Allgemein- und Viszeralchirurgie

Erkrankungen des Darms

Erkrankungen des Darms

Von der Entzündung bis zum Krebs -Darmbeschwerden können viele Ursachen haben. Oft ist eine Operation die einzige Möglichkeit der Behandlung.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Darmkrebs kann – im Gegensatz etwa zum Lungenkrebs – durch frühe Entfernung von (noch) gutartigen Polypen vermieden oder durch Früherkennung oft komplett geheilt werden. Neben den Ernährungsgewohnheiten tragen auch genetische Faktoren zur Entstehung von Darmkrebs bei. Das Gefährliche am Darmkrebs ist, dass er oft jahrelang im Darm wächst und größer wird, ohne Symptome zu verursachen. Erste Anzeichen können auch leicht mit anderen, harmloseren Erkrankungen verwechselt werden. Da die Heilungschancen entscheidend davon abhängen, dass ein bösartiger Tumor so früh wie möglich entdeckt wird, sind Vorsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs ganz besonders wichtig. Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, wie etwa häufige Verstopfung, Krämpfe oder wiederkehrender Durchfall, sollten immer durch einen Arzt abgeklärt werden.

Divertikel sind kleine Schleimhautaussackungen am Darm, die dadurch entstehen, dass Darmschleimhaut an natürlichen Schwachstellen durch die Muskelschicht des Darms hindurchgedrückt wird. Die Schleimhaut bildet dort kleine Taschen, die weiterhin mit dem Darminneren in Verbindung stehen. Die Ursachen der Divertikelbildung können einerseits in einer Schwäche des Darmgewebes, andererseits in ständig erhöhtem Druck im Darminneren, etwa bei chronischer Verstopfung, liegen. Divertikel an sich sind harmlos. Erst wenn Darminhalt in ihnen zu einer Entzündung führt, kommt es zu einem sehr schmerzhaften Krankheitsbild, der Divertikulitis. Sie äußert sich wie eine Blinddarmentzündung, meist jedoch im linken Unterbauch. In schweren Fällen bedarf die Divertikulitis eines, mitunter großen, operativen Eingriffs. Durch vorbeugende Maßnahmen (regelmäßiger Stuhlgang, Entsprechende Ernährung) und rechtzeitige Behandlung (Antibiotika) lässt sich ein solches dramatisches Krankheitsbild jedoch meist vermeiden.

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