Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Aufgrund unseres Hausrechts bleiben wir, abweichend von der neuen Thüringer Verordnung, bei unserer bestehenden Besucherregelung, die seit 25. Mai 2020 gilt. Zutritt nur mit Besucher-Dokument (auch vor Ort erhältlich) -  Weiterführende Infos.

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Arbeitshilfe intrathekale Vancomycingabe

Eine Enzephalitis ist eine Entzündung des Gehirns. Sie ist meist infektiös bedingt, hervorgerufen durch Viren oder – seltener – durch Bakterien, Protozoen oder durch medizinisch relevante Pilze. Sie kann auch als Autoimmunerkrankung auftreten (Multiple Sklerose). Eine mögliche Form der Therapie ist das Verabreichen eines Antibiotikums in die Hirnkammern. Wie wir das machen, beschreiben wir hier.

1 Arbeitsschritte

  • 500 mg Vancomycin in 50 ml NaCl 0,9 % lösen, entspricht einer Konzentration von 10 mg/ml
  • 4 ml dieser Lösung in 5 ml-Spritze füllen, entspricht 40 mg
  • dreimalige Sprühdesinfektion des proximalsten Konnektors der Liquordrainage
  • Aufsetzen der Spritze am Konnektor der Liquordrainage
  • Einmalig 4 ml = 40 mg Vancopmycin über den Konnektor der Liquordrainage applizieren; da das Volumen des Drainageinneren bis zur Spitze 2 ml beträgt, gelangen 2 ml = 20 mg in die Ventrikel und 2 ml = 20 mg verbleiben im Schlauchsystem

Achtung: Kein Nachspülen mit Kochsalz! Zweite Manipulation am Konnektor nicht erforderlich

  • nach Applikation wird Drainage für 30 min auf „Messen“ gestellt; verhindert einerseits sofortiges Drainieren des Medikamentes, andererseits Kontrolle des Hirndrucks des Patienten möglich
  • nach 30 min Drainage wieder auf Ablauf stellen, sodass die 20 mg im Schlauchsystem in die Tropfkammer abfließen können

Zum Inhaltsverzeichnis

Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 01.07.2015

Kontakt

Dr. med. Wolfgang Jakob

Leitender Oberarzt
Dr. med. Wolfgang Jakob

E-Mail

Telefon

(0361) 781-2056