Parkinson - wir helfen weiter mit individueller Therapie

Medikamente und Gymnastik: Patienten mit Parkinson kann umfangreich geholfen werden.

Was sind Extrapyramidale Bewegungsstörungen?

Die Parkinson-Krankheit gehört zu den Bewegungs- und Funktionsstörungen, die durch Schädigungen der so genannten extrapyramidalen Nervenstränge entstehen. Durch das Absterben bestimmter Zellen im Gehirn kann der Botenstoff Dopamin nicht mehr in ausreichender Menge produziert werden. Dieser ist jedoch für einen flüssigen Bewegungsablauf nötig.

Die meisten feinmotorischen und bewusst gesteuerten Bewegungsabläufe werden über das so genannte Pyramidale System vermittelt, bei dem sich die Nervenbahnen kreuzen und die jeweilige Gegenseite steuern. Dagegen werden Muskelspannung, Gleichgewicht und Körperhaltung jedoch von Nervenbahnen außerhalb des Pyramidalen Systems gesteuert (extrapyramidal). Bei Schädigungen dieser Nerven kommt es zu Bewegungsstörungen, Verkrampfungen, unwillkürlichen Zuckungen, Verlangsamungen aller Bewegungsabläufe, Muskelsteifheit und die für Parkinson typische nach vorn gebeugte Haltung.

Möglichkeiten der Therapie

Bei der Parkinson-Erkrankung kommt es im Verlauf zu zunehmenden Beschwerden, die eine Therapie notwendig machen. Man kann die Erkrankung bis heute nicht heilen, aber die Beschwerden durch Medikamente gut lindern.

Eine möglichst frühe Diagnose und entsprechend frühe medikamentöse Behandlung bringt eine deutliche Linderung der Beschwerden. Durch moderne medikamentöse Therapien und intensive krangengymnastische Behandlung hofft man das Fortschreiten der Krankheit hinauszögern zu können. Neben medikamentösen Therapien prüfen wir auch Möglichkeiten durch Medikamentenpumpen oder Hirnschrittmacher, der sogenannten tiefen Hirnstimulation, zu helfen. Die Lebensqualität der Patienten bleibt so längerfristig erhalten, auch wenn die Krankheit selbst noch nicht heilbar ist.  

Andere Extrapyramidale Erkrankungen wie lokal begrenzte Verkrampfungen, so genannte fokale Dystonien, wie zum Beispiel der Schreibkrampf, behandeln wir ambulant durch Injektionen von Botulinumtoxin (auch Botox genannt).

Parkinson-Komplex-Therapie

Wir bieten unseren Patienten zudem die Parkinson-Komplex-Therapie an. Dieses umfassende Behandlungskonzept wird jeweils individuell an den Patienten angepasst. Dabei werden medikamentöse und aktivierende Ansätze zu einer intensiven, ganzheitlichen Therapie zusammengeführt.  Ein speziell geschultes Team aus Neurologen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Pflegepersonal stellen eine optimale Behandlung sicher. Die stationäre Behandlungsdauer beträgt dabei mindestens 14 Tage. Das Wiedererlangen der Selbstständigkeit, sowie die Verbesserung alltags- und berufsrelevanter Fertigkeiten sind oberstes Behandlungsziel.

So erreichen Sie uns

Kontakt

Prof. Dr. med. Georg Hagemann

Chefarzt der Neurologie

Telefon

(030) 94 01-54200

E-Mail

E-Mail senden
Wichtige Telefonnummern:
Notfallzentrum(030) 94 01-533 33
Station (030) 94 01-142 60
Poliklink (030) 94 01-550 90
Funktionsdiagnostik(030) 94 01-542 20