Die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern © Foto: Canva
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Multiple Sklerose

Die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern

Multiple Sklerose (MS) gilt als Autoimmunerkrankung, die sich bei Betroffenen in unterschiedlichster Art und leise äußern kann. In zertifizierten MS-Zentren werden individuelle Therapiemaßnahmen ergriffen, um das Fortschreiten dieser unheilbaren Krankheit zu verlangsamen.

Man nennt sie auch die „Krankheit der 1.000 Gesichter“: die Nervenerkrankung Multiple Sklerose. Bei jeder/jedem Betroffenen äußert sie sich anders. Sie tritt entweder schubweise auf oder nimmt einen schleichenden Verlauf.

Zu den Symptomen gehören neben

  • Sehstörungen vor allem auch
  • Taubheitsgefühle, Lähmungen und Gleichgewichtsprobleme,
  • aber auch Müdigkeit.

Was sind mögliche Risikofaktoren für MS?

Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung zentralen Nervensystems. Infektionen, Rauchen, Vitamin-D-Mangel und genetische Veranlagungen erhöhen das Risiko, die Autoimmunerkrankung MS zu entwickeln.

Im Helios Klinikum Erfurt betreuen der Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. Andreas Steinbrecher, und sein Team jährlich mehr als 300 MS-Patientinnen und Patienten. Als anerkanntes MS-Zentrum sind sie innerhalb Deutschlands eine von etwa 180 Anlaufstellen für MS, zu denen ambulante, stationäre und Reha-Einrichtungen zählen.

MS beginnt meist im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren. Der Erkrankungsgipfel liegt um das 30. Lebensjahr.

Prof. Dr. Andreas Steinbrecher, Chefarzt der Neurologie | Helios Klinikum Erfurt

Nervenzelle bei Multipler Sklerose im Vergleich

Allein in Thüringen sind zwischen 3.000 und 5.000 Menschen davon betroffen, oft junge Erwachsene und häufiger Frauen. „MS beginnt meist im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren. Der Erkrankungsgipfel liegt um das 30. Lebensjahr“, bestätigt der Experte. „Leider ist Multiple Sklerose derzeit nicht heilbar. Doch dank neuer und effektiverer Medikamente lässt sich vor allem der schubförmige Krankheitsverlauf oft positiv beeinflussen. Die Entwicklung einer schwerwiegenden Behinderung kann gebremst oder verhindert werden. „Entscheidend ist die frühzeitige, konsequente Behandlung. Vielen Betroffenen kann so ein weitgehend normales Leben ermöglicht werden“, sagt Prof. Dr. Steinbrecher.

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