Koloproktologie

Konservative und operative Behandlung bei Stuhlinkontinenz

Unter Stuhlinkontinenz versteht man die Unfähigkeit, die Stuhlentleerung aktiv zu kontrollieren bzw. zurückzuhalten. Die Ursachen dafür sind dabei vielfältig.

Man unterscheidet die muskuläre Inkontinenz, bei der die Ursache in einer direkten Schädigung des Schließmuskels liegt. Bei der neurogen-sensorischen Inkontinenz dagegen sind die Schließmuskel intakt. Hier liegt eine indirekte Ursache wie zum Beispiel eine Beckenbodensenkung oder ein Enddarmvorfall vor. Auch als Folge einer Operation oder Tumorerkrankung kann eine Inkontinenz auftreten.

In der Regel führen wir zunächst eine konservative Therapie durch. Unser Ziel ist es dabei, die Verdauung zu regulieren und die Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen. Begleitend kommen Physiotherapie und Ernährungsberatung zum Einsatz.

Bleibt dieser Ansatz erfolglos, wenden wir Schwellstrom zur Kräftigung der Haltestrukturen des Beckenbodens an. In den meisten Fällen können wir durch diese Therapien eine deutliche Besserung oder gar Heilung der Stuhlinkontinenz erzielen.

In seltenen Fällen ist eine operative Therapie notwendig.