Wissenswertes zum Schwarzen Hautkrebs (Maligne Melanom)

Wissenswertes zum Schwarzen Hautkrebs (Maligne Melanom)

Das maligne, also bösartige, Melanom wird auch schwarzer Hautkrebs genannt. Es ist ein Tumor, der aus den Melanozyten entsteht. Das sind Zellen in der Oberhaut, die für die Pigmentierung, also die Färbung der Haut, verantwortlich sind.

Was ist schwarzer Hautkrebs?

Ein malignes Melanom kann sich auf gesunder Haut entwickeln, sowie unter den Nägeln, an Schleimhäuten oder an den Augen. Es entsteht aus bereits bestehenden Hautveränderungen, wie der Lentigo maligna oder aus den sogenannten Nävuszellnävi, eher bekannt unter Muttermal oder Leberfleck. Häufiger entsteht es auf vorher unveränderter Haut.

Die Risikofaktoren für Hautkrebs sind vielfältig: Eine zu hohe UV-Belastung, also intensive Sonneneinstrahlung, spielt eine Rolle. Insbesondere Schädigungen, wie Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit, verändern die Zellen und führen Jahre später zur Entwicklung eines Tumors. Ein heller Hauttyp sowie genetische Veranlagungen haben ebenfalls einen Einfluss auf die Entstehung eines Tumors. Aber auch Erwachsene und Menschen mit einem dunklen Hauttyp sollten intensive UV-Strahlung vermeiden.

Zur Erkennung verdächtiger Veränderungen hat sich die ABC(DE)-Regel bewährt, welche die klinische Erscheinung beschreibt: A-Asymmetrie, B- (unscharfe) Begrenzung, C-Colour (unterschiedliche Färbung), D-Durchmesser und E-Erhabenheit. Allerdings sind nicht alle Melanome hierdurch zu erkennen. Es gibt z.B. auch nicht pigmentierte Melanome.

Auch beim Melanom ist, wie bei den meisten Hauttumoren, die operative Entfernung die angewandte Therapie. Dabei wird ein Sicherheitsabstand gewählt, um auch die Zellen des Tumors zu erreichen, die nicht erkennbar in der Umgebung vorkommen.

Ergänzend zur chirurgischen Entfernung des Tumors kommen, falls notwendig, weitere diagnostische Maßnahmen und Therapien zum Einsatz:

  • Entfernung des Wächterlymphknoten
    Bei dieser Methode wird der Lymphknoten entfernt, der speziell für die betroffene Hautregion verantwortlich ist. Diese Operation dient dem Nachweis oder dem Ausschluss von Tumorzellen im Lymphgewebe und ist eine diagnostische Maßnahme, um die Ausbreitung des Tumors zu erkennen. Die früher übliche komplette Entfernung aller Lymphknoten im betroffenen Gebiet, kann den meisten Patienten dadurch erspart bleiben. Ist der Wächterlymphknoten jedoch durch eine Metastase befallen, kann eine solche Komplettentfernung notwendig werden.
  • Strahlentherapie und Chirurgie
    Je nach Ausdehnung der Streuung in den Lymphknoten, ist eine Strahlentherapie der Lymphknotenstation im Anschluss an die Operation notwendig. Diese Therapie kommt auch bei Metastasen in den Organen, vor allem bei Hirnmetastasen, zum Einsatz. Einzelne Organmetastasen können auch chirurgisch entfernt werden.
  • Medikamentöse Therapie
    Ab einem bestimmten Tumorstadium erfolgt eine medikamentöse Therapie. Dabei werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem befähigen, gezielt auf den Tumor zu reagieren. Zellgifte, wie Chemotherapien, werden bei Melanomen nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt. Die aktuell genutzte Therapieform, die zielgerichtete Therapie oder Immuntherapie, erzielt höhere Ansprechraten und weniger gravierende Nebenwirkungen.

In unterschiedlichen Zeitintervallen und je nach Tumorstadium, erfolgt eine Nachsorgeuntersuchung über einen Zeitraum von zehn Jahren. Hierbei werden die gesamten Haut und die Lymphknotenstationen untersucht. In höheren Tumorstadien werden ergänzend eine Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten und Computertomographien/ MRTs oder ein PET CT durchgeführt. Zudem wird ein Tumormarker (S100) bestimmt.

In frühen Stadien, also bei geringer Tumordicke, ist das Melanom vollständig heilbar. Im Stadium der Metastasierung steht uns eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Diese haben die Prognosen und somit die Heilungschancen erheblich verbessert.

Gibt es Risikofaktoren für den schwarzen Hautkrebs?

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Dr. med. Kerstin Lommel

Chefärztin der Dermatologie
Dr. med. Kerstin Lommel

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