Homeoffice und der liebe Rücken

Homeoffice und der liebe Rücken

Wir geben Tipps fürs Home-Office damit der Rückenschmerz keine Chance hat.

Seit gut einem Jahr sitzen wir notgedrungen am Küchentisch oder am Schreibtisch mit unbequemen Stuhl. Lümmeln uns lieber während der ‚Telko‘ auf der Couch, als am unbequemen Homeoffice-Schreibtisch zu sitzen. Abends dann das schmerzhafte Erwachen – der Rücken schmerzt und im Nacken zieht es. Wir geben dem ‚Schreibtischtäter‘ und ‚Vielsitzer‘ Hinweise an die Hand, damit auch zu Hause der Rückenschmerz keine Chance hat.

Im Alltag vieler Menschen herrscht ein gravierender Mangel an Bewegung und körperlicher Aktivität. Stundenlanges ununterbrochenes Sitzen am PC oder Schreibtisch trägt hierzu bei. Der krumme Rücken galt lange Zeit als Hauptursache vieler Rückenschmerzen, weil dadurch die Wirbelsäule geschädigt werde und die Bandscheiben verstärkt abnutzen. Rücken-Experten sind sich heute einig, dass es weder „falsches“ noch „richtiges“ Sitzen gibt. Das heißt jedoch nicht, dass langes und unterbrochenes Sitzen keine Beschwerden entstehen oder sogar ausgelöst werden können.

Wer längere Zeit am Bildschirm in derselben Position verharrt, können sich Muskeln verkrampfen und erhebliche Schmerzen verursachen. Besonders der Nacken und die Schultern sind hier betroffen. Andere Muskeln werden dagegen fast gar nicht beansprucht und somit auf Dauer geschwächt. Daraus können mehr oder weniger starke Beschwerden folgen.

Tipp 1: Position wechseln

Die Sitzposition sollte möglichst häufig gewechselt werden. Günstig ist es auch, die Sitzphasen durch Gehen und Stehen zu unterbrechen. So kann ein Telefonat kann im Stehen geführt werden oder das Nachdenken oder die Besprechung mit Kollegen kann ebenfalls nicht im Stuhl sitzend, erfolgen.

Tipp 2: Arbeitsplatz optimieren

Jeder Körper ist individuell, das sollte auch der Arbeitsplatz wiederspiegeln. Der Arbeitsplatz sollte auf die persönlichen Körpermaße und Bedürfnisse abgestimmt sein, damit unnötige Belastungen oder zwanghafte Körperhaltungen vermieden. Aber auch hier gilt: ändere möglichst häufig die Körperhaltung.

Tipp 3: Entspannungsübungen nutzen

Nicht nur Bewegung ist gut für unseren Rücken auch Übungen zur Entspannung sind wichtig. Zugleich fördert die Auszeit die Konzentration und effektivere Arbeit.

Lehne dich im Sitzen entspannt zurück. Schließe die Augen und konzentriere dich auf deine Atmung. Amte tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Versuche mit jeder Ausatmung noch tiefer zu entspannen und noch mehr loszulassen. Führe die Übung so lange aus, bis deine Atmung ganz ruhig ist. Zum Abschluss der Übung strecke und recke dich und öffne langsam und entspannt die Augen.

Nimm eine entspannte Sitzposition ein, schließe anschließend die Augen und atme entspannt tief und gleichmäßig ein und aus. Richte deine Aufmerksamkeit auf die Luft – spüre wie sie durch deine Nase strömt. Wie sie beim Einatmen kalt und beim Ausatmen warm ist.  Führe die Übung so lange aus, bis du den Unterschied zwischen der warmen und kalten Luft deutlich spürst. Zum Abschluss der Übung strecke und recke dich und öffne langsam und entspannt die Augen.

Tipp 4: Ergänzende Übungen am Abend

Bei Rückenproblemen kannst du auch Übungen nutzen um deine Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Die Übungen  erhalten und verbessern bei regelmäßiger Durchführung Kraft und Beweglichkeit. Bevor du mit den Übungen beginnst, solltest du zur Erwärmung einige Minuten auf der Stelle mit kräftigen Armbewegungen gehen oder marschieren.

Bestehen Rückenbeschwerden trotz Gymnastik, Entspannungsübungen oder medikamentöser Therapie, ist eine weitergehende Versorgung notwendig, um Patienten Lebensqualität zurückzugeben. Dank moderner bildgebender Verfahren wie hochauflösender Computer- und Magnetresonanztomographie ist eine genaue Diagnostik der Wirbelsäule möglich. Ist die Ursache des Schmerzes gefunden, reicht das Behandlungsspektrum von entzündungshemmenden Medikamenten im Bereich der Schmerzquelle bis hin zu einem chirurgischen Eingriff.