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Parkinson: Aktiv werden gegen das Fortschreiten der Erkrankung

Der Volksmund nennt es Schüttellähmung – und beschreibt damit relativ schonungslos das Erscheinungsbild vieler Parkinsonerkrankungen. Glücklicherweise lassen sich die Auswirkungen der Bewegungserkrankungen inzwischen sehr gut behandeln. So kann Ihre Lebensqualität mit dem Fortschritt der Erkrankung Schritt halten.

Erkrankungen der Bewegungsabläufe gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Neurologie. Sie zeichnen sich in der Regel durch eine unwillkürliche Verarmung (Hypokinese), ein Übermaß an Bewegungen (Hyperkinese) oder eine fehlerhafte Bewegungsausführung aus. Zu diesen Erkrankungen gehören:

  • Die Parkinson’sche Erkrankung (auch Morbus Parkinson genannt) und andere ähnliche Erkrankungen mit einer verminderten Beweglichkeit
  • Erkrankungen, die zu vermehrtem Zittern führen (Tremor), wie der erbliche essentielle Tremor, der Intentionstremor bei Kleinhirnerkrankungen, Myoklonien (unwillkürliche, irreguläre Muskelzuckungen) und wiederum die Parkinson Erkrankung
  • Anhaltende Verkrampfungen der Muskulatur, so genannte Dystonien, die einzelne Muskeln und Gliedmaßen oder den ganzen Körper betreffen können
  • Koordinationsstörungen (Ataxien) bei Kleinhirnerkrankungen, die Wilson’sche Krankheit, Chorea Huntington oder das Gilles-de-la-Tourette Syndrom

Alle diese Erkrankungen behandeln wir am Helios Universitätsklinikum Wuppertal. Ein erster wichtiger Schritt ist es, die Erkrankung und ihre Ursachen genau zuzuordnen. Hierfür setzen wir neueste Ultraschalltechniken, Magnetresonanztomografie, neurophysiologische Techniken und bildgebende Verfahren ein, welche den Stoffwechsel des Gehirns darstellen können (zum Beispiel DatScan).

Nicht selten zeigt die sorgfältige Abklärung eine Ursache, die beseitigt werden kann - ideal für unsere Patienten. Häufiger handelt es sich bei diesen Störungen jedoch um sogenannte neurodegenerative Erkrankungen, bei denen motorische Zentren des Gehirns vorzeitig altern und krank werden. Hier steht die Symptombehandlung im Vordergrund. Ziel der differenzierten Therapien ist es in diesen Fällen, Lebensqualität zu erhalten, Mobilität zu verbessern und die Krankheit in ihrem Fortschreiten zu bremsen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie ist die Erarbeitung eines individuellen Medikationsplans, weitere wichtige Säulen sind Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und spezialisierte Pflege. Die Behandlung erfordert viel klinische Erfahrung und Fingerspitzengefühl – diese Herausforderung zu meistern macht uns große Freude.