Schlaganfall

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall

Ursache eines Schlaganfalls sind entweder ein verstopftes Gefäß im Hirn oder eine gerissene Hirnarterie. Je früher wir Betroffene medizinisch versorgen können, umso besser steht die Chance, dass sie den Schlaganfall ohne größere Beeinträchtigungen überstehen. Wir versorgen die Patienten auf unserer Schlaganfall-Station, der Stroke Unit. Sie ist von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifiziert.

Bei der Versorgung von Schlaganfall-Patienten zählt jede Minute. Denn die Folge eines Hirninfarktes ist, dass  im Kopf innerhalb kürzester Zeit wichtige Zellen absterben – weil sie nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden. Um die Betroffenen kompetent und bestmöglich zu behandeln, arbeiten wir beispielweise sehr eng mit der Neuroradiologie und der Neurochirurgie sowie der Intensivmedizin und den Internisten in unserem Klinikum zusammen.

Diagnostik

Schlaganfall-Patienten kommen in der Regel als Notfall in unser Klinikum. Mit einer Computertomographie (CT) des Kopfes kann der Arzt unterscheiden, ob der Schlaganfall durch eine Blutung oder durch einen Gefäßverschluss hervorgerufen wird.

Im Helios Klinikum Uelzen ergänzen wir die Diagnostik häufiger auch durch eine Gefäßdarstellung mit der CT-Angiographie. Bei dieser Untersuchung kann der Neuroradiologe Gerinnsel, die ein Gefäß verschließen, exakt lokalisieren.

Therapie

Von der Art des Schlaganfalls hängt ab, welche Methode der Arzt wählt, um einen Schlaganfall zu behandeln. Die Therapieform muss individuell auf den Patienten abgestimmt sein.

Ursache für einen Schlaganfall ist häufig ein Blutgerinnsel, das ein Gefäß verstopft. In einigen Fällen kann dieses Gerinnsel mit einem Medikament aufgelöst werden und das Gefäß wieder geöffnet werden. Die dafür erforderliche Behandlung ist die sogenannte Lyse-Therapie. Das Medikament wird dem Patienten in eine Vene injiziert Je früher mit der Therapie begonnen werden kann, desto größer ist der Erfolg. Die Behandlung sollte möglichst früh beginnen, spätestens innerhalb der ersten drei bis viereinhalb Stunden nach Auftreten eines Schlaganfalls.

Neben der medikamentösen Therapie wenden wir unter bestimmten Voraussetzungen bei Schlaganfall-Patienten auch das moderne Verfahren der sogenannten Thrombektomie an. Dabei lokalisiert unser Neuroradiologe Gerinnsel, die ein Gefäß verschließen, sehr genau und entfernt sie mit Hilfe eines Katheters.

Ist eine Blutung Ursache für einen Schlaganfall, muss diese zunächst gestoppt werden. Denn das ausgetretene Blut erhöht den Druck im Hirn und kann so die Zellen schädigen. Gerade bei größeren Blutungen kann eine Operation erforderlich sein. Unsere Neurochirurgen sind spezialisiert auf solche Eingriffe. Ist eine Blutung durch zu hohen Blutdruck bedingt, gilt es, diesen vorsichtig zu senken.

Anschließende Betreuung auf der Schlaganfall-Station

Selbst wenn es den Betroffenen nach dem Schlaganfall schnell wieder besser geht, überwachen wir sie mindestens 24, in der Regel aber 72 Stunden auf unserer Schlaganfall-Station, der Stroke Unit. In dieser Zeit ist die Gefahr eines erneuten Schlaganfalls am größten.

Auf der Stroke Unit haben die speziell geschulten Schwestern und Pfleger die Patienten besonders im Blick. Sie wissen genau, worauf es in den ersten Tagen nach einem Schlaganfall ankommt.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie in unserer Sprechstunde.
Kontakt

Sekretariat Neurologie

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Telefon

(0581) 83-1501

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