Leistung

Herzklappenersatz per Katheter (TAVI)

Die Transkatheter-Aortenklappenimplantation, kurz TAVI, zählt zu den jüngeren Errungenschaften in der Herzmedizin. Sie eröffnet für ältere, agile Patienten eine Perspektive auf weitere aktive Lebensjahre ohne belastende Herzbeschwerden.

Mit der Einführung der kathetergeführten Intervention ist es heute möglich, defekte Aortenklappen auch bei Patienten mit deutlich erhöhtem operativen Risiko oder Kontraindikationen für eine konventionelle Operation am offenen Herzen durchzuführen.

Dr. Bufe und sein Team während eines TAVI-Eingriffes
Dr. Bufe und sein Team während eines TAVI-Eingriffes.

Die kathetergeführte Implantation

Mehrere verschiedene Klappentypen stehen zur Verfügung. Der Katheter wird meist über die Leistenarterie eingeführt. In definierten Fällen kann der Zugang alternativ auch über die Herzspitze oder  Hauptschlagader (Aorta) erfolgen. Die körpereigene Aortenklappe wird dabei nicht entfernt, sondern durch die Prothese aus ihrer Position verdrängt. So bleibt Ihr Herz intakt, erhält jedoch die Unterstützung, die es braucht.

Der Zugang erfolgt am schlagenden Herzen. Ein kleiner Schnitt  unter der linken Brust oder in der Leiste reicht aus, um den speziellen Ballonkatheter mit der künstlichen Klappe über die Leistenarterie oder die Herzspitze zum Herzen zu führen. Am ‚Lebensmotor’ angekommen, entfaltet sich der Ballon und spannt einen Ring auf. Die defekte natürliche Herzklappe wird zur Seite gepresst und die künstliche Herzklappe nimmt exakt ihren Platz ein. Im Anschluss daran ziehen die Herzspezialisten den Katheter wieder zurück.

Sicherheit durch Erfahrung

Bereits seit 2009 wird dieser Eingriff am Herzzentrum Niederrhein rund 250-mal jährlich von erfahrenen Spezialisten – einem Team aus interventionellen Kardiologen und Herzchirurgen – durchgeführt. Um für unsere Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, führen wir Transkatheter-Aortenklappen-Implantationen in einem hochtechnisierten Hybrid-OP durch.

Ursachen für eine fortgeschrittene Aortenklappenstenose

Die Aortenklappenstenose zählt zu den häufigsten Herzklappenfehlern. Sie ist als natürliche „Verschleißerscheinung“ meist auf die über viele Jahre einwirkende mechanische Belastung der Herzklappen zurückzuführen. Durch Entzündung oder fortschreitende Kalkablagerung verhärten sich die Klappentaschen. Die Folge: Die Herzklappe kann sich nicht mehr vollständig öffnen. Durch die fortschreitende Verengung der Klappenöffnung muss das Herz das Blut gegen einen deutlich höheren Widerstand aus der linken Herzkammer in die große Körperschlagader pumpen. Dies führt zu einer zunehmenden Verdickung des Herzmuskels, der sich dann in seiner Leistungsfähigkeit immer weiter erschöpft. Dieser Prozess bleibt oft solange unentdeckt, bis ein deutlicher Leistungsabfall und Kurzatmigkeit bei Anstrengung, zunehmende Müdigkeit, Brustschmerzen oder Engegefühl als typische Symptome einer fortgeschrittenen Aortenklappenstenose auftreten.

Bei Beschwerden oder Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Sprechzeit für interventionelle Kardiologie (TAVI, Mitra-Clip, CTO, PFO)

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