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Erfahrung mit chronischer Mittelohrentzündung

Eine chronische Mittelohrentzündung ist heimtückisch. Sie entwickelt sich schleichend und oftmals unbemerkt, da das erkrankte Ohr nicht schmerzt. Seine ganz persönlichen Erfahrungen mit einer chronischen Mittelohrentzündung teilt ein Patient mit uns. Lesen Sie seine Geschichte.

HNO Diagnostik - Hörtraining in Pirna

Beeinträchtigung im Alltag

Seinen Fernseher musste der 54-jährige Patient schon ziemlich laut stellen, um überhaupt noch etwas zu hören – nicht immer zur Freude seiner Familie und den Nachbarn. Sein stark vermindertes Hörvermögen beeinträchtigte seinen Alltag enorm. Als der Mann sich bei Privatdozent Dr. Alexander Blödow, Chefarzt Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Plastische Kopf- und Halschirurgie am Helios Klinikum Pirna, in der Sprechstunde vorstellte, war seine chronische Mittelohrentzündung bereits weit fortgeschritten.

Ursachen und Diagnose einer Mittelohrentzündung

Fast eine Million Menschen sind laut Deutschem Schwerhörigenbund hochgradig schwerhörig. „Die Ursachen dafür sind vielfältig und an kein Alter gebunden“, weiß der Pirnaer Chefarzt der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde.

Seine Diagnose beginnt nach einem ausführlichen Gespräch mit den Betroffenen immer mit einem Blick in die Ohren: „So lässt sich schon einmal abklären, ob die Ursachen für die Schwerhörigkeit im Bereich des Gehörgangs, des Trommelfells oder des Mittelohrs liegen.“

Ein anschließender Hörtest im modernen Freifeldaudiometrie-Raum misst die Schallübertragung über das Trommelfell und die sogenannte Gehörknöchelchenkette. Diese gelenkig miteinander verbundenen Knöchelchen leiten den Schall vom Trommelfell über das Mittelohr zum Innenohr. Eine umfassende Diagnose lässt sich somit erstellen.

Wie kommt es zu einer chronischen Mittelohrentzündung?

Wodurch eine chronische Mittelohrentzündung entsteht, ist nicht genau geklärt.

Die Belüftung des Mittelohres spielt dabei jedoch eine wichtige Rolle. Ist dieses etwa durch eine Erkältung nicht richtig belüftet, entsteht ein Unterdruck im Ohr. Das Trommelfell zieht sich in den Mittelohrraum und kann zu Entzündungen führen. Auch ein verletztes Trommelfell, verursacht durch eine akute Entzündung oder äußere Einwirkung, kann eine chronische Mittelohrentzündung auslösen.

Auch wenn die Ohren nicht schmerzen, sollten Betroffene unbedingt eine HNO-Praxis aufsuchen, sobald wiederholt oder dauerhaft Sekret aus einem oder beiden Ohren fließt und die Hörleistung langsam abnimmt. „Diese Signale sind ernst zu nehmen und sollten unbedingt abgeklärt werden“, so PD Dr. Alexander Blödow.

Mittelohrentzündung bereits chronisch: Operation nötig

Der HNO-Chefarzt stellte bei seinem Patienten fest: „Die Entzündung war in beiden Ohren bereits so weit fortgeschritten, dass sowohl das Trommelfell als auch die Gehörknöchelchenkette auf beiden Ohren zerstört waren.“

Es folgten mehrere Operationen. Erst einmal mussten die Entzündungsherde entfernt werden. Nach der Wundheilung ersetzten PD Dr. Alexander Blödow und sein Team bei dem 54-Jährigen die zerstörte Gehörknöchelchenkette durch ein Titanimplantat: „Das ist bei uns ein standardisierter Eingriff“.  

Endlich wieder richtig hören

Ein Blick in die Ohren des Patienten zeigte bei der ambulanten Nachbehandlung: Alles ist sehr gut verheilt. Der rekonstruierte Gehörgang ist entzündungsfrei.

Der Hörtest ergab: Die gut eingewachsene Titanprothese überträgt den Schall optimal von der Gehörschnecke auf das Innenohr. Nicht nur der HNO-Chefarzt ist zufrieden, sondern auch der Patient: „Endlich kann ich wieder hören. Es ist jetzt ein Genuss, Fernsehen zu schauen.“

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