Darmspiegelung

Die Darmspiegelung bedeutet die Inspektion des Dickdarms mit einem Endoskop.

Die Dickdarmspiegelung ist eine wichtige Vorsorgeuntersuchung. Sie sollte ab dem 55. Lebensjahr durchgeführt werden. Bei Menschen mit familiärem Dickdarmkrebsrisiko sollte die erste Untersuchung schon mit 40 Jahren erfolgen.

Daneben sollte eine Dickdarmspiegelung zeitnah erfolgen, wenn typische Symptome wie Blutarmut, Darmbluten, Stuhlverhalt oder Veränderungen der Stuhlgewohnheiten mit begleitender Gewichtsabnahme auftreten.

Für die Koloskopie muss der Darm vorbereitet werden. Hierzu trinkt man in der Regel zwei Liter einer Darmspüllösung. Es hat sich gezeigt, dass es besonders effektiv ist, wenn man den ersten Liter am Vorabend der Untersuchung und den zweiten Liter am Morgen der Untersuchung zu sich nimmt. Es wird empfohlen noch weitere Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee oder klaren Säften zu sich zu nehmen. Auf eine Nahrungszufuhr muss ab dem Vorabend der Untersuchung verzichtet werden. Die Dickdarmspiegelung kann in unserer Klinik ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Der Ablauf der Untersuchung ist dabei gleich. Stationäre Patienten werden aber erst gebeten sich auf der Station einzufinden, wohingegen die ambulanten Patienten sich in der Endoskopie einfinden sollen. Allen Patienten wird eine Sedierung ("Schlafspritze") angeboten. Dadurch verläuft die Untersuchung schmerzfrei und der Darm kann besonders gut inspiziert werden, da auch die Darmtätigkeit durch die Sedierung reduziert wird. Wir verwenden durchgehend hochauflösende Endoskope der neusten Generation, die in einem validierten Verfahren desinfiziert worden sind. Das Endoskop wird über den After vorsichtig bis zum Ende des Dickdarms (Blinddarm) oder bis in den unteren Bereich des Dünndarms vorgeschoben. Beim Rückzug des Endoskops erfolgt die Inspektion der Dickdarmschleimhaut. Polypen oder andere Veränderungen werden dabei entfernt oder biopsiert. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 40 Minuten.

Danach werden die Patienten in unserem Aufwachraum nachbetreut. Die Nachbesprechung zur Dickdarmspiegelung erfolgt im Anschluss durch den Untersucher. Dabei hat man genügend Zeit Fragen zu stellen und sich die Befunde erklären zu lassen. Alle ambulanten Patienten erhalten einen Befund mit den entsprechenden Untersuchungsbildern ausgehändigt. Der zuweisende Arzt erhält ebenfalls eine Kopie auf dem Postweg. Daneben erhält man Unterlagen, wie und wo man sich melden kann, wenn Beschwerden nach der Untersuchung auftreten sollten. Alle ambulanten Patienten, die eine Sedierung erhalten haben dürfen am Tag der Untersuchung nicht Autofahren und sollten sich deshalb abholen lassen. Stationäre Patienten werden nach der Untersuchung auf ihr Zimmer gebracht. Im Rahmen der Visite wird der Untersuchungsablauf geschildert und die nächsten Schritte besprochen. Der Patient als auch der zuweisende Arzt erhalten am Ende des stationären Aufenthaltes einen zusammenfassenden Arztbrief. Das Risiko einer Dickdarmspiegelung ist als gering einzuschätzen. Selten kommt es zu Blutungen oder Verletzungen des Darms. In unserer Klinik werden jedes Jahr mehr als 3000 Koloskopien durchgeführt. Die Rate unserer (schwerwiegender) Komplikationen lag im Jahr 2016 bei 0,3 Promille. Wir bieten besondere Techniken der Darmspiegelung an. Hierzu gehören, die Chromoendoskopie und die Ballonendoskopie zur verbesserten Darmkrebsvorsorge sowie alle endoskopische Techniken der Entfernung (Polypektomie, EMR, ESD und die Vollwandresektion) von Krebsvorstufen und frühen Krebsformen des Dickdarms.

Gerne informieren wir Sie darüber, welche Art der Untersuchung für Sie sinnvoll ist. Daneben haben Sie die Möglichkeit sich im Rahmen einer stationären Einweisung bei uns behandeln zu lassen. Wenn Sie möchten können Sie sich vorab über den Ablauf Ihrer Behandlung in unserem Bauchzentrum beraten lassen. Sollten Sie kein Vorgespräch benötigen, können Sie direkt Kontakt mit unserer Aufnahmekoordination aufnehmen.

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Bauchzentrum: Allgemeine Sprechstunde der Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

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