Wenn die Durchblutung in den Beinen gestört ist

Schaufensterkrankheit - häufigstes Symptom Wadenschmerz

Schaufensterkrankheit - häufigstes Symptom Wadenschmerz

Schmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen zwingen Betroffene Pausen beim Gehen einzulegen - daher der Name Schaufensterkrankheit.

Schmerzen beim Gehen in den Beinen - Schaufensterkrankheit

Bei der Schaufensterkrankheit führen Durchblutungsstörungen in den Beinen dazu, dass Betroffene starke Schmerzen bekommen und stehen bleiben müssen, bis die Beschwerden nachlassen. 

 

Warum hilft Gehttraining im frühen Stadium?

Der Körper bildet bei konsequentem Training sogenannte Kollateralen. Das sind Ersatzblutbahnen, die die Muskeln mit Blut versorgen. Beim Üben darauf achten, dass nur bis zur Schmerzgrenze trainiert wird, nicht darüber hinaus, und langsam die Belastung steigern.

 

Wann wird operiert?

Bei fortgeschrittener Gefäßverkalkung ist die Durchblutung dauerhaft gestört und ein Eingriff nötig.

 

Neue und bewährte Methoden bei der Operation

 

  • die Gefäße können während einer Operation ausgeschält, also von den Ablagerungen befreit werden, oder ein Bybass überbrückt die Engstelle, so dass das Blut wieder zirkulieren kann.
  • mittels eines Katheterverfahren lässt sich das Gefäß durch einen Ballon wieder aufdehnen, ggfs. wird zusätzlich eine Gefäßstütze eingesetzt.
  • neu ist, mit Hilfe eines Ballons, der mit Medikemanten beschichtet ist, die Engstelle aufzudehnen. Vorteil: die Arznei im Ballon verhindert eine Narbenbidlung im Gefäß und der Fremdkörper Gefäßstütze erübrigt sich.

 

 

Die Durchblutungsstörung der unteren Extremitäten führt zu einer verkürzten Gehstrecke, häufigstes Symptom ist der Wadenschmerz. Die Durchblutungsstörung an den Beinen wird auch als Schaufensterkrankheit oder als Raucherbein bezeichnet.

Dabei kann diese Form der Durchblutungsstörung in unterschiedliche Beschwerdegrade eingeteilt werden. Liegen Gehstreckenverkürzungen oder schmerzhaftes Laufen vor, das unter 200 m ist, so sind eine weiterführende Diagnostik und Anschlusstherapie zu empfehlen.

Liegen zudem offene Geschwüre im Fuß- und Beinbereich vor oder schlecht heilende Wunden, ist unbedingt eine weiterführende ärztliche Kontrolle mit  Gefäßdiagnostik dringend erforderlich.

Die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVK) kann unbehandelt zum Verlust der gesamten Extremität führen.

 

Zu den Behandlungsmöglichkeiten der durchblutungsgestörten Beinen (aber auch der Arme ) zählen

  • medikamentöse Therapie
  • kathetergestützte Therapie mit und ohne Einbringen von Stents in den verengten Gefäßbereich
  • offene, gefäßchirurgische Behandlung als  Bypass-Verfahren, als Bypassgefäß nutzen wir körpereigene Venen und wenn erforderlich auch diverse Gefäßprothesen aus gutverträglichen Kunststoffen

 

Neben diesen Verfahren besteht die Möglichkeit, katheter- und gefäßchirurgische Bypassverfahren in einer Operation als Hybrid-Operation zu kombinieren, um mehrere Verschlüsse patientenschonend zeitgleich zu therapieren.

 

 

Risikofaktoren kennen und minimieren

Wie für alle Gefäßerkrankungen ist es bei Durchblutungsstörungen der Extremitäten besonders wichtig, die Risikofaktoren – Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Diabetes mellitus, Adipositas, Nikotinabusus und Bewegungsmangel – zu kennen, zu behandeln und damit zu minimieren.