Infektionen in der Schwangerschaft
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Wann Erreger gefährlich werden

Infektionen in der Schwangerschaft

Manche Infektionskrankheiten in der Schwangerschaft verlaufen für die Mutter harmlos, bleiben sogar meistens unbemerkt, während sie gleichzeitig für das ungeborene Kind sehr gefährlich werden können: Gemeint sind vor allem das Zytomegalie-Virus oder Parvo, Bakterien wie Streptokokken oder Listerien, bis hin zu einzelligen Erregern wie Toxoplasmose.

Unser Experten Prof. Dr.  Frank Vandenbussche, Sektionsleiter der Geburtshilfe am Helios Klinikum Duisburg und Dr. Igor Milicevic, Oberarzt Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Helios Klinikum Duisburg, erklären alles Wissenswerte zum Thema.

Zytomegalie in der Schwangerschaft

Laborröhrchen in Hand gehalten
HCMV lässt sich durch einen Antikörpertest im Blut nachweisen | Foto: Canva

Was ist Zytomegalie?

Das Zytomegalie-Virus oder HCMV (human cytomegaly virus) zählt zur Familie der Herpesviren. Nach einer Infektion bleibt es ein Leben lang in lymphatischem Gewebe, sprich unter anderem in den Lymphknoten, erhalten. Die Viren werden über Nasensekret, Speichel, Blut, Urin, Sperma, Muttermilch oder über die Plazenta übertragen. Für die Übertragung braucht es also intensiven (intimen) Kontakt.

Etwa 50 Prozent der Frauen hatten vor der Schwangerschaft noch nie eine Infektion mit HCMV. Etwa 0,5 bis 1 Prozent dieser Schwangeren infizieren sich dann mit dem Virus in der Schwangerschaft. Problematisch ist eine erstmalige Infektion vor allem in den ersten drei Monaten. Wenn es hier zu einer Ansteckung über die Plazenta und somit für das ungeborene Kind kommt, kann das zu schweren und dauerhaften Schäden führen.

Für gesunde Erwachsene ist das Zytomegalie-Virus hingegen in der Regel harmlos, dafür ist die Prognose für das Ungeborene deutlich schlechter: Heutzutage werden in Deutschland 0,1 Prozent der Kinder bereits vor der Geburt ernsthaft durch Zytomegalie geschädigt. Häufig findet die Übertragung statt, wenn in der Familie ein Geschwisterkind das Virus aus der externen Betreuung mitbringt und es dann über Nasensekret oder Urin (Windelwechsel) an die schwangere Mutter weitergibt.

Etwa die Hälfte der Schwangeren hat eine Infektion mit HCMV bereits vorher durchgemacht. Während der Schwangerschaft kann zwar eine Re-Infektion (mit einem HCMV Variant) oder eine Re-Aktivierung (von den anwesenden Varianten) auftreten, diese Re-Infektionen sind im Allgemeinen aber weniger gefährlich für das ungeborene Kind.

Kinder und Erwachsene mit einem guten Immunsystem zeigen meist keine Symptome. In manchen Fällen können aber Schnupfen, Müdigkeit und ein Anstieg der Leberwerte auftreten.

Viele Frauenärzte führen in der Schwangerschaft einen oder mehrere HCMV-Antikörpertests im Blut durch. Wenn dabei neue Antikörper entdeckt werden, muss man annehmen, das vor nicht allzu langer Zeit eine Infektion der Mutter stattgefunden hat.

Manchmal zeigen sich in einer Ultraschalluntersuchung des Kindes Auffälligkeiten, wodurch der Verdacht einer kindlichen Infektion entsteht. Es besteht auch die Möglichkeit, etwas Fruchtwasser zu entnehmen und damit einen PCR-Test durchzuführen. So kann das Virus verlässlich nachgewiesen werden. Allerdings erfolgt die Diagnose meist recht spät und dann können bereits entstandene Schäden nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Frauen können das Risiko einer Infektion durch Hygienemaßnahmen erheblich senken. Diese zielen darauf ab, direkten Kontakt mit Nasensekret und Urin von kleinen Kindern zu vermeiden. Also, Plastikhandschuhe beim Windeln wechseln, häufiges Händewaschen. Am besten macht der Partner auch mit.

Diese Maßnahmen sind aufwendig und es fühlt sich vielleicht unangenehm und steril an, sein eigenes Kind im Vorschulalter so zu behandeln. Diese Maßnahmen sind aber extrem effektiv.

Mit hochdosierten Immunoglobulinen, ein Konzentrat von Antikörpern aus Blut von Spendern, oder mit Virostatika (Medikamente, die Viren hemmen) kann man eine aktive Infektion bekämpfen und versuchen, zu verhindern, dass das Virus auf Plazenta und Kind übergeht oder beim Kind noch mehr Schaden verursacht. Um den Übergang auf das Ungeborene komplett zu verhindern, muss man die Diagnose allerdings zeitig stellen und früh mit der Therapie beginnen.

