Der Augen-Brückner-Test

Der Augen-Brückner-Test

Eine angeborene Linsentrübung tritt zwar sehr selten auf, aber frühzeitig erkannt ist sie von einem Augenarzt gut zu behandeln.

Diese Untersuchung „Nahfeld-Brückner-Test“ soll im Rahmen der U2, jedoch spätestens bis zur U3 erfolgen. Der Kinderarzt durchleuchtet aus einem Abstand von zirka einem halben Meter mit einer speziellen Lichtquelle (Ophthalmoskop) beide Augen des Neugeborenen.

Hintergrund:

Eine optisch relevante Linsentrübung führt zur irreversiblen Schwachsichtigkeit, die durch die aufwändige operative Behandlung mit anschließender Brillen- und Kontaktlinsenkorrektion kaum zu verbessern ist, wenn die Therapie nicht bereits in den ersten Lebenstagen oder Wochen beginnt.

Durchführung:

Durchleuchtungstest mit dem direkten Ophthalmoskop

Das Prinzip des Durchleuchtungstests besteht darin, dass man durch die Pupille den beleuchteten Teil des Augenhintergrunds sieht.

Durchführung des Brückner-Tests beim schlafenden Kind: digitale oder reflektorische Lidöffnung

Die digitale Lidöffnung beim schlafenden Kind erfolgt, indem man die Lider vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger der freien Hand spreizt. Zur Auslösung des Lidöffnungsreflexes bewegt die Mutter den Säugling aufrecht über eine Strecke von ca. 30 cm ca. einmal pro Sekunde rhythmisch auf und ab. Die resultierende Beschleunigung bewirkt eine Öffnung der Augen, Hebung der Brauen und Querfaltenbildung der Stirn des Kindes. Für die Untersuchung wird die Bewegung angehalten.

Weiterführende Informationen zu den gesetzlich vorgesehenen Vorsor-geuntersuchungen und –maßnahmen beim Neugeborenen