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Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

SOP Zervikale Plexusblockade (Ultraschall)

Der Plexus cervicalis („Halsgeflecht“) ist eine Zusammenlagerung der vorderen Äste des ersten bis vierten Rückenmarksnerven des Halses. Wie bei den übrigen somatischen Plexus findet im Halsgeflecht ein Faseraustausch der einzelnen Rückenmarksnervensegmente statt. Welche Operationen sich mit dieser Blockadetechnik ausführen lassen, erfahren Sie in dieser SOP.

1 Indikationen

  • (Thromb-) Endarteriektomie der A. carotis interna (ACI)
  • perkutane Angioplastie/Stenting der ACI
  • einseitige Weichteil-OPs im Halsbereich (z.B. Lymphknotenexstirpation) 

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2 Kontraindikationen

  • kontralaterale Phrenikusparese
  • kontralaterale Recurrensparese
  • respiratorische Globalinsuffizienz
  • non-complianter, unruhiger oder agitierter Patient
  • fehlende Patienteneinwilligung
  • lokale Infektionen.

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3 Komplikationen

  • unzureichende Blockade
  • periphere Nervenschäden
  • Einblutung durch Gefäßpunktion
  • intravasale Applizierung der Lokalanästhetika

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5 Material und Zubehör

  • Cutasept® zur Sprühdesinfektion
  • sterile Handschuhe
  • Schallkopfschutz
  • maximal 30 ml Ropivacain 0,375 %
  • 10 ml Lidocain 1 % für Hautinfiltation

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6 Ulraschallgestützte Anlage einer Zervikalblockade

6.1 Vorbereitung

  • mittels Sonografie werden anatomische Strukturen des Halses dargestellt:
    • M. sternocleidomastoideus
    • V. brachiocephalica
    • Vv. jugularis interna und externa
    • A. carotis communis
    • N. vagus
  • Aufsuchen der Carotisgabel. Hier gehen A. carotis interna und externa ab.
  • Identifizieren von ACE und ACI:
    • ACI hat keine extrakranialen Abgänge
    • A. carotis externa hat als Abgang die A. thyreoidea superior
  • Meist sind Gefäßplaques in A. carotis interna zu erkennen.
  • Identifizieren des M. sternocleidomastoideus

6.2 Vorgehen

  • Darstellen der Carotisgabel. Einbringen der Pajunknadel in der Inline-Technik unterhalb vom M. sternocleidomastoideus.
  • Unter Sicht vorsichtiges Vorschieben der Nadel bis zur Gefäßgabel. Dabei leichte Aspiration mit aufgesetzter Spritze durch zweite Person. Vorsicht: eine starke Aspiration führt zu visuellen Artefakten genauso wie Luft.
  • Unmittelbar an Carotisgabel ⇒ Gabe von ca. 5 ml Ropivacain 0,375 %
  • Dabei sollte sich das Ropivacanin halbmondförmig um die A. carotis interna ausbreiten, ggf. leichte Nadelkorrektur.
  • Zurückziehen der Nadel bis in zervikale Nervenstrasse
  • dort Gabe von ca. 20 ml Ropivacain 0,375 %
  • Im Verlauf des Hautschnittes (operateurabhängig) Gabe von maximal 10 ml Lidocain 1 %. Insbesondere im Bereich von C1 (Mastoid) ist eine Hautinfiltration notwendig.

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 01.07.2015

Kontakt

Jan-Mike Mertens

Oberarzt
Jan-Mike Mertens

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Telefon

(0361) 781-2051