Symptome und Anzeichen

Symptome und Anzeichen

Brustbeschwerden haben häufig keine krebsbedingte Ursache, sondern gehen auf ungefährliche Veränderungen der Brust zurück.

Grafik von verschiedenen Brustveränderungen bei Brustkrebs
Mögliche optische Veränderungen bei Brustkrebs | Grafik: Helios

Je früher ein Mammakarzinom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen durch entsprechende Therapien. Deswegen ist es wichtig, den Frauenarzt aufzusuchen, wenn

  • sich Knoten oder Verhärtungen in der Brust ertasten lassen,
  • beim Anheben der Arme die Brüste unterschiedlich fallen,
  • eine Brustwarze nach Innen gezogen ist,
  • Veränderungen der Haut an der Brust oder der Brustwarze auftreten,
  • an einer Brustwarze blutige, eitrige oder klare Flüssigkeit austritt,
  • Schmerzen oder Ziehen in der Brust ohne bekannte Ursache auftreten.  

Symptome von Brustkrebs im Anfangsstadium

Im frühen Stadium verursacht Brustkrebs in der Regel keine Beschwerden oder Schmerzen. Umso aufmerksamer sollten Frauen auf die ersten Symptome achten, die auf einen bösartigen Tumor in der Brust hindeuten könnten. Dazu zählen:

Verändertes Aussehen

Wenn Sie an der Brust plötzlich eine veränderte Größe beziehungsweise Form feststellen, sich zum Beispiel eine Brust nach innen zieht oder umgekehrt auch anschwillt, kann dies ein Anzeichen für Brustkrebs sein.

Ebenso aufmerksam sollten Sie auf mögliche Hautveränderungen an der Brust wie etwa gewellte Haut („Orangenhaut“), sich schuppende Haut oder eine veränderte Färbung wie zum Beispiel eine Rötung der Haut achten.

Frauen, die der Empfehlung folgen und einmal monatlich ihre gesamte Brust selbst abtasten, sollten darauf achten, ob die Brüste beim Heben der Arme gleich fallen.

Knoten in der Brust

Ertasten Sie einen Knoten oder eine Verhärtung in der Brust oder in der Achselhöhle und hat sich dieser Knoten auch nach ein oder zwei Wochen nicht von allein zurückgebildet, sollten Sie dies unverzüglich Ihrem Frauenarzt vorstellen. Er wird weitere Untersuchungen zu Abklärung und einer möglichen Tumor-Früherkennung veranlassen.

Hinweis: Die Struktur des Brustgewebes verändert sich mit dem Hormonzyklus. Bitte untersuchen Sie Ihre Brust daher eine Woche nach Beginn der Regelblutung. Dann ist das Gewebe weich und die Wahrscheinlichkeit für einen falschen Tastbefund gering.

Veränderung der Brustwarze

Verschiedene Veränderungen der Brustwarze können ebenso ein Hinweis auf Brustkrebs sein. Hat sich bei Ihnen zum Beispiel eine Brustwarze nach innen gezogen? Oft bilden sich diese sogenannten Schlupfwarzen von allein wieder zurück.

Bei Frauen, die vor kurzem Abgestillt haben, können sie auch in Folge der Veränderungen der Milchgänge auftreten. Bildet sich die Schlupfwarze auch nach wenigen Wochen nicht wieder zurück, sollten Sie die Veränderung Ihrem Frauenarzt vorstellen.

Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze

Tritt Blut, Eiter oder klare Flüssigkeit aus einer Brustwarze aus, so kann auch dies ein Hinweis für einen bösartigen Tumor sein.

Schmerzen in der Brust

Schmerzen oder Ziehen in der Brust ohne bekannte Ursache sollten Sie abklären lassen. Auch sie können auf ein Mammakarzinom hinweisen.

Sollten Sie eines dieser Symptome bei sich feststellen, suchen Sie bitte Ihren Frauenarzt auf. Gerne helfen auch wir Ihnen weiter.

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Symptome bei fortgeschrittenem Brustkrebs

Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung zeigen sich häufig weitere allgemeine Symptome wie:

  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Schmerzen, beispielsweise Rückenschmerzen oder Gliederschmerzen (durch Knochenmetastasen)
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Arm (sogenannte Lymphödem)

Bei fortgeschrittenem, metastasiertem Stadium kann es bei Brustkrebs zu unterschiedlichen Beschwerden kommen, je nachdem, in welchem Organ sich Tochtergeschwulste (Metastasen) befinden. Sind der Krebs und die Metastasierung in andere Organe bereits fortgeschritten, steht nicht mehr die Heilung im Mittelpunkt der Behandlung. Vielmehr geht es darum, das weitere Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern, die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten und tumorbedingte Beschwerden zu lindern.

Brustkrebs: Symptome bei Männern

Die Warnzeichen bei männlichem Brustkrebs entsprechen im Allgemeinen denen des weiblichen Mammakarzinoms. Bei folgenden Symptomen sollten Männer ihren Arzt aufsuchen:

  • nicht abheilende Entzündungen im Brustbereich
  • Flüssigkeitsaustritt aus einer Brustwarze
  • tastbare Knoten in der Brust oder verhärtete oder vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Veränderungen von Form und Größe der Brust
  • Veränderungen der Haut im Brustbereich
  • Veränderungen der Brustwarze, beispielsweise nach innen ziehen

Im fortgeschrittenen Stadium kann es beim männlichen Brustkrebs zu folgenden Symptomen kommen:         

  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Müdigkeit beziehungsweise Abgeschlagenheit
  • Schmerzen, wie beispielsweise Rückenschmerzen (durch Knochenmetastasen)
  • Anschwellen des Arms aufgrund von Metastasen in den Lymphknoten
  • Husten oder Atemnot

Bei Beschwerden den Arzt aufsuchen

Dank modernster Behandlungsverfahren können heute fast 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einer zeitigen Brustkrebs Diagnose geheilt werden. Deswegen ist es extrem wichtig, den Arzt aufzusuchen, sobald ein oder mehrere der oben genannten Beschwerden auftreten.

Frauen sollten erste Warnzeichen mit ihrem Gynäkologen besprechen. Er wird alle weiteren Untersuchungen veranlassen.

Männer können sich bei Beschwerden an ihren Hausarzt wenden. Er wird die nötigen Überweisungen – zum Beispiel zur Radiologie – ausstellen.

Warten Sie nicht auf Symptome

Frauen ab dem 30. Lebensjahr sollten das Angebot der gesetzlichen Krankenkassen zur jährlichen Tastuntersuchung beim Frauenarzt wahrnehmen. Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr steht Frauen darüber hinaus alle zwei Jahre die Teilnahme am Mammographie-Screening zu. 

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