Behandlungsspektrum

Lungenemphysem

Bei einem Lungenemphysem kommt es zu einer irreversiblen Erweiterung der Lufträume distal der endständigen Bronchioli durch Zerstörung der Lungenbläschen mit Elastizitätsverlust des Lungengewebes. So entwickelt sich eine Lungenüberblähung und der Sauerstoffaustausch ist zunehmend eingeschränkt.

lungenerkrankungen

Klassifikation nach Ausprägungsart

Häufige Ursache:

  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) bei Nikotinabusus.
  • Altersemphysem aufgrund altersbedingter Abnahme der Lungenelastizität
  • Narbenemphysem aufgrund chronischer Entzündungen und Atemwegsnoxen wie zum Beispiel das Rauchen von Zigaretten und Luft-Schadstoffe sein.

Typische Beschwerdesymptomatik sind Husten, zunehmende Belastungs- bis dauerhafte Dyspnoe mit Leistungsabfall.

Therapie

Medikamentöse Therapie

Maßgeblich entscheidend für die Therapie ist die klinische Einteilung der Patienten in Stadien (I-IV nach GOLD). Das Ziel der Therapie ist die Rückbildung von Symptomen wie zum Beispiel Dyspnoe, Husten und Auswurf sowie die Verbesserung der Belastbarkeit.

Die Therapie richtet sich nach dem jeweils vorliegenden GOLD-Stadium sowie dem  Ausmaß der Symptomatik.

Leitsubstanzen mit Empfehlung nach COPD-Stufenschema:

  • lang- und kurzwirksame Inhalativa: SABA, SAMA, LABA, LAMA 
  • inhalative Steroide (ICS)

 

Weiterhin gilt:

  • Begleitend zur Therapie sind Bewegung und Sport zur Erhaltung der Lungenfunktion wichtig.
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Sauerstofflangzeittherapie
  • Zur Verbesserung der Lungenfunktion kann auch eine operative Entfernung der am schwersten erkrankten Lungenabschnitte (sogenannte Lungenvolumenreduktionsplastik) durchgeführt werden.

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