Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Daher gilt bei uns derzeit ein generelles Besuchsverbot. Ausnahmen bedürfen der ärztlichen Einzelfallentscheidung. Weiterführende Infos.

Im Klinikum gibt es KEINE öffentlich Abstrichstelle. Kreuzfahrt-Passagiere unserer Kooperationspartner TUI, AIDA und Hapag Lloyd finden alle nötigen Infos hier: Tests für Reisende

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

COVID-19

Die SOP regelt den Umgang mit SARS-CoV-2-positiven Patienten.

1 Allgemeines

  • Keine Elektiv-OP
  • Anwendung aller für den Eingriff geeigneten Narkoseverfahren möglich (Bereichs-SOP beachten)

§ 1 Selbstschutz und Schutz des OP-Personals (Anästhesie, OP-Pflege, Reinigungsteam)

Aerosol- und Tröpfchenbildung verhindern!

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2 Organisation

2.1 Vorbereitung

  • Präoperative Informationen über Zustand des Patienten auf Station einholen
  • Briefing Anästhesie-Team und OP-Team über Ablauf!
  • Patienten werden über die Notfallschleuse in den ZOP ein- und ausgeschleust
  • Patient trägt dichtsitzende Maske FFP2/3

PSA für Anästhesie-Team und weitere Beteiligte (z.B. Lagerungspfleger) mit direktem Kontakt mit dem Patienten:
FP3-Maske, Kittel, Handschuhe (2 Paar übereinander), Augenschutz/Visier

Gilt analog für bereits intubierte Patienten!

PSA vor Übernahme des Patienten anlegen, wird nach Kontamination ausschließlich in der Nähe des Patienten getragen.

2.2 OP-Säle

  • bevorzugt Saal 36 bzw. Saal 13 für Covid-positive Fälle nutzen
  • für spezialisierte Eingriffe ggf. anderer Saal
  • nicht benötigtes Material aus den Sälen entfernen!
  • OP-Personal sollte bei Anästhesiemaßnahmen den Saal verlassen.
  • nach Intubation des Patienten genügen FFP2-Masken für das OP-Team, außer Eingriffe am Bronchialsystem / Atemweg, Oesophago-Gastroskopie
  • Vorbereitung, Narkoseeinleitung bzw. Regionalanästhesien werden direkt im OP-Saal vorgenommen
  • Die Klimaanlage des OP-Saales verringert Raumluftkontamination.
  • nur für die unmittelbare Anwendung benötigtes Material direkt mit zum Patienten nehmen (Covid-Anästhesiewagen)
  • weiteres Material im Einleitungsraum belassen ⇒ vermeidet Kontamination!

2.3 medizinisch-fachlich

Grundsätzlich sind alle geeigneten Narkoseverfahren unter PSA durchzuführen.
Die Patientenbetreuung erfolgt nach medizinischen Erfordernissen, bei Sättigung < 95% bzw. Luftnot bei Spontanatmenden: Sauerstoffgabe fortsetzen, möglichst FFP2/3-Maske über Ausatemöffnungen.

  • Patient auf OP-Tisch direkt in den OP-Saal fahren
  • alle Anästhesiemaßnahmen im OP-Saal verrichten (Anästhesist + Anästhesiepflege; Fach-/Oberarzt)
  • Optimale Vorbereitung und Briefing
  • Metavision aktivieren
  • Anästhesieeinleitung und -ausleitung im OP-Saal ohne Anwesenheit des OP-Personales
  • Patient verbleibt nach Ausleitung/ Extubation im OP-Saal überwacht bis zur Verlegung auf die periphere Station (analog den Kriterien des Aufwachraumes)

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3 Vorbereitung/Material

  • Monitoring, i.v.-Zugang
  • Medikamente
  • Videolaryngoskop mit Normal-Spatel Gr. 3 und 4, angulierter Spatel (D-Blade)
  • Beatmungsmaske
  • endotrachealer Tubus Frau 7,5 ID; Mann 8,5 ID
  • Blockerspritze, Klemme, HME-Filter 
  • Magillzange, geschlossenes Absaugsystem bereitlegen
  • Larynxmaske liegt als Rescue-Option griffbereit
  • Anästhesiegerät Voreinstellen auf 100% Sauerstoff, PEEP 8 mbar

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4 Endotracheale Intubation /Extubation

Intubation durch Erfahrenen
Videolaryngoskop benutzen!!!

  • Präoxygenierung:   
    • dicht abschließende Gesichtsmaske
    • bimanuelle Maskenfixation
    • FiO2 1.0; (evtl. PEEP 8 cm H2O)
    • 3 min Spontanatmung mit Gesichtsmaske 
      • oder 1 min. 8 – 12 tiefe Atemzüge
      • oder CPAP/NIV 5/15 cm H2O

NIV nur bei klarer Indikation

  • Dekonnektion Tubus:        
    • HME-Filter auf Tubus belassen
    •  Abklemmen, Frischgasfluss auf Null!
    • Maskenöffnung nach unten
    • Respirator „standby“

Absaugung: über Gänsegurgel-Öffnung (geschlossenes System)

  • Extubation: 
    • Oxygenieren mit FiO2 1,0
    • Absaugen und Blähmanöver vermeiden!
    • Respirator „standby“
    • HME-Filter auf Tubus belassen
    • b.B. dichtsitzende O2-Maske zur Oxygenierung
    • FFP2/3 bei adäquater Spontanatmung

Der Patient verbleibt im OP-Saal nach Extubation/ Ausleitung. 
Überwachung bis zur Verlegung auf die periphere Station (analog den Kriterien des Aufwachraumes)

Ablegen der PSA: vor Verlassen des OP-Saales

akribische Händedesinfektion zwischen allen Schritten

Ein Covid-Anästhesie-Wagen steht im Saal 36 zur Verfügung.

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5 Hinweise zu Eingriffen mit Regionalanästhesie

  • Bei gegebener Indikation sind alle RA-Verfahren möglich.
  • bei geplanter Kombination mit ITN/LM ⇒ erst Atemwegssicherung, dann RA
  • bei reiner RA: 
    • Pat. trägt FFP2/3-Maske, auf dichten Sitz achten
    • zur besseren Toleranz der Maske kann Sauerstoff mit 2 – 3 l/min mit Sauerstoffbrille gegeben werden
  • OP-Team und Anästhesie-Team tragen komplette PSA (FFP3-Maske + Augenschutz/Visier + wasserdichter Kittel + Handschuhe) für die Dauer des Patientenkontaktes
  • Sämtliche Verfahren zur begleitenden Sedierung sind kritisch zu hinterfragen, individuell zu entscheiden und dürfen eine stabile Spontanatmung nicht gefährden.

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 23.02.2021

Kontakt

Dr. med. Diana Bierawski

Oberärztin
Dr. med. Diana Bierawski

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Telefon

(0361) 781-2051