Kraft aus der Natur schöpfen - Detox im Mai

Kraft aus der Natur schöpfen - Detox im Mai

Stress, negative Einflüsse im Alltag wie aktuell die Pandemie, aber auch Schadstoffbelastung, welcher wir dauerhaft ausgesetzt sind, belasten Dich oft stärker, als Du denkst. Hier hilft oft eine gute Portion Natur! Schon unsere Vorfahren wussten, dass Mutter Natur uns alles bietet, um gesund und munter zu bleiben.

Spät in diesem Jahr zeigt sich der Frühling nun endlich doch. Mit frischem Grün und bunten Blüten erfreut er die Gemüter. Doch auch für den Körper halten die Pflanzen und Kräuter so manche interessante Wirkung bereit.

Mit Kräutern aus der Natur kann man mit einer Detox-Kur seinem Körper Gutes tun und die Sinne erfreuen

Semira Tölke, Ernährungswissenschaftlerin, Helios Weißeritztal-Kliniken

Nicht nur ein hübscher Anblick – Veilchen lassen sich vielseitig einsetzen

Das Veilchen ist einer der ersten Frühjahrsboten, die man an Waldrändern und unter halbschattigen Sträuchern finden kann. Aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung gilt das Veilchen als Hustenmittel. Inhaltsstoffe wie Bitterstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe helfen bei Bronchitis, Kopfschmerzen und Entzündungen der Haut. Andere Anwendungsbereiche sind z.B. Schlaflosigkeit oder auch Hautbeschwerdebilder.

REZEPT

Kandierte Veilchen als süße Deko z.B. auf Kuchen

Zutaten

1

Tasse

Veilchenblüten

50

ml

Wasser

300

g

Zucker

Zubereitung

  1. In einem Topf den Zucker und das Wasser verrühren und erhitzen.
  2. Die Mischung langsam aufkochen lassen und die gewaschenen Veilchen einzeln in den Sirup geben, kurz auf die andere Seite drehen und auf einen Teller geben. Bei Bedarf noch ein zweites Mal in den Sirup tauchen. Die Blüten auf dem Teller trocknen lassen.
  3. Die kandierten Veilchen in einer Dose aus Metall trocken behalten und lagern.

Brennnesseln sind mehr als ein Unkraut

Brennnessel

Die Große Brennnessel hat eine lange Tradition als vielseitige Heilpflanze. Um sich selbst vor pflanzenfressenden Tieren zu schützen, sondert die Brennnessel über Härchen Abwehrstoffe ab. Dazu gehören unter anderem Ameisensäure und entzündungsfördernde Substanzen. Deshalb macht die Brennnessel ihrem Namen alle Ehre und brennt bei Berührung. Die Blätter der Brennnessel wirken leicht harntreibend, schmerzstillend und entzündungshemmend. Demzufolge wird sie bei Prostataproblemen, Rheuma, Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt.

Die mineralstoffhaltige Pflanze versorgt den Körper unter anderem mit verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen, Kalium, Magnesium, Silizium und Vitamin C. Ganz junge Brennnesselblätter haben noch keine Brennhaare. Sie eignen sich besonders für frische Salate. Auch ein schönes Kräutersalz kann mit Hilfe von Brennnesseln hergestellt

Brennnesselsalz
  • 10 g frische Brennnessel
  • 100 g Meersalz

Das Verhältnis 1:10 bietet sich an, wer es intensiver mag, nimmt die doppelte Menge Brennnessel.

Giersch – der Quälgeist in so manchem Garten

Viele Gärtner kennen den Giersch aus dem eigenen Garten. Wuchsfreudig erobert er unerlaubterweise Beete und Rabatten. Doch wusstest Du, dass man den Giersch auch in der Küche und unterstützend für die Gesundheit vielfältig einsetzen kann?

Die jungen, zarten Blätter kann man klein schneiden und einem Salat beimischen. Auch in grünen Smoothies können diese verwendet werden. Oder man vermengt die kleingewiegten Blätter einfach mit Quark oder Joghurt. Der Giersch bringt dabei nicht nur seine eigene Geschmacksnote ein, er hat auch noch vielfältige positive Auswirkungen auf den Körper. Die Pflanze ist vitalstoffreich, regt den Stoffwechsel an und besitzt eine harntreibende Wirkung. Auch wurde sie schon im Mittelalter gegen Gelenkbeschwerden eingesetzt.

Außerdem enthält der Giersch viel Vitamin C, Beta-Carotin und die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Eisen. Esse den Quälgeist aus dem Garten also einfach auf!

Es gibt noch viele weitere Pflanzen und Kräuter in Wald und Garten, welche dem Körper guttun. Wenn Du Dir unsicher bist, ob es wirklich eine Heilpflanze ist und ob Du sie verwenden darfst, dann frage bitte bei einem Fachmann oder eine Fachfrau nach.