Wann ist ein Screening sinnvoll?
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Pränatale Diagnostik

Wann ist ein Screening sinnvoll?

Unter Pränataldiagnostik (PND) versteht man vorgeburtliche Untersuchungen, mit deren Hilfe Aussagen zu Krankheiten und Behinderungen des ungeborenen Kindes möglich sind.

Beratungsgespräch wichtig

Bevor sich eine schwangere Frau für ein pränataldiagnostisches Screening entscheidet, ist ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Gynäkologen über die möglichen Ergebnisse der Untersuchung und die daraus folgenden, gegebenenfalls weitreichenden Entscheidungen sehr wichtig.

„Im Fall von Besonderheiten beim Kind ist ein erfahrenes Team unabdingbar, um die Schwangere in jeder Phase optimal zu beraten und zu begleiten. Dies betrifft die Begleitung mit einem guten Outcome für Mutter und Kind, aber auch in seltenen Fällen mit schwerwiegenden Prognosen, die mit Enttäuschungen und Trauer einhergehen“, sagt Dr. Dr. Andreas Klee, Sektionsleiter Geburtshilfe und Pränataldiagnostik in der Helios HSK Wiesbaden.

Ultraschall-Feindiagnostik

Eine erweiterte Ultraschall-Feindiagnostik mit u. a. Darstellung der fetalen Nackenfalte im ersten Drittel der Schwangerschaft ist dann besonders sinnvoll, wenn in der Familie oder bei einem zuvor geborenen Kind bereits schwere Fehlbildungen aufgetreten sind oder Fragen zu genetischen Auffälligkeiten wie etwa der Trisomie 21 im Raum stehen.

Ausschluss von Fehlbildungen

Im zweiten Drittel der Schwangerschaft dient eine differenzierte Ultraschalluntersuchung zum weiteren Ausschluss von Fehlbildungen. Hierbei können die Organe, vor allem das Herz und das Gehirn, auf Grund ihrer mittlerweile bestehenden Größe deutlich besser dargestellt werden.

Im dritten Drittel der Schwangerschaft geht es mehr um Fragen zur Mangelentwicklung des Kindes. Hier dient die  Ultraschalldiagnostik dazu, den Zustand des Kindes im Mutterleib zu beurteilen. Aber auch die richtige Einstellung eines relativ häufig auftretenden Schwangerschaftsdiabetes kann mit einer Ultraschallkontrolle des kindlichen Bauchumfangs kontrolliert werden. Verlaufskontrollen von Fehlbildungen oder funktionellen Störungen, die bereits zu Beginn der Schwangerschaft festgestellt worden sind, werden durch die Ärztin oder den Arzt durchgeführt. Zusammen mit dem Elternpaar kann dann auch die Betreuung des Kindes nach der Geburt interdisziplinär mit hierfür spezialisierten Kinderärzt:innen geplant werden.