Mit Nüchternheitskarten nicht stundenlang nüchtern bleiben

Der Volksmund sagt: Vor einer Operation darf man über viele Stunden keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen. Dabei belegen Studien schon lange, dass sich Risiken nach einem operativen Eingriff bei (zu) langen Phasen ohne Flüssigkeitsaufnahme sogar erhöhen können.

Die Anästhesistinnen und Anästhesisten im Klinikum setzen daher gemeinsam mit allen operativen Fachbereichen mit „Nüchternheitskarten“ ein einfaches Konzept für Patient:innen um, dass ihnen bis zum Abruf in den OP-Saal das Trinken ermöglicht.

Mit grünen, gelben und roten "Nüchternheitskarten" nicht mehr stundenlang vor einer OP nüchtern bleiben.

Die Vorteile sind vielfältig: Wasser und klare Flüssigkeiten bis kurz vor der Operation zu erlauben,

  • erhöht die Sicherheit für Patient:innen und hilft postoperative Komplikationen zu verringern.
  • reduziert Unwohlsein, Hunger- und Durstgefühl,
  • verringert das Stressgefühl für die Patient:innen,
  • kann den Blutdruck stabilisieren,
  • kann die Anlage von venösen Zugängen erleichtern,
  • reduziert postoperativ Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen.