautkrebs erkrankt bin?

Unmittelbar nach der Behandlung Ihres Krebses bekommen Sie vom Arzt ein Nachsorgeschema. Abhängig davon ob es sich um ein Basaliom oder ein Spinaliom handelt und abhängig von weiteren Risikofaktoren des Krebses werden die Intervalle und die Dauer der Nachsorge festgelegt. Auch wird bestimmt welche Untersuchungen Sie im Rahmen der Nachsorge bekommen. Haben Sie wiederholt Lichtschwielen (aktinische Keratosen) sollten Sie einmal im Quartal zum Hautarzt gehen, der diese behandelt und somit dem Fortschreiten der Erkrankung in Richtung Krebs vorbeugt.

Sprechen Sie uns an

Wir arbeiten eng mit den niedergelassenen Ärzten zusammen, so dass Sie auch zunächst Ihren Arzt auf eine Behandlung bei uns ansprechen können. Die Anmeldung zu unseren speziellen Tumorsprechstunden können Sie hier ersehen.

Kontakt

Dr. med. Kerstin Lommel

Chefärztin der Dermatologie
Dr. med. Kerstin Lommel

Telefonnummer

(030) 94 01-55700

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