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Was ist die repetitive transkranielle Magnetstimulation?

Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist ein effektives und schonendes Verfahren mit wiederholten Serien von magnetischen Impulsen auf das Gehirn. Einsatzgebiete sind unter anderem chronische Schmerzen, Depressionen oder Schlaganfall. 

Mature doctor wearing mask and gloves palpating trapezius muscle and shoulder joint of young African American shoulder,Mature doctor wearing mask and gloves palpating trapezius muscle

Was ist die transkranielle Magnetstimulation?

Die transkranielle Magnetstimulation ist ein neuartiges, nichtinvasives Verfahren, bei dem Magnetfelder auf das Gehirn wirken. Dadurch werden ausgewählte Hirnareale stimuliert und andere gehemmt. Die TMS wird sowohl in der Diagnostik als auch Therapie bestimmter Erkrankungen eingesetzt.  

Was ist die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)?

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist bei vielen Erkrankungen therapeutisch einsetzbar. Sie ermöglicht durch wiederholte Serien von magnetischen Impulsen eine neue nicht-medikamentöse und nicht-operative Therapieform bei Querschnittlähmungen, Schlaganfall, chronischen Schmerzen und Depressionen.

Auch zur lokalen und präzisen Funktionsbestimmung von Gehirnarealen eignet sich dieses Gerät als Geheimwaffe bei der Tumortherapie.

Was kann mittels rTMS behandelt werden?

Querschnitt (Paresen)

Durch Schädigungen des Rückenmarks kann es zu sensiblen (Gefühlsstörungen) und motorischen (Bewegungsstörungen) Ausfällen wie Lähmungen kommen. Wenn es zu einer kompletten Schädigung der Nerven kommt, kann eine Parese meist nicht rückgängig gemacht werden. Sollten die üblichen Behandlungen (z. B. Operation, Medikamente, Physiotherapie) nicht helfen, kann mittels rTMS eine zusätzliche Therapieform angeboten werden. Hier wird mithilfe magnetischer Impulse die gesunde Seite gehemmt, sodass es der erkrankten Seite erleichtert wird Bewegungsmuster wiederzuerlangen.

Der genaue Mechanismus der zur vorübergehenden Wiedererlangung von Bewegungsmustern wie dem Greifen führt, ist noch nicht genau erforscht. Die Therapie findet in mehreren Sitzungen und Wochen statt. Ergänzend zur Physiotherapie kann es zu einer Besserung der Beschwerden kommen.

Schlaganfall

Als Schlaganfall (auch Apoplex) wird ein plötzlicher Verschluss von Gefäßen im Gehirn bezeichnet. Durch die Minderdurchblutung (Ischämie) werden die Hirnbereiche nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was zur Schädigung von Gehirngewebe führt. Mithilfe transkranieller magnetischer Impulse werden geschwächte Hirnareale angeregt und aktiviert.

Es kommt zu einer Regeneration geschädigter Funktionen und zu einer Besserung der Beschwerden. In Kombination mit einer physiotherapeutischen Behandlung kann die Therapie über mehrere Wochen andauern. Um einen Erfolg zu verzeichnen, sind mehrere regelmäßige Sitzungen notwendig.

Schmerz

Chronische Schmerzen aufgrund diverser Erkrankungen können für den Betroffenen sehr belastend sein. Ist eine Schmerztherapie mittels Medikamenten oder anderen Behandlungen wirkungslos, kann eine rTMS möglicherweise helfen.

Einige Schmerzen entstehen im Nervensystem selbst. In diesen Fällen wird die motorische Hirnrinde mittels magnetischen Impulsen stimuliert und aktiviert. Eine Schmerzlinderung tritt meist bereits nach den ersten Behandlungen ein und kann einige Wochen anhalten. In der Folgezeit sind lediglich kurze Sitzungen zur Erhaltung des Effekts notwendig.

Wie funktioniert die rMTS-Therapie?

Die Untersuchung und Behandlung finden in einem extra dafür eingerichteten Raum in der Klinik statt. Speziell geschulte Ärzt:innen nehmen die Untersuchung vor.

 

Für die Messung mit dem TMS-Gerät ist ein Kopf-MRT der Patientin oder des Patienten zwingend erforderlich. Erst wenn dies erfolgt ist, kann mit der Messung begonnen werden.

 

Durch magnetische Impulse wird das Gehirn berührungslos und schmerzfrei stimuliert. Am Kopf wird eine Spule positioniert, die über Induktion ein Magnetfeld erzeugt, welches durch die Schädeldecke die Gehirnoberfläche stimuliert. Die Induktion ist völlig entspannt und schmerzfrei. Es entstehen keine Schäden durch den magnetischen Impuls. Viele Patient:innen schlafen sogar dabei ein.

 

 

Kommt eine rMTS-Behandlung für mich in Frage?

Um zu erfahren, ob eine Therapie mittels TMS für Sie sinnvoll ist, kontaktieren Sie bitte unsere neurochirurgischen Abteilungen, um alle notwendigen Informationen zu erhalten.

 

Unter bestimmten Umständen ist eine Behandlung nicht möglich. Dazu zählen:

 

  • Schrittmacher-Implantate
  • Cochlea-Implantate
  • Kopf-Implantate

 

Sprechen Sie uns gern an!

Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie sich über die Möglichkeiten der Tumorbehandlung und weiterer Therapien informieren.  

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