Problematisch ist fast nur eine erstmalige Infektion in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft. Schon währenddessen kann es dann zu Wachstumsverzögerung oder sogar zum intrauterinen Kindstod kommen.

Häufiger werden Schädigungen aber erst nach Geburt und mit zunehmendem Alter der Kinder festgestellt. Es handelt sich dann vor allem um Hörschäden, aber manchmal auch um Entwicklungsstörungen des Gehirns, die zur geistigen Behinderung und spastischen Lähmungen führen.

Ja.

  • Das NIPT ist eine Untersuchung von zellfreier DNA im mütterlichen Blut. Es wird zurzeit in der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt, um Down Syndrom auszuschließen. Eine Weiterentwicklung für die HCMV kann zu einer Frühdiagnose führen, genau zu dem Zeitpunkt, wo das Virus am gefährlichsten ist und am besten bekämpft werden sollte.
  • Mit Virostatika und/oder Immunglobuline können dann gezielt die Frauen behandelt werden, die eine aktive Infektion in den ersten drei Monaten aufweisen.
  • Im 5. Monat kann durch eine Fruchtwasseruntersuchung und PCR nachgeschaut werden, ob das Virus beim Kind nachweisbar ist oder nicht. Im weiteren Verlauf können Schädigungen via Ultraschall gezeigt oder ausgeschlossen werden.
  • Die Effektivität der Behandlung kann so immer weiter geprüft und verbessert werden.

Parvo in der Schwangerschaft

Kind mit roten Wangen
Rote Flecken auf der Haut können auf Parvo hinweisen | Foto: Canva

Was ist Parvo?

Das Parvo-B-19-Virus kann nur die blutformenden Zellen im Knochenmark infizieren. Kinder und Erwachsene erleiden dadurch ein geringes Absinken der Blutwerte, gefolgt von leichten Beschwerden, während das Immunsystem das Virus neutralisiert und anschließend lebenslange Immunität bewirkt.

Diese Immunreaktion führt bei Kindern zu roten Flecken auf der Haut und wird als 5. Krankheit oder Ringelröteln bezeichnet. Bei Personen, die sehr viel Blutzellen produzieren, zum Beispiel wegen eines genetischen Hämoglobinfehlers oder nach schwerem Blutverlust, kann das Virus sich teils massiv vermehren. Es entsteht dann ein „vitiöser Zirkel“ mit manchmal tödlich verlaufender Blutarmut. Somit wird auch klar, warum Schwangere bei einer Infektion keine oder kaum Symptome aufweisen, ihr ungeborenes Kind aber, das im mittleren Schwangerschaftsdrittel sein Blutvolumen in kürzester Zeit vervierfachen muss, in großer Gefahr sein kann.

Etwa die Hälfte der Schwangeren hatte vor der Schwangerschaft noch nie eine Infektion mit dem Parvovirus. Auch hier infizieren sich etwa 0,5 bis 1 Prozent mit dem Virus in der Schwangerschaft.

Erzieherinnen im Kindergarten, Grundschullehrerinnen und Mütter mit älteren Kindern, die in den Kindergarten oder die Grundschule gehen, haben natürlich ein höheres Infektionsrisiko. Problematisch für das Ungeborene ist eine Infektion vor allem in den Monaten, wo das Kind in hohem Tempo Blutzellen produziert, sprich im 4. bis zum 7. Monat der Schwangerschaft.

Heutzutage werden in Deutschland 0,1 Prozent der Kinder bereits vor der Geburt ernsthaft durch Parvo B19 gefährdet.

Kinder haben nach einer Infektion oft Ringelröteln, mit kleinen roten Flecken am Körper sowie roten Wangen.

Schwangere haben meistens keine Symptome. Manchmal klagen sie etwa drei Wochen, nachdem sie sich infiziert haben, über Gelenksbeschwerden. Das Ungeborene hat in diesem Moment dann schon eine gewisse Blutarmut. Manchmal kann das Immunsystem das Virus zerstören und das ungeborene Kind erholt sich von alleine. Aber manchmal vermehrt das Virus sich so stark, dass eine schwere Blutarmut entsteht, das Kind sich nicht mehr bewegt, Wassereinlagerungen bekommt und letztendlich stirbt.

Ab und zu gibt es kleine Ausbrüche von Ringelröteln. Bei Schwangeren, die (auch geringen) Kontakt hatten, ist dann ein Antikörpertest sinnvoll. Er zeigt, ob sie schon immun sind aufgrund eines früheren Kontaktes, sich nicht infiziert haben oder sich in dieser Schwangerschaft infiziert haben.

Das Ungeborene kann dann mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen regelmäßig überwacht werden, denn eine zunehmende Blutarmut kann heutzutage mit Dopplerultraschall sehr genau gemessen werden. Auch Wassereinlagerungen können im frühesten Stadium erkannt werden. Oft wird die Diagnose eher zufällig gestellt, die Schwangere meldet sich, weil das Kind sich kaum bewegt oder bei einem Ultraschall werden Wassereinlagerungen festgestellt.

Schwangeren sollten Kontakt mit infizierten Kindern vermeiden.

Bei ernster Blutarmut können intrauterine Bluttransfusionen das Kind oft noch zeitig retten. Das Risiko, dass das Kind durch Komplikationen während der Transfusion stirbt, liegt bei ungefähr zwei Prozent. Ein Überleben mit Langzeitschäden ist selten. Ist die Blutarmut behoben, wird auch das Virus nicht mehr reproduziert. Die Therapie ist darum sowohl symptomatisch als auch therapeutisch.

Für die Mutter ist die Infektion ungefährlich, es sei denn, sie leidet vorab schon an einer ernsten Blutarmut. Für das Kind ist die Infektion lebensgefährlich. Zehn Prozent der Kinder sterben, wenn die Infektion nicht zeitig diagnostiziert und behandelt wird.

Ja, denn es besteht die Hoffnung auf eine Impfung. Eine Impfung aller Kinder und aller Frauen mit Kinderwunsch könnte bewirken, dass es die Krankheit in einigen Jahren nicht mehr gibt.

Streptokokken in der Schwangerschaft

Frau in Wehen
Bei der Geburt kann es zur Übertragung von Erregern kommen | Foto: Canva

Was ist sind Streptokokken?

Streptokokken sind Bakterien, deren Untergruppen verschiedene Erkrankungen auslösen können. In der Geburtsmedizin sind vor allem die Streptokokken der Gruppe B relevant, da diese gefährlich für das Baby werden können. Diese Gruppe B Streptokokken (GBS) kommen beim Menschen in der natürlichen Darmflora­ vor, auch im Analbereich. Von dort werden sie durch eine Schmierinfektion auf die ­Scheide übertragen. Diese GBS können bei 20 Prozent der Schwangeren in der Scheide nachgewiesen werden.

Aktuell erkranken in Deutschland etwa 0,03 Prozent der Neugeborenen aufgrund einer B-Streptokokken-Infektion. 

Bei der Geburt kann es dazu kommen, dass Streptokokken-Bakterien von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Die Keime aus dem Geburtskanal gelangen nach dem Blasensprung ins Fruchtwasser. Wenn das Ungeborene dieses schluckt, können die unerwünschten Bakterien in die Lunge geraten. So kann es zu einer Blutvergiftung beim Kind, auch Neugeborenensepsis genannt, kommen.

Zu den Risikofaktoren einer Neugeborenensepsis zählen:

  • positives Screening auf B-Streptokokken bei der Mutter (35. – 37. Schwangerschaftswoche)
  • vorzeitiger Blasensprung
  • Harnwegsinfekte aufgrund von Streptokokken während der Schwangerschaft
  • Fieber der Mutter
  • Frühgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche

Bei der Mutter bleibt eine Infektion symptomlos. Wenn sich Streptokokken während der Geburt auf das Baby übertragen, kann das Kind eine Hirnhautentzündung entwickeln. Diese Hirnhautentzündung zeigt oft erst spät Symptome und muss dann sehr schnell behandelt werden, um bleibenden Schaden zu vermeiden.

Der aktuelle Standard sieht vor, dass sich Schwangere zwischen der 35. und 37. Schwangerschafts­woche auf Streptokokken B testen lassen sollten. Dazu nimmt die Frauenärztin oder der Frauenarzt je einen Abstrich aus dem Vaginal- und Analbereich.

Bei einem Nachweis von Streptokokken B bei der Mutter wird eine vorsorgliche Antibiotika-Behandlung während der Geburt durchgeführt. So kann einer Infektion des Neugeborenen in der Regel gut vorgebeugt werden.

Bei Verdacht auf Neugeboreninfektion ist eine frühe Diagnose und zeitige Behandlung mit Antibiotika entscheidend.

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Katze in Katzentoilette
Im Urin oder Kot der Katze können Erreger sein | Foto: Canva

Was ist Toxoplasmose?

Toxoplasmose wird hervorgerufen durch einzellige Parasiten, auch Toxoplasma gondii genannt. Der verantwortliche Parasit befällt als Zwischenwirt Säugetiere, Vögel und Menschen.

Katzen stellen den Hauptwirt dar: Wenn die Katze durch das Fressen von anderen Säugetieren eine Toxoplasma-Infektion erlangt, scheidet sie den Parasiten im Urin und im Kot aus. Schwangere können sich über das Reinigen der Katzentoilette oder durch Gartenarbeiten ohne Handschuhe infizieren. Viel häufiger noch infizieren Schwangere sich über Lebensmittel wie rohes Fleisch, oder durch den Konsum von Gemüse aus dem Garten, in dem sich Katzen aufhalten.

Schätzungen zufolge sind etwa 50 Prozent der Frauen bereits vor der Schwangerschaft immunisiert. Erkrankt eine nicht-immunisierte werdende Mutter im ersten Drittel (Trimester) einer Schwangerschaft, kann dies zu erheblichen Schädigungen des ungeborenen Kindes führen.

In 0,05 Prozent der Schwangerschaften kann es dann zu der gefürchteten angeborenen Toxoplasmose mit vielfältigen Fehlbildungen des Säuglings kommen.

Bei abwehrgesunden Menschen ist eine Infektion mit Toxoplasmose schwer zu erkennen, da sie in den meisten Fällen kaum Symptome zeigt.

Manchmal können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten oder die Lymphknoten im Hals- und Nackenbereich anschwellen.

Eine Infektion lässt sich durch die gebildeten Antikörper im Blut nachweisen. Den dazugehörigen Test bieten Frauenärzte an. Allerdings müssen meist mehrere Tests über mehrere Wochen stattfinden, bevor eine Diagnose sichergestellt werden kann.

Bei Verdacht auf Toxoplasmose in der Schwangerschaft kann zudem geprüft werden, ob sich die Infektion auf das Baby übertragen hat. Dies geschieht durch eine Fruchtwasseruntersuchung oder einen Bluttest beim Ungeborenen. Der dazugehörige Eingriff birgt aber auch Risiken für das Kind. Wurde eine Infektion im Mutterleib nachgewiesen, sollten regelmäßige sonographische Verlaufskontrollen in der Schwangerschaft erfolgen.

Toxoplasmose-Infizierte erhalten in der Regel Antibiotika. Ziel ist es, eine Übertragung auf das Baby zu verhindern. Die Effektivität dieser Behandlung ist aber beschränkt.

Eine Erstinfektion in der Schwangerschaft kann sehr gefährlich sein, da der Erreger über den Blutweg direkt in den kindlichen Organismus gelangen kann. Infiziert sich die Mutter in der Schwangerschaft, kann dies daher zu Totgeburten oder kindlichen Schädigungen führen. Die häufigsten Auswirkungen auf das Kind sind Gehirn- und Augenentzündungen.

Listerien in der Schwangerschaft

Blutentnahme Schwangere
Die Blutuntersuchung kann eine Infektion aufzeigen | Foto: Canva

Listerien – das steckt dahinter

Die Erkrankung Listeriose wird durch das Bakterium Listeria monocytogenes verursacht und kommt vergleichsweise selten vor. Übertragungswege sind kontaminierte Lebensmittel. Bei dieser Lebensmittelvergiftung gelangen Bakterien auch ins Blut und so zum ungeborenen Kind.

Das Risiko, sich mit Listerien zu infizieren ist in Deutschland sehr gering. Experten schätzen es auf etwa 0,00005 Prozent.

Die Erkrankung Listeriose bringt sehr unspezifische Symptome mit sich. Es können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen sowie Erbrechen und Durchfall auftreten.

Da die Symptome einer Listerien-Infektion meist nicht eindeutig sind, zeigt erst eine Blutuntersuchung ein klares Ergebnis. Die Erreger lassen sich außerdem im Fruchtwasser nachweisen.

Bei einer Infektion mit dem Bakterium Listeria monocytogenes kommen Antibiotika zum Einsatz, oft in hoher Dosis und über mehrere Wochen.

Während bei der Mutter selbst meist nur milde Symptome auftreten, kann eine Infektion mit Listerien für das Baby sehr gefährlich sein und eine Früh- oder sogar Totgeburt verursachen. Über ein Drittel der Schwangerschaften, in denen sich die Mutter mit Listeriose infiziert, gehen mit einer späteren Fehlgeburt oder Totgeburt einher.

Infektionen in der Schwangerschaft können für das ungeborene Kind ersthafte Folgen haben. Allerdings lassen sich viele Erkrankungen mit Hilfe von Vorsichtsmaßnahmen verhindern.

Die beste Behandlung ist eine Vorbeugung, denn das Tückische an diesem Bakterium ist, dass es sich auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren kann. Langzeitgelagerte Fertiggerichte wie Salate, Rohmilchprodukte oder Fleisch, die zur Zeiten der Zubereitung noch ungefährlich waren, können nach Lagerung gefährlich werden und eine Magen-Darm-Infektion herbeiführen. Vom Darm aus können die Bakterien über das Blut zur Plazenta und zum Kind gelangen. Die sicherste Prophylaxe vor Lebensmittelinfektionen in der Schwangerschaft ist daher das ausreichende Erhitzen der zubereiteten Gerichte